Was ist Enjin (ENJ)?

Der Hype um Non Fungible Token (NFTs) war das beherrschende Thema im Jahr 2020 und darüber hinaus. Digitale Kunst und tokenisierte Vermögenswerte fanden praktisch über alle Branchen hinweg begeisterte Anbieter und Abnehmer.

NFTs, wie beispielsweise die Cryptopunks, erzielten Verkaufserlöse in zweistelliger Millionenhöhe. Im Zuge des Hypes profitierten nicht nur die Anbieter von NFTs, sondern auch die zugrundeliegenden Blockchain-Plattformen.

Was ist Enjin - Titelbild

Eine dieser Plattformen ist Enjin (ENJ). Bereits vor einigen Jahren erkannten die Verantwortlichen hinter dem Projekt das enorme Potenzial von NFTs und schufen mit Enjin eine infrastrukturelle Grundlage. Heute ist das Ökosystem des Blockchain-Projekts ein Branchenführer und bietet einfache Möglichkeiten, um NFTs und FTs zu erstellen und Vermögenswerte zu tokenisieren.

Die wichtigsten Eigenschaften von Enjin im Überblick

Name ENJIN
Kürzel ENJ
Marketcap 1,59 Mrd. US-Dollar*
Rang 70
Gründung 2020
Gründer Maxim Blagov (CEO) und Witek Radomski (CTO)
ICO 2009 (in anderer Form)
Blockchain/Standard Ethereum
Status Online
Website enjin.io
Whitepaper Ja, Whitepaper

*(Stand 31. März 2022)

Wie funktioniert Enjin?

Wichtig zu wissen ist, dass Enjin selbst keine eigene Blockchain betreibt. Vielmehr nutzen die Entwickler hinter dem Projekt Ethereum als Basis für Enjin. Der Enjin Coin – kurz ENJ – ist demnach ein ERC20-Token, welche man bereits von anderen Projekten kennt, die Ethereum als Blockchain nutzen.

Dieser Token-Standard ermöglicht es, dass Enjin plattformübergreifend kompatibel ist und sämtliche Vorteile nutzen kann, die dieser Standard mit sich bringt. Dazu gehört beispielsweise auch die Verwendung in Smart Contracts, aber dazu später mehr.

Enjin selbst ist ein Community-Projekt aus dem Jahr 2009. Damals als Gaming-Plattform gestartet, wurde es schließlich im Jahr 2017 zu einer NFT-Plattform umfunktioniert. Ende 2017 wurden im Rahmen eines Initial Coin Offering (ICO) 18,9 Millionen US-Dollar eingenommen.

Das Geld floss zu großen Teilen in die Entwicklung des Projekts. Enjin nutzte als eines der ersten Projekte überhaupt das Raiden-Netzwerk von Ethereum. Raiden ist die Ethereum-Version des vom Bitcoin bekannten Lightning-Netzwerks. In der Folge nutzten die Entwickler jedoch eine eigene Skalierungslösung namens Efinity.

Aus funktioneller Sicht ist Enjin eine Art Bibliothek für Schnittstellen und Software Development Kits (SDKs) zu verstehen. Es bietet Nutzern also entsprechende Möglichkeiten, um beispielsweise NFTs zu erstellen, Assets zu tokenisieren oder eigene Kryptowährungen auf ENJ-Basis für Games oder Anwendungen zu entwickeln.

Wer Enjin für diese Dienste nutzen möchte, muss entsprechend ENJ kaufen und damit die jeweiligen Dienstleistungen bezahlen. Die verwendeten Coins verschwinden dann vom Markt, was den Coin verknappt und somit wertvoll macht. Zur Token-Ökonomie erklären wir aber im weiteren Verlauf noch etwas mehr.

Welches Problem adressiert Enjin?

Wie erwähnt erkannten die Verantwortlichen hinter Enjin bereits frühzeitig, dass NFTs in der Kunst und beim Gaming einen hohen Stellenwert einnehmen könnten. Zu dem Zeitpunkt waren NFTs jedoch nur ein untergeordnetes Thema und Blockchain Games steckten noch in den Kinderschuhen.

