Was ist die digitale Währung Bitcoin?

Das gesamte Wirtschaftssystem beruht auf Handel mit Währungen und kostbaren Rohstoffen. Vor einigen Jahren wurde jedoch ein System geschaffen, welches das Potenzial hat, die Wirtschaft in ihren Grundfesten zu erschüttern. Die Rede ist von Bitcoin (BTC), der ersten und bedeutendsten digitalen Währung der Welt. Im Gegensatz zu jeder anderen Währung gibt es keine zentrale Einheit, keine Bank, die das Geld herausgibt und keinen Staat, der die Währung verwaltet. Bitcoins werden dezentral durch ein großes Computernetzwerk verwaltet und in ihrer Integrität überprüft. Hinter Bitcoin befindet sich die Blockchain, eine komplexe Datenbank zur Verifizierung der Informationen. Über das Netzwerk werden alle Transaktionen des Zahlungssystems durchgeführt und dokumentiert, was eine hohe Sicherheit gewährleistet. Bevor viel Geld in Bitcoin investiert wird, sollten die Nutzer sich über einige Fakten zu Bitcoin im Klaren sein, die im Folgenden näher beschrieben werden.

 

Bitcoin - die erste digitale Währung
Bitcoin – die erste digitale Währung

 

Sicherheit geht vor!

Damit Bitcoins übertragen werden können, bedarf es einer sogenannten „Wallet“, einer Art digitaler Brieftasche, auch vergleichbar mit Netbanking. Wie in der realen Welt muss auch im Internet die Wallet sicher verwahrt werden, um vor Diebstahl zu schützen. Bitcoins ermöglichen den weltweiten Transfer der Kryptowährung so einfach wie noch nie und einer vollen Kontrolle über das eigene Geld. Mit großen Möglichkeiten gehen jedoch auch einige potenzielle Sicherheitslücken einher, die von den Nutzern eigenständig geschlossen werden müssen. Um die optimale Sicherheit zu gewährleisten, sollte ein starkes Passwort mit mindestens zwölf Stellen und einigen Sonderzeichen und Zahlen verwendet werden. Zusätzlich schafft eine sogenannte 2-Faktor-Authentifizierung ein hohes Maß an Sicherheit, da hier neben den Login-Daten eine weitere Schranke eingebaut wird.

 

Der Bitcoin-Preis ähnelt nicht einer staatlichen Währung!

Der Preis von Bitcoin ist volatil, da viele Investoren mit der Kryptowährung spekulieren, um innerhalb kurzer Zeit hohe Gewinne zu verbuchen. Das Wirtschaftssystem ist sehr jung und die Umsetzung einzigartig, weshalb viele Investoren Angst vor Abstürzen haben und daher sehr schnelle Käufe und Verkäufe tätigen. Derzeit kann aus diesem Grund keinesfalls empfohlen werden, in Bitcoins die eigenen Ersparnisse anzulegen, da der Kurs viel zu schnell abstürzen könnte. Bitcoin gilt als risikoreiche Vermögensanlage und würde derzeit von keinem guten Bankberater empfohlen werden. Wenn Zahlungen mit Bitcoin erhalten werden, können diese jedoch bei vielen Dienstleistern mit geringen Kosten in echtes Geld umgetauscht werden.

 

 

Bitcoin-Zahlungen können nicht erstattet werden!

Jede Bitcoin-Wallet hat eine Adresse, die einer langen Zahlen und Buchstabenkombination entspricht. Bei einer falschen Eingabe ist das Geld in den meisten Fällen verloren und kann nicht rückerstattet werden. Nur der Empfänger kann das Geld zurückzahlen, wobei dieser in den meisten Fällen nahezu vollkommen anonym ist. Bitcoin erkennt jedoch Tippfehler, wenn die Adresse nicht existiert, an eine ungültige Wallet kann also kein Geld versendet werden. Manche Anbieter von Wallets bieten zusätzliche Dienste, um den Kunden mehr Schutz zu bieten.

 

Bitcoin ist nicht vollkommen anonym!

Um tatsächlich verschleiern zu können, wer hinter einer Wallet steckt, ist einiges an Aufwand notwendig. Alle Transaktionen sind öffentlich einsehbar und dauerhaft in der dezentralen Datenbank gespeichert. Jeder kann den Kontostand sowie jegliche Transaktionen einer Bitcoin-Wallet einsehen. Wenn dahinter nur eine Nummer steht, ist das selbstverständlich kein Problem. Die Adresse kann nicht mit der Identität eines Nutzers verknüpft werden, solange diese nicht im Laufe der Transaktion preisgegeben wird, wie etwa durch die Angabe einer Versandadresse. Viele Wallet-Anbieter ermöglichen daher den unkomplizierten Wechsel der Adresse beziehungsweise die Erstellung von Einmal-Adressen. Bei Bitcoin muss der Nutzer selbst auf seine Sicherheit achten und sollte sich daher früh über das System informieren.

 

Bitcoin-Transaktionen sind weniger sicher

Eine Transaktion ist in wenigen Sekunden vollbracht und wartet innerhalb der nächsten zehn Minuten auf die Bestätigung durch die Blockchain. In dieser Zeit ist die Transaktion umkehrbar, um Fehler zu vermeiden. Unehrliche Nutzer können so versuchen zu betrügen. Die Sicherheit gilt als umso höher, desto öfter die Transaktion bestätigt wurde. Jede Bestätigung verringert das Risiko von Betrug oder eines Fehlers exponentiell.

 

Alle Fakten in der Übersicht

  • Sicherung obliegt dem Nutzer
  • Preis ist volatil
  • Zahlungen sind nur kurze Zeit umkehrbar
  • nicht anonym und noch experimentell
  • dezentrale Speicherung