SK Telecom und Deutsche Telekom mit Blockchain ID-System

SK Telecom, der größte Telekommunikationsanbieter Südkoreas, und die Deutsche Telekom haben am 21. Februar 2019 eine gemeinsame Kooperation bekannt gegeben. Aus einem Statement von SK Telecom geht hervor, dass die beiden Unternehmen an der Entwicklung einer Blockchain-basierten, mobilen Lösung zur Identifizierung arbeiten. Die finale Vereinbarung über die weitere Zusammenarbeit werden die beiden Unternehmen im Rahmen des diesjährigen Mobile World Congress (MWC) in Barcelona aufsetzen. 

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SKT und Deutsche Telekom Kooperation zur Entwicklung eines Blockchain-Dienstes

Im Rahmen der Kooperation soll die SKT mit T-Labs, der technischen Entwicklung der Deutschen Telekom, zusammenarbeiten. Geplant ist die Entwicklung einer kommerziellen, Blockchain-basierten Plattform (Was ist Blockchain?) zur Identifizierung der Nutzer. Der Service soll sich dabei auf mobile Anwendungen fokussieren. Im Endeffekt sollen mithilfe des Blockchain-Services bestehende Applikationen optimiert werden. Mögliche Anwendungsfälle sind die Legitimierung zur Nutzung einzelner Services, Handelsaktionen und Vertragsabschlüsse. Die SKT teilte der The Korea Times mit, dass das Unternehmen vom Potenzial eines dezentralisierten Services durchaus überzeugt ist. Demnach kann ein Blockchain-basiertes System den Prozess der Kundenlegitimation maßgeblich vereinfachen und somit auch den Zugriff auf verifizierte personenbezogene Daten erleichtern. Laut Oh Se-hyun, dem Geschäftsführer von SKT, kann ein solcher Service in zahlreichen Situationen eingesetzt werden. Hierbei sind einfache Aktivitäten wie der Login in Applikationen oder der Zugang zu abgesicherten Räumlichkeiten nur einfache Anwendungsfälle. Im Rahmen der Kooperation wollen die beteiligten Unternehmen die Innovationen bei der Identifizierung von Kunden maßgeblich vorantreiben. 

Der fünftgrößte Kommunikationsanbieter der Welt, die Deutsche Telekom, und dessen südkoreanisches Pedant, die SK Telecom (SKT), haben eine Kooperationsvereinbarung bekannt gegeben. Die entsprechende Mitteilung veröffentlichte die SKT am 21. Februar 2019 auf der eigenen Homepage. Beide Unternehmen planen demnach die Entwicklung einer Blockchain-basierten und mobilen Lösung zur Identifikation der Kunden. Die finale Vereinbarung wird im Rahmen der MWC 2019 – diese beginnt am 25. Februar 2019 in Barcelona – aufgesetzt. 

Wachsender e-Commerce-Markt erfordert neue Services

Im Zuge der Pressemitteilung gibt SKT auch zu verstehen, dass es im e-Commerce oder bei anderen webbasierten Diensten zahlreiche Interaktionen gibt, welche eine Identifizierung des Kunden erfordern. Insbesondere Daten wie das Geburtsdatum, die Adresse oder die eigene Telefonnummer werden hierbei regelmäßig benötigt. Ein dezentralisiertes und verschlüsseltes Blockchain-System würde die permanente Wiederholung dieser Daten vermeiden und somit eine automatisierte und sichere Verwaltung der persönlichen Daten verbessern. Vor allem auf lange Sicht könnten solche digitalen und sicheren Daten den Bedarf an behördlichen Dokumenten senken – auch Personalausweisen würden somit ihre Daseinsberechtigung verlieren. Ein erster Ausblick auf die erste Entwicklung des geplanten Services geben die beiden Unternehmen im Rahmen der MWC 2019. Beide Unternehmen erwarten, dass die ersten Testnutzer weniger Herausforderungen bei der Validierung ihrer eigenen Identitäten haben werden.  

Die Deutsche Telekom gab vor kurzem bereits die Teilnahme am Projekt Hyperledger bekannt – hierbei handelt es sich um das Projekt der Linux Foundation. Hyperledger wird bereits heute von zahlreichen Unternehmen, etwa IBM, genutzt. Und auch SKT verzeichnet zunehmend mehr Aktivitäten im Distributed-Ledger-Markt. Jüngst unterstützte das Unternehmen den koreanischen Krypto-Handelsplatz Upbit. Zudem veröffentlichte das Unternehmen einen Blockchain-basierten Service zur Vermögensverwaltung sowie eine Plattform zur Unterstützung von Startups aus dem Blockchain-Markt.