Es gab allerdings praktisch keine ausgereifte Möglichkeit, um NFTs zu erstellen oder eigene Währungen für Games zu entwickeln. Entwickler waren zum Beispiel gezwungen, eigene Blockchain-Projekte ins Leben zu rufen, um simple virtuelle Währungen für Games zu erstellen.

An dieser Stelle setzt Enjin an und wird zum echten Problemlöser. Das Projekt gehört wahrscheinlich zu den umfangreichsten Anwendungen auf der Ethereum Blockchain. Nachfolgend wollen wir daher einmal erklären, wie Enjin diese Probleme löst und welche Funktionen dabei unterstützen.

Wie Enjin die bestehenden Probleme lösen will

Enjin bietet Entwicklern über Schnittstellen und SDKs eine Reihe von Möglichkeiten, wie sie verschiedene Dienstleistungen völlig unkompliziert beanspruchen können. Beispielsweise gibt es Software Development Kits für Unity, Java und Godot. Das macht es Entwicklern besonders einfach, ihre Games mit Enjin zu koppeln, um virtuelle Währungen zu erstellen.

Diese lassen sich wiederum im Spiel von den Gamern verwenden, um digitale Güter oder Upgrades für ihre Charaktere zu kaufen.

Was ist Enjin
Eigene Anwendungen sind mit nur wenigen Zeilen Code ausführbar. Quelle: Press Kit

Apropos digitale Güter: Enjin bietet auch einen digitalen Marktplatz, was ein weiteres Problem löst. Digitale Güter sind optimale Tauschobjekte, welche unter Fans häufig den Besitzer wechseln. Um den Tausch zu ermöglichen, bietet Enjin einen Marktplatz an, auf dem man die Güter anbieten kann.

Mittlerweile befinden sich etwa 10 Millionen einzigartige NFTs auf diesem Marktplatz. Mit Enjin Beam können Schöpfer von digitalen Wertgegenständen ihre NFTs ganz einfach über ein QR-Code System an Empfänger verteilen und somit die Eigentümerschaft übertragen.

Zudem schuf man mit dem Smart Wallet eine der umfangreichsten Wallets der Blockchain-Welt. Die Wallet lässt sich unkompliziert in Anwendungen integrieren, wodurch die Verwaltung der virtuellen Währungen unkompliziert abgewickelt werden kann. Die bereits zuvor beschriebene Skalierungsmöglichkeit Efinity sorgt dafür, dass Transaktionen von ERC20- und ERC1155-Token mit Enjin schnell und praktisch kostenlos sind.

Was ist Enjin Beam
Mit Enjin Beam war es nie leichter, NFTs zu verschicken. Quelle: Enjin Press Kit

Potenzial und Chancen von Enjin

Nun mag man glauben, dass der Erfolg von Enjin eng mit dem Hype von NFTs verbunden ist. Allerdings tut man Enjin mit diesem Gedanken unrecht, denn das Projekt bietet viel mehr Potenzial als nur zur Erstellung digitaler Kunst. Zuerst muss man beachten, dass Enjin in einem Sektor beheimatet ist, der auf eine gigantische Community blickt. Hauptsächlich wird Enjin für Blockchain Games verwendet.

Der Gaming-Sektor ist ein Milliardenmarkt mit Millionen von Spielern. In der jüngeren Vergangenheit erblickten immer mehr Blockchain Games das Licht der Welt und viele dieser Spiele erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn die Zielgruppe ist bereits technisch versiert und schafft somit immer wieder neue Anreize für die Entwickler der Spiele.

Doch Enjin ist längst nicht auf diesen einen Bereich festgesetzt. Grundsätzlich ermöglicht das Projekt die Tokenisierung jedes Guts. Mittlerweile nutzten Anwender Enjin erwiesenermaßen, um reale Kunstwerke, Sneaker oder sogar Immobilien zu tokenisieren. Enjin ist also einer der führenden Problemlöser im Bereich der Tokenisierung – und dieser Bereich steht noch ganz am Anfang einer potenziell großen Zukunft.

