Security Token Offering (STO) wird ICO ersetzen

Der ICO Markt war im Jahr 2018 wieder besonders stark. Das könnte sich durch die jüngsten Entwicklungen bei der Regulierung jedoch bald ändern. Die Branche rund um Kryptowährungen reagiert darauf und verschiebt sich zunehmend in Richtung der sogenannten Security Token Offering (STO).

 

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ICO´s – Regulierungsbehörden greifen durch

Nach Angaben des Finanzforschungsunternehmens Autonomous Next wurden seit 2016 rund 9,8 Milliarden Dollar über ICOs gesammelt. Dieser Geldfluss hat die Aufmerksamkeit der US-amerikanischen Wertpapier- und Börsenaufsicht (Securities and Exchange Commission – kurz SEC) erregt. Die Börsen Aufsicht wurde nach dem großen Börsencrash von 1929 gegründet, um Anleger zu schützen. Schon seit längerem prüft die Kommission, ob ICOs legal sind und versucht die Verwendung von digitalen Währungen zu regulieren.

Die SEC warnt vor sogenannten Pump-and-Dump-Systemen in ICOs. Laut Business Insider waren vergangenes Jahr nur etwa 48 % der ICOs erfolgreich. Anfang des Jahres wurde sogar eine der größten ICOs aller Zeiten von der SEC geschlossen.

Die Securities and Exchange Commission erließ daraufhin Vorladungen an zahlreiche Unternehmen und Personen, die sich mit Initial Coin Offerings beschäftigten.

 

Was ist ein Security Token und der Unterschied zu Utility Token

Token können nicht nur verschiedene Eigenschaften haben. Der größte Kritikpunkt der SEC bezüglich ICOs ist, dass die Token über keine Sicherheiten verfügen. Da die meisten Token anbieten, die als Dienstprogramm Token oder auch Utility Token bezeichnet werden. Grundsätzlich können Token in zwei Kategorien unterteilt werden:

  1. Utility Token
  2. Security Token

Der Security Token wird durch externe, handelbare Assets unterstützt. Eine der Hauptanwendungen besteht darin, dass sie Unternehmen die Möglichkeit geben, Token auszugeben, die vergleichbar mit Aktien des Unternehmens sind. Diese Token unterliegen den Wertpapiervorschriften. Dieser Punkt ist besonders für die SEC und andere Regulierungsbehörden wichtig.

Ein Utility-Token hingegen bietet dem Käufer den zukünftigen Zugriff auf das Produkt oder den Service eines Unternehmens. Es ist im Grundsatz nicht als Investition gedacht.

Der größte Unterschied zwischen Utility und Security Token ist, dass dem Inhaber des Security Token Eigentumsrechte zustehen. Der Utility Token Inhaber hat keine Rechte oder eine Beteiligung an der Plattform oder dem erzielten Vermögen des Unternehmens.

 

Overstock befürwortet SEC-konforme ICO Alternative

Overstock CEO Patrick Byrne ist seit langem ein Befürworter der Kryptowährung. Er hat Overstock als ein führendes Unternehmen auf dem Krypto-Markt positioniert. Overstock war eines der ersten großen Unternehmen, das Kryptowährungen akzeptierte. Schließlich wurde Overstock die erste Aktiengesellschaft, die Aktien an einer Blockchain ausgab und handelte.

Byrne hat sich für eine Möglichkeit ausgesprochen, die die ICOs sicherer machen und vor allem den Ansprüchen der SEC genügen. Ihr alternativer Vorschlag zur bisherigen ICO lautet daher ein Security Token Offering (STO).

Investoren können auch in einem Security Token Offering Coins oder Token kaufen. Doch anders als in vielen ICOs, müssen diese Token durch etwas Greifbares unterstützt werden, wie zum Beispiel Vermögenswerte, Gewinne oder Einnahmen des Unternehmens. Sie sind dabei fast genau wie eine Unternehmensbeteiligung, mit dem Unterschied, dass ein Token “programmierbar” ist.

 

 

Polymath unterstützt bei Security Token Offering (STO)

Schätzungen für das Jahr 2020 zufolge wird dem Security Token Offering eine Marktkapitalisierung von 10 Billionen US-Dollar prognostiziert. Polymath, angeführt von Trevor Koverko, will als Katalysator für das Security Token Offering fungieren. Es bietet mit seiner Polymath-Plattform Unterstützung bei der Veröffentlichung von Security Token Offering.

Dabei wird ein umfassendes Serviceangebot bereitgestellt. Von rechtlichen Fragen in verschiedenen Ländern bis hin zum technologischen Prozess, erhalten Unternehmen hier Beratung und Unterstützung. Die freigegebenen Tokens sollen außerdem die KYC / AML-Anforderungen (Know Your Customer / Anti-Money Laundering) und die Wertpapiergesetze erfüllen. Die ERC-20-Schnittstelle für Tokens kann dies nicht vorweisen. Polymath hat somit ein Security Token Standard Protokoll namens ST-20 erstellt und nutzt Smart Contracts.

 

Security Token Offering Fazit

Das Vorgehen der SEC und die Verbote in verschiedenen Ländern hatten dem ICO-Markt einen starken Dämpfer verpasst. Es ist daher zu erwarten, dass Unternehmen in Zukunft zum Security Token Offering wechseln werden. Denn die Security Token können eher mit Wertpapieren verglichen werden. Sie erfüllen die Anforderungen von Regulierungsbehörden und sind damit rechtlich gesehen die sichere Lösung.