Was sind Token? Utility, Security und Equity einfach erklärt

Coin und Token sind nicht das gleiche, auch wenn die beiden gerne mal vertauscht werden. Mit der wachsenden Zahl an Krypto-Projekten, nimmt auch die Anzahl an Begriffen zu. Da scheint die Verwirrung vorprogrammiert zu sein. Doch es gibt einfache Tricks, um den Überblick nicht zu verlieren.

Tokenarten: Security, Utility und Equity Token
Tokenarten: Security, Utility und Equity Token

Token oder Coin?

Zunächst mal sind beides Kryptowährungen. Der Begriff kann jedoch irreführend sein, da eine Währung technisch eine Rechnungseinheit, einen Wertspeicher oder ein Tauschmittel darstellt. Das gilt zwar für Coins, aber nicht zwangsläufig für alle Tokens.

Token sind eine Darstellung eines bestimmten Assets oder Dienstprogramms, das keine eigene Blockchain besitzt, sondern auf eine bestehende angewiesen ist. Tokens können grundsätzlich alles sein, was fungibel oder handelbar ist, von Rohstoffen, Immobilien, Objekten über Treuepunkte bis hin zu anderen Kryptowährungen.

Ein weiterer Unterschied ist der Aufbau und der Aufwand. Das Erstellen von Token ist deutlich einfacher. Da sie auf bereits bestehenden Blockchains agieren, ist es nicht nötig eine eigene zu erstellen. Plattformen wie zum Beispiel Ethereum oder Waves bieten Standardvorlagen an, mit der der Nutzer ihre eigenen Tokens erstellen kann. Diese Funktion ist durch die Verwendung von Smart Contracts möglich. Der bekannteste Token-Standard ist der ERC-20 von Ethereum.

Video: Was ist ein Utility Token, Security Token und Equity Token?

Die Familie wächst stetig: Security, Utility oder Equity Token?

Bei der Unterteilung der verschiedenen Arten ist erneut die Funktion ein wichtiges Kriterium. Die Unterscheidung ist wichtig, weil sie nicht nur unterschiedliche Zwecke erfüllen, sondern auch ganz verschiedenen Auflagen und Regelungen unterliegen. Aktuell gibt es grob 3 verschiedene Arten.

1. Utility-Token

Er ist vergleichbar mit einer reinen Dienstleistungs-Marke. Er gewährt Zugriff auf einen bestimmten Dienst oder eine Plattform. Da das Gesamtangebot begrenzt ist, können sie im Laufe der Zeit an Wert gewinnen, wenn die Nachfrage nach dem Produkt oder der Dienstleistung steigt. Link: Zum Utility Token Artikel.

2. Security-Token

Bei diesem Token handelt es sich um ein Blockchain-Anlageprodukt. Sie bieten keine Eigentumsrechte an dem zugrunde liegenden Unternehmen. Er ist vergleichbar mit einem klassischen Wertpapier. Anleger kaufen ein Wertpapier in der Erwartung, dass es an Wert gewinnen wird, um sie später zu verkaufen und einen Gewinn zu erzielen.

Wie die SEC in ihrem Fall SEC gegen Howey feststellte , gilt ein Finanzprodukt als Wertpapier, wenn folgende Punkte zutreffen:

  1. Der Nutzer investiert Geld
  2. Diese Investition geht an ein Unternehmen oder eine Unternehmensgruppe
  3. Der Nutzer erhofft sich einen Gewinn aus dieser Investition, die aus der Arbeit anderer, in dem Fall von dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern, erwirtschaftet wurde.

Wenn das Unternehmen wächst, gewinnt ebenso der Token an Wert und die Anleger können sie mit Gewinn weiterverkaufen. Der Gewinn, den Security Tokens aus der Leistung eines zugrunde liegenden Unternehmens ziehen, macht sie zu Wertpapieren. Daher fühlen sich öffentliche Behörden wie die SEC verantwortlich und haben strenge Regeln und Auflagen erstellt.

Einige erfolgreiche Security-Token Offerings (STO) sind:

  • Polymath
  • Harbor
  • tZero

3. Equity-Token

Equity Tokens ist die moderne Version einer Aktie. Er repräsentiert einen Anteil am zugrunde liegenden Unternehmen. Wie bei jedem Aktienkauf erwerben die Inhaber vom Prinzip einen bestimmte Prozentsatz des gesamten Unternehmens. Sie haben Anspruch auf einen Teil des Unternehmensgewinns und erhalten ein Stimmrecht über die Zukunft des Unternehmens.

Der einzige wesentliche Unterschied zwischen einem Equity-Token und einer traditionellen Aktie besteht darin, wie das Eigentum erfasst wird. Bei der traditionellen Variante wird der Besitz in einer zentralisierten Datenbank dokumentiert und der Besitzer erhält ein Papierzertifikat. Bei der Token-Variante wird das Eigentum auf einer Blockchain gespeichert. Sie können außerdem in verschiedene Klassen eingeteilt werden. Je nach Klasse unterscheiden sich die Stimmrechte oder der Anteil am Gewinn. Das wird im Vorfeld vom Unternehmen festgelegt, ebenso wie die Gesamtzahl der herausgegebenen Marken.

Bisher gab es nur wenige legitime Equity Token Offerings (ETO). Zum Teil liegt es daran, dass viele Unternehmen eine STO zur Beschaffung von Finanzmitteln vorziehen, weil sie dabei keine Eigentumsanteile aufgeben müssen. Staatliche Behörden wie zum Beispiel die SEC haben sich bisher noch nicht eindeutig festgelegt, wie sie ETOs behandeln wollen. Unternehmen wie das deutsche Startup Neufund bieten bereits ETOs an.