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Kryptowährungen – Definition und Erklärung

Kryptowährungen sind digitale oder auch virtuelle Währungen. Der Begriff setzt sich zusammen aus Kryptographie und Währung. Ersteres ist auch die Besonderheit und kennzeichnet die digitale Währung. Denn durch die kryptografische Verschlüsselung sind die Einheiten der Währung, die häufig als Coins oder Tokens bezeichnet werden, fälschungssicher.

Eine weiteres Merkmal von Kryptowährungen ist ihre dezentrale Natur, denn sie werden von keiner Regierung oder zentralen Stelle herausgegeben oder kontrolliert. Viele Befürworter sehen darin einen Vorteil gegenüber den Fiatwährungen wie dem Euro oder dem Dollar, die häufiger dem Risiko einer Inflation oder einer beinahe vollständigen Geldentwertung unterliegen können, wie zum Beispiel mehrfach in Argentinien beobachtet wurde. 

Die erste öffentliche Kryptowährung der Welt war Bitcoin. Sie wurde 2009 unter dem Pseudonym Satoshi Nakamotoerstmals vorgestellt und veröffentlicht. Die erste Intentionen von Bitcoin war jedoch nicht eine Kryptowährung zu erstellen, sondern einen digitalen und sicheren Geldtransfer auf der Grundlage eines Peer-to-Peer Netzwerks zu ermöglichen. Seit der Veröffentlichung von Bitcoin, folgten viele weitere Konkurrenzprodukte wie zum Beispiel EthereumLitecoin, Namecoin, Ripple, Peercoin und viele mehr.

Was ist eine Kryptowährung?

Eine Kryptowährung ist digitales Geld, das mit Hilfe der Kryptographie gekauft, verkauft und übertragen werden kann. Die Daten sind somit verschlüsselt und geschützt.

Im Gegensatz zu regulären Währungen (Fiatwährungen), die in materieller Form existiert, ist eine Kryptowährung rein digitales Geld und existiert ausschließlich im Internet. Darüber hinaus wird diese nicht von einem autorisierten Dritten wie einer Bank oder Regierung unterstützt oder verwaltet.

Video: Kryptowährung einfach erklärt

Die Ziele von Kryptowährungen

Die Hauptziele von Kryptowährungen sind die Erleichterung des Geldtransfers, besonders im internationalen Raum und in Ländern mit schwachem Finanzsystemen. Transaktionen sollen dadurch schneller, günstiger und sicherer durchgeführt werden. Sie verhindern außerdem das Double-Spending, welches ein großes Problem von traditionellen digitalen Geldverkehr wie Online-Banking und Kartenzahlung ist. Die Nutzung von Kryptowährungen bietet auch eine Pseudoanonymität, die mit traditionellen Banksystemen nicht möglich sind. Kryptowährungen können nicht nur als reines Zahlungsmittel verwendet werden. Projekte wie Ethereum nutzen zum Beispiel die interne Währung Ether, um eine Plattform für dezentralisierte Software Programme (dApps) anzubieten. In diesem Fall ist die Kryptowährung ein Instrument und soll als interne Währung für den Handel auf der Plattform verwendet werden. Weitere Anwendungsmöglichkeiten bieten sich ebenso im Rahmen eins Bonus-Punkte Programms, bei denen Unternehmen ihren Kunden Coins für Einkäufe oder Sonderaktionen anbieten.

Das Herzstück von Kryptowährungen

Das Herzstück und die Grundlage jeder Kryptowährung ist die Distributed Ledger Technologie (DLT). Dabei basieren die meisten Kryptowährungen auf der Blockchain-Technologie. Der Einsatz dieser Technologie ermöglicht es erst Transaktionen dezentral auszuführen und doppelte Ausgaben zu verhindern. Die Transaktionen werden in Blöcken in einer Kette abgelegt. Diese Kette, die Blockchain, liegt in Kopie auf vielen verschiedenen Knoten aus, die sich gegenseitig abgleichen. Was einmal in die Blockchain (Was ist Blockchain?) eingetragen wurde, kann auch nicht mehr gelöscht werden. Diese Punkte machen einen Diebstahl von Kryptowährungen oder eine Manipulation der Transaktionshistorie besonders schwierig. 

Da keine zentrale Behörde hinter den Kryptowährungen steht, können sie auch nicht ohne weiteres generiert werden, wie zum Beispiel durch eine Zentralbank. Neue Coins entstehen daher zum Beispiel während des Mining Prozesses. Das Mining soll dabei in erster Linie den Konsens innerhalb des Netzwerkes aufrecht erhalten, das heißt es dient zur Validierung von Transaktionen. Die Grundlage ist dabei ein Algorithmus, häufig ein Proof-of-Work Mechanismus oder in einigen Fällen Proof of Stake. 

Andere Methoden sind zum Beispiel Proof of Capacity oder Proof of Importance. Kryptowährungen bieten viele Möglichkeiten zur Anwendung, dennoch haben sie auch mit Problemen zu kämpfen. Neben Sicherheitsfragen wie die Gefahr einer 51 % Attacke oder Hacker Angriffen im Allgemeinen, ist die Skalierbarkeit eine entscheidende Hürde, die Bitcoin und andere Währungen dieser Art davon abhalten im Großen Maßstab angewendet und im Alltag der Menschen integriert zu werden.

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