Risiken und Herausforderungen

So spannend die zuvor erläuterten Chancen und das Potenzial von Enjin auch sein mag, das Projekt ist nicht frei von Risiken. In dem Zusammenhang haftet auch an Enjin ein Problem, welches viele Krypto-Projekte betrifft: die Austauschbarkeit. Enjin war in seinem Sektor so etwas wie der First Mover, doch das allein ist noch kein Erfolgsfaktor.

Viele andere Projekte können die Open-Source-Lösungen der Blockchain-Technologie nutzen und Enjin nacheifern. Das Projekt ist also keinesfalls frei von Konkurrenz. Aufgrund der mittlerweile großen Community und den vielen Entwicklern, die Enjin nutzen, müsste ein solcher Konkurrent jedoch schon auf ganzer Linie überzeugen.

Die größere Herausforderung ist da vielmehr die unklare Zukunft von NFTs und Blockchain Games. Im Zuge des Hypes erfreute sich Enjin schnell großer Beliebtheit. Doch dieser Hype lag vor allem an digitalen Kunstwerken, welche durch Social Media und Presseberichten gepushed wurden. Es ist davon auszugehen, dass das Interesse an NFTs in Zukunft eher ab- als zunimmt.

Etwas anders sieht das allerdings im Zusammenhang mit Blockchain Games aus. Zwar ist heute auch noch nicht abzusehen, ob sich Videospiele mit Blockchain-Anbindung in Zukunft durchsetzen, allerdings ist das Potenzial enorm. Enjin muss es gelingen, weiterhin die erste Wahl von Spieleentwicklern für virtuelle Ingame-Währungen zu sein.

ENJ Token Ökonomie

Der Enjin Coin hat ein Gesamtangebot von 1.000.000.000 ENJ. Der Coin wird unter anderem dafür verwendet, um eigene Währungen zu prägen. Die dafür verwendeten ENJ werden vollständig vom Markt genommen, wodurch sich das im Umlauf befindliche Angebot verknappt. Dazu muss man die Enjin Coins in Smart Contracts sperren.

Die in einem solchen Mint-Vertrag gesperrten Münzen lassen sich jederzeit durch einen Tausch der geprägten Währung wieder entsperren. Zudem lässt sich der ERC20-Token auch für Käufe auf dem Marktplatz von Enjin verwenden.

Enjin Logo
Der ENJ Token ist zentraler Bestandteil im Ökosystem. Quelle: Enjin Press Kit

Warum ist der Enjin Coin etwas wert?

Der Wert eines jeden Coins ist von einer Reihe von Faktoren abhängig. Entscheidend sind insbesondere die Einbindung des Coins in das Ökosystem eines Blockchain-Projekts, das im Umlauf befindliche Angebot und die Nachfrage nach der jeweiligen Währung. Enjin konnte vor allem zu Beginn des NFT-Hypes enorme Gewinne verzeichnen.

ENJ stieg im Jahr 2021 in der Spitze innerhalb weniger Wochen von 1 US-Dollar auf fast 4,70 US-Dollar. Doch was führte zu diesem Wertanstieg und warum trieben die Käufer den Preis derartig in die Höhe?

ENJ als Token ist tief in das Ökosystem von Enjin integriert. Praktisch jede Dienstleistung und Funktion lässt sich mit dem Token begleichen, beziehungsweise wird zwingend für die Inanspruchnahme benötigt. Je mehr Entwickler Enjin nutzen und je mehr Käufer NFTs und andere digitale Gegenstände auf dem Marktplatz kaufen, desto mehr ENJ benötigen sie.

Zusätzlich werden ENJ gesperrt und verschwinden vom Markt, sobald mit ihnen neue virtuelle Währungen erstellt werden. Dadurch wird das Angebot künstlich verknappt.

Wie zuvor bereits geschrieben, ist Enjin auch keinesfalls neu am Markt und ist im Gaming-Sektor schon seit Jahren zu Hause. Hinter dem Projekt, welches seit 2017 nach einem ICO auf der Ethereum Blockchain gelaunched wurde, stecken Maxim Blagov (CEO) und Witek Radomski (CTO).

In Zukunft könnte die Tokenisierung von realen Gütern einen immer höheren Stellenwert einnehmen. Für jeden dieser Vorgänge werden wiederum ENJ benötigt, was den Wert der Kryptowährung auf lange Sicht sicherstellen könnte.

ENJ Allokation zum ICO

Der Presale des ENJ Token startete im August 2017 und lief bis Mitte September desselben Jahres. Im Oktober 2021 hatten schließlich alle Anleger in Form eines Public Sales die Möglichkeit, den Token zu erwerben. Im Presale gab es einen ENJ Token für 0,03 US-Dollar.

Während des Public Sales kosteten 6.000 ENJ den Preis von 1 ETH. Während der beiden Sales gingen insgesamt 80 Prozent der Token an die Anleger. Die Token-Verteilung von Enjin gliedert sich wie folgt auf:

  • Presale: 40 %
  • Public Sale: 40 %
  • Teams und Berater: 10 %
  • Marketing und Kooperationen: 10 %

Das hinter dem Projekt stehende Team verwendete die zur Verfügung stehenden Mittel wie folgt:

  • Entwicklung: 50 %
  • Marketing: 30 %
  • Sicherheit: 5 %
  • Rechtsberatung: 5 %
  • Hosting und Infrastruktur: 5 %
  • Cash-Reserven: 5 %

Technische Parameter von Enjin

Da Enjin keine eigene Blockchain betreibt, sondern Ethereum als grundlegende Basis nutzt, sind die technischen Parameter jedem Ethereum-Nutzer bereits bestens bekannt. Zum Start im Jahr 2017 war Ethereum noch eine Proof of Work Blockchain, welche im Laufe der Zeit den Wechsel zum Proof of Stake vollzog. Als ERC20-Token besitzt Enjin also keinen „eigene“ Konsensalgorithmus und kann auch nicht gemined werden.

Efinity – Enjins dezentrales Metaverse

Efinity (EFI) ist eine technische Besonderheit, die erneut unterstreicht, wie besonders das Ökosystem von Enjin ist. Bei Efinity handelt es sich um ein Blockchain-Projekt, welches als Sidechain auf der Polkadot Blockchain konzipiert wurde. Aufgrund der guten Erfahrungen mit Ethereum bedienen sich die verantwortlichen Entwickler also erneut einer Blockchain-Plattform als infrastrukturelle Grundlage.

Efinity ist Enjins Versuch, ein dezentrales Metavserse zu erschaffen. Entwickler sollen mit Efinity Anwendungen für die virtuelle Realität erschaffen. Dafür wurde mit dem Efinity Metaverse Fund ein 100 Millionen US-Dollar schwerer Fonds geschaffen.

Enjin arbeitet zusammen mit Parity Technologies und der Web3 Foundation an Efinity. In dem Metaverse von Enjin sollen Benutzer in der virtuellen Realität NFTs erstellen, Blockchain Games spielen und virtuelle Währungen verwalten können. Technisch ist Efinity eine Parachain in Polkadots Relay Chain-Netzwerk. In diesem Netzwerk sind die sogenannten Collator Nodes für den Transaktionsaustausch und die Validierung zuständig.

Für ihre Arbeit erhalten sie im Gegenzug den neuen EFI Token. Aktuellen Benchmarks zufolge schafft Efinity etwa 1.000 Transaktionen pro Sekunde mit einer durchschnittlichen Bestätigungsrate von 6 Sekunden. Der EFI Token ist auf praktisch allen großen Börsen handelbar.

 

Enjin Kooperationen und Partnerschaften

Enjin kann heute bereits einige namhafte Partner aus dem Gaming-Sektor vorweisen. Einige weltweit bekannte Konzerne arbeiten zusammen mit Enjin an NFTs oder der Tokenisierung von realen Gütern. Vor allem für kleinere NFT-Projekte nutzen viele Unternehmen die Dienste von Enjin. Auch Krypto-Unternehmen, wie Binance, Kyber, Swissborg oder Changelly, nutzen Enjin für ihre eigenen Plattformen. Nachfolgend gehen wir einmal genauer auf die wichtigsten Kooperationen ein:

Microsoft

Gemeinsam mit dem Software-Giganten Microsoft hat Enjin ein Browserspiel auf den Markt gebracht. Die Spieler des Videospiels werden durch Erfolge mit NFTs belohnt. Diese NFTs wiederum lassen sich in dem beliebten Spiel Minecraft verwenden. Das gemeinsam entwickelte Spiel heißt Azure Space Mystery und ist ein interaktives Puzzlespiel am Board der Internationalen Raumstation ISS. Mithilfe der EnjinCraft-Technologie lassen sich die Charaktere schließlich von Azure Space Mystery nach Minecraft überführen.

Samsung

Im März 2019 gaben Samsung und Enjin ihre Partnerschaft bekannt, woraufhin der ENJ-Preis stark im Wert stieg. Samsung integrierte den Token in das digitale Wallet seines damals neusten Flaggschiff-Smartphones Galaxy S10. Die konkreten Inhalte der Partnerschaft wurden nicht öffentlich bekannt, zukünftig könnte Enjin aber eine wichtige Rolle im Bereich des Blockchain-Gamings auf mobilen Geräten des Elektronikgiganten einnehmen.

Ubisoft

Enjin und der große Videospielentwickler Ubisoft sind beide Teil der Blockchain Game Alliance und gingen infolge des Blockchain Game Summits 2019 eine Partnerschaft ein. Als Erstes entstand das Blockchaine Game Hashcraft, welches nicht nur vom Namen her an den Spieleklassiker Minecraft erinnert. In einer an Minecraft angelehnten Welt und mit ähnlichem Spielprinzip können Spieler Kreationen erschaffen und diese hochladen und mit anderen teilen. Ubisoft ist einer der Vorreiter im Blockchain Gaming.

Weitere bestätigte Partnerschaften oder Kooperationen:

  • Atari
  • BMW
  • Unity
  • PC Gamer

Blockchain Games in Verbindung mit Enjin:

  • Dissolution
  • War of Crypto
  • Age of Rust
  • AlterVerse
  • Ataris „Vegas City Casino“
  • The Six Dragons
  • Forest Knights
Was ist Enjin
Gleich eine Reihe von Games mit vielen einzigartigen NFTs sind Teil des Ökosystems. Quelle: Enjin Press Kit

Konkurrenz von Enjin

Die Blockchain-Technologie ist erst wenige Jahre alt und bereits heute gibt es unzählige Projekte in den verschiedensten Bereichen. Daher besitzt praktisch jedes Projekt in irgendeiner Form Konkurrenz, da viele Entwickler mit ihren eigenen Blockchain-Projekten Marktanteile für sich beanspruchen wollen.

Auch Enjin ist nicht allein in seinem Marktgebiet. Das auf Ethereum basierende Projekt ist seit jeher in den Top 10 der größten Gaming-Tokens zu finden. Die größten Konkurrenten sind Decentraland (MANA), The Sandbox (SAND) und Gala (GALA).

Enjin Konkurrenz
Die nach Marktkapitalisation größten Konkurrenten von Enjin. Quelle: Coinmarketcap

Wobei man diese Konkurrenzsituation differenziert betrachten muss. Die Gaming Tokens erfüllen quasi alle einen unterschiedlichen Anwendungszweck. Sucht man nach einem Konkurrenten, der unmittelbar dem Funktionsumfang von Enjin gleicht, stößt man eher auf die großen Player wie Solana (SOL) und Tezos (XTZ).

Enjin kämpft aktuell vor allem mit Gegenspielern um Marktanteile, die ebenfalls die einfache Erstellung und den Kauf und Verkauf von NFTs ermöglichen. Doch angesichts der namhaften Konkurrenz wollen sich die Entwickler von Enjin keinesfalls verstecken.

Die Roadmap des Projekts ist randvoll mit innovativen Ideen, um ein vollumfängliches NFT und Metaversum zu entwickeln. Auf lange Sicht soll Enjin für eine Multichain für Non Fungible Token werden. Ein erster Schritt wurde mit dem JumpNet bereits gemacht.

JumpNet ist eine private Ethereum Blockchain, welche die hohen Transaktