Was ist Monero (XMR)?

Bei Monero handelt es sich um eine Kryptowährung, die bereits im Jahr 2014 gelauncht wurde.

Das Ziel dieser Kryptowährung besteht darin, Transaktionen so zu gestalten, dass diese komplett anonym und mit größtmöglicher Privatsphäre durchgeführt werden können.

Dementsprechend arbeitet das Team von Monero hauptsächlich daran, dass die Nutzer dieser Kryptowährung einen hohen Datenschutz sowie eine hohe Sicherheit erhalten.

Sowohl Effizienz als auch Benutzerfreundlichkeit dagegen sind nicht so wichtig wie die Erstgenannten. Dabei sollen auch technisch nicht besonders affine Personen von der Anonymität von Monero profitieren können.

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Die wichtigsten Eigenschaften von Monero im Überblick

Monero ist eine Kryptowährung, die ihren Fokus auf die Anonymität ihrer Nutzer legt.

Über Monero sollen Zahlungen schnell und ohne hohe Kosten durchgeführt werden können, ohne dass die Nutzer Angst vor Zensur haben müssen.

Das Projekt wurde von 7 Entwicklern gegründet. Allerdings sind 5 der Gründer anonym – sehr passend also zur Mission von Monero.

Gerüchten zufolge soll auch der Gründer von Bitcoin, Satoshi Nakamoto, das Projekt mitentwickelt haben.

Bekannt sind bisher lediglich die beiden Namen Nicolas van Saberhagen und Riccardo Spagni als zwei der sieben Gründer.

Name Monero
Kürzel XMR
Marketcap
Rang
Gründung 2014
Gründer Nicolas van Saberhagen und Riccardo Spagni
+ 5 weitere anonyme Personen
ICO
Blockchain/Standard Eigene Blockchain
Status Online
Website https://getmonero.org/
Whitepaper Ja, Monero Whitepaper

*(Stand heute)

Wie funktioniert Monero?

Um zu verstehen, wie Monero funktioniert, musst Du Dich mit den Schlüsselkonzepten von Monero auseinandersetzen. Das sind die sogenannten Stealth-Adressen und die Ring-Signaturen.

Schauen wir uns nun genauer, was dahintersteckt an, damit Du verstehst, wie Monero funktioniert und was diese Kryptowährung so anonym macht.

Ring-Signaturen

Ring-Signaturen sind ein Konzept aus der generellen Kryptographie, welches digitale Signaturen beschreibt, die von jedem Mitglied einer bestimmten Gruppe von Personen über private Schlüssel signiert werden können.

Immer wenn ein Benutzer eine XMR-Transaktion durchführt, erzeugt seine Monero-Wallet einen Ring aus anderen Benutzerschlüsseln, die von der Blockchain abgerufen werden.

Für jemanden, der die Transaktion beobachtet, ist es unmöglich zu erkennen, wessen Schlüssel zum Signieren verwendet wurde. Das macht die Transaktionen vollkommen anonym.

Im Januar 2017 hat Monero zudem die sogenannte Ring Confidential Transaction eingeführt, kurz RingCT. Diese verbergen den Wert jeder Transaktion.

Ringsignaturen erklärt
Bildliche Darstellung der Ringsignaturen, Quelle: Medium

Stealth-Adressen

Mit Stealth-Adressen können Absender einmalige öffentliche Adressen im Namen von Empfängern für jede Transaktion erzeugen.

Jedoch kann jeder Empfänger weiterhin eine einzige öffentliche Adresse für den Empfang von Zahlungen verwenden, vergleichbar mit Bitcoin.

Jeder Monero-Nutzer erzeugt je einen privaten Einsichts- und Ausgabeschlüssel.

Der private Einsichtschlüssel, also View Key, erlaubt es den Nutzern, alle mit ihrem Konto verknüpften Transaktionen zu sehen.

Der private Ausgabeschlüssel, also Spend Key, wird, ähnlich wie ein privater BTC-Schlüssel, zur Freigabe von Zahlungen genutzt.

Mithilfe dieser beiden Schlüsselkonzepte ist Monero dazu in der Lage, für eine viel größere Anonymität als andere Kryptowährungen zu sorgen.

Welches Problem adressiert Monero?

Viele Menschen nehmen irrtümlicherweise an, dass Transaktionen, egal mit welcher Kryptowährungen, automatisch anonym sind.

Dem ist allerdings keineswegs so. Bei Bitcoin zum Beispiel wird häufig angenommen, dass dieser die Identität einer Person verheimlichen kann.

Allerdings ist es in der Regel sehr wohl möglich, Transaktionen zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen. Letztlich adressiert Monero dementsprechend das Problem mangelnder Anonymität bzw. Privatsphäre in der Kryptowelt.

Wie soll das Problem gelöst werden?

Monero verfügt über sehr viele Privacy-Features. Der Fokus liegt ganz klar auf einer möglichst hohen Anonymität.

Dementsprechend wird jede einzelne Transaktion, die über Monero läuft, mit der maximal möglichen Privatsphäre durchgeführt.

Das bedeutet, dass alle Transaktionen bestmöglich verschleiert werden und einzelne Transaktionen in der Folge weniger verdächtig sind.

Dieser hohe Grad der Verschleierung wird bei jeder einzelnen Transaktion erreicht und nicht nur bei einem bestimmten Anteil an Zahlungen.

Um eine möglichst hohe Anonymität zu gewährleisten, kommen die sogenannten Ring-Signaturen zum Einsatz.

Hierbei kann ein Mitglied einer Gruppe die Transaktion signieren, ohne dass für Außenstehende ersichtlich ist, wer genau die Zahlung abgezeichnet hat.

Zudem werden die Empfängeradressen über sogenannte Stealth-Adressen verschleiert. Dabei geht eine Zahlung an eine einzigartige Adresse, die weder mit der Adresse des Empfängers noch des Senders in Verbindung gebracht werden kann.

Potenzial und Chancen von Monero

Die Kryptowährung Monero weist großes Potenzial auf. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Kryptowährungen bietet Monero ein sehr hohes Maß an Anonymität.

Dies ist grundsätzlich ein sehr positiver Faktor für jede Person, die Wert auf Privatsphäre legt und nicht will, dass ihre Transaktionen nachverfolgt werden können.

Denn obwohl bei Konten auf der Blockchain kein Name direkt zugeordnet wird, ist für jeden ersichtlich, was sich auf diesem Konto befindet, wenn eine Überweisung auf das Konto durchgeführt wurde.

Wenn Du also einen Geschäftspartner in einer anderen Kryptowährung als Monero bezahlst, dann kannst Du anschließend auf seinem Konto einsehen, wie hoch sein Guthaben ausfällt.

Bei Monero ist dies allerdings nicht möglich. Denn hier sind nur die Einweg-Adressen in der Blockchain ersichtlich. Sowohl Sender als auch Empfänger bleiben demnach privat.

Dementsprechend sollte Monero davon profitieren können, wenn immer mehr Menschen klar wird, dass andere Kryptowährungen über verhältnismäßig wenig Anonymität verfügen und ihre Transaktionen auf der Blockchain klar einsehbar sind.

Risiken und Herausforderungen

Wie man unschwer an der Kursentwicklung von Monero erkennen kann, ist der Kurs dieser Kryptowährung von einer hohen Volatilität geprägt.

Dementsprechend handelt es sich hier um eine Investition, die mit großem Potenzial, aber auch mit großen Risiken einhergeht.

Wer nach einer Investition mit möglichst geringen Kursschwankungen sucht, der wird hier nicht fündig.

Zudem besteht ein Risiko darin, dass es sich aufgrund der hohen Privatsphäre auch gut für illegale Aktivitäten eignet, sodass es hier zu Imageproblemen kommen könnte.

Die Finanzierung der Entwicklung von Monero steht zudem auf eher wackeligen Beinen, was ebenfalls ein Risiko darstellt. Sie erfolgt über das sogenannte „Community Crowdfunding System“, kurz CCS.

Vorteilhaft ist, dass dadurch jeder Verbesserungen vorschlagen und die notwendigen Mittel hierfür beantragen kann.

Fraglich ist allerdings, ob diese Vorschläge dann auch finanziert werden. Es könnte also durchaus sein, dass hier nicht die notwendige finanzielle Unterstützung erhalten wird, sodass gute Ideen nicht umgesetzt werden können.

Ausschnitt fertiggestellter Monero Proposals mit CCS
Fertiggestellte Monero Proposals mithilfe von CCS, Quelle: ccs.getmonero.org

Monero Token-Ökonomie

Bei XMR, dem Token von Monero, gab es keinen Tokenverkauf in Form eines ICO oder ähnlichem. Monero hat eine feste Emissionsrate und kein festgelegtes maximales Angebot.

Seit Mai 2022 ist die Emissionsrate von Monero auf 0,3 XMR pro Minute (0,6 XMR pro Block) gesunken und wird dauerhaft auf diesem Niveau bleiben.

Dies entspricht einer Inflation von etwa 1 % im ersten Jahr und wird sich in den Folgejahren der Inflation von 0 % annähern.

Obwohl Monero zu den größten Kryptowährungen gehört, kannst du sie nicht an jeder großen Börse erwerben.

So gehört unter anderem die große und bekannte Kryptobörse Coinbase zu den Anbietern, die Monero nicht unterstützen.

Dies hat wohl den Grund, dass die Behörden in den USA hier noch keine Regeln für den Handel von Monero verabschiedet haben.

Du kannst Monero aber unter anderem auf diesen Plattformen kaufen:

Weitere Informationen bezüglich der Token-Ökonomie von Monero findest du in untenstehender Tabelle:

Anzahl Coins 18,2 Millionen
Max. Coins Unbegrenzt
Allokation Coins Es gab kein ICO oder Verteilung von XMR Token 
Handelsvolumen
Marktdominanz 0,28 %
Distanz zum ATH

* Stand heute

Warum ist die Kryptowährung Monero etwas wert?

Die Kryptowährung Monero ist primär deswegen etwas wert, weil sie es geschafft hat, bei Transaktionen dafür zu sorgen, dass die Privatsphäre der Nutzer gewahrt bleibt.

Denn bei anderen Kryptowährungen ist entgegen landläufiger Meinung eine Nachverfolgbarkeit durchaus gegeben.

Dementsprechend lohnt sich die Verwendung von Monero nicht nur für kriminelle Zwecke, sondern grundsätzlich für jeden, dem Anonymität und Privatsphäre wichtig sind.

Technische Parameter von Monero

Die Grundlage des Netzwerks von Monero ist ein PoW-Konsensmechanismus sowie das CryptoNote Protokoll.

Dabei steht PoW für Proof-of-Work und kommt auch bei vielen anderen Kryptowährungen zum Einsatz, wie bei Bitcoin.

Konsensus Protokoll CryptoNote Protokoll
Konsensus Algorithmus Proof-of-Work (PoW)
Blockzeit 2 Minuten
Programmiersprache C++, C, Python, Makefile, CMake, Shell
Developer Guidelines Ja, Monero Developer Guides

Behandlung von Updates

Zwar klingen Open-Source-Codebasis und ein anonymes Entwicklerteam auf den ersten Blick genauso wie Bitcoin, allerdings bestehen gewisse Unterschiede.

Ein großer Unterschied zwischen einer Kryptowährung wie Bitcoin und Monero besteht in der Art und Weise, wie Updates durchgeführt werden.

Bei Bitcoin ist es zum Beispiel so, dass vor der Umsetzung von selbst einfachen Updates eine langwierige Diskussionsphase vonnöten ist.

Bei Monero dagegen wurde die Software so programmiert, dass sie sich von allein einmal pro halbes Jahr aktualisiert.

Monero und seine Kooperationen

Da es sich bei Monero um eine sehr anonyme Kryptowährung handelt, die sich auch für kriminelle Zwecke eignet, weil die Transaktionen nicht zurückverfolgt werden können, kann Monero nicht viele Partnerschaften aufweisen.

Man ist allerdings im Rahmen des sogenannten „Project Coral Reef“ mit einigen Musikern eine Zusammenarbeit eingegangen, damit diese in ihren Online-Shops Monero als Zahlungsmittel akzeptieren können.

Im Jahr 2019 erfolgte die Meldung, dass der sehr beliebte Survival-Shooter namens Fortnite Monero als Zahlungsmethode akzeptieren würde.

Denn im offiziellen Shop von Fortnite erschien Monero als Zahlungsart. Allerdings stellte sich dies im Nachhinein als Versehen heraus und wurde in kurzer Zeit wieder deaktiviert.

Monero not accepted at Fortnite

Konkurrenz von Monero

Zu den Konkurrenten von Monero gehört insbesondere Zcash. Hierbei handelt es sich um eine dezentrale Kryptowährung, welche den Fokus ebenfalls auf Anonymität sowie Privatsphäre legt.

Zcash wurde erst im Jahr 2016 gegründet und basierte anfangs auf der Codebasis von Bitcoin. Bei dieser Kryptowährung kommt die sogenannte Zero-Knowledge-Technologie von zk-SNARK zum Einsatz.

Diese sorgt dafür, dass Knoten Transaktionen innerhalb des Netzwerks überprüfen können, ohne dass hierdurch vertrauliche Daten über die Transaktion veröffentlicht werden müssen.

Bei Transaktionen über Zcash werden grundsätzlich keine Informationen über die Transaktion selbst offengelegt.

Nutzer haben die Möglichkeit, eine normale oder eine anonyme Transaktion durchzuführen. Allerdings führt nur ein kleiner Teil der Nutzer anonyme Transaktionen über Zcash durch.

Das bedeutet, dass auf diesen Transaktionen eine größere Aufmerksamkeit liegt. Im Gegensatz dazu sind alle Transaktionen über Monero anonym, sodass hier eine größere Privatsphäre besteht.

Name Marketcap Rang
Zcash Coin (ZEC)
Bytecoin (BCN)
Verge (XVG)

* Stand heute

Fazit

Wenn es um Anonymität und Privatsphäre geht, dann geht kaum ein Weg an Monero vorbei.

Denn im Gegensatz zu der weit verbreiteten Annahme, dass die Nutzung von Kryptowährungen automatisch mit einer hohen Anonymität einhergeht, lassen sich die meisten Transaktionen nachverfolgen.

Das bedeutet, dass beim Senden und Empfangen von Kryptowährungen, wie Bitcoin, durchaus ersichtlich ist, wer das Geld erhalten und wer es versendet hat.

Dies liegt daran, dass grundsätzlich alle Transaktionen auf der Blockchain eingesehen werden können.

Bei Monero allerdings kann nur eine Einweg-Adresse auf der Blockchain eingesehen werden. Adresse des Senders und Empfängers können folglich nicht identifiziert werden.

Dabei werden im Gegensatz zu Konkurrenten wie Zcash alle Transaktionen verschlüsselt, sodass bei Monero eine noch größere Anonymität gewährleistet ist.

Auch wenn Monero immer das Image eines schmutzigen Coins hat, da es in der Vergangenheit zuhauf mit illegalen Aktivitäten sowie Transaktionen im Darknet und Schwarzmarkt in Verbindung gebracht wurde, hat die Anonymisierung durchaus seine Daseinsberechtigung.

Schließlich war einst das Credo von Kryptowährungen, anders als das traditionelle Finanzwesen mit all seinen Überwachungen zu sein.

Autor
Autor & Editor

Mathias ist Krypto-Enthusiast seit 2017. Begonnen hat die Krypto-Reise mit Airdrops verschiedenster Projekte. Nach und nach tauchte Mathias immer tiefer in die Thematik rund um Kryptowährungen und die Blockchain ein. Er liebt es, über die verschiedenen Projekte zu recherchieren und zu schreiben. Dass BTC, ETH & Co. die Zukunft gehört, steht für ihn außer Frage. Absolutes Lieblingsprojekt: XYO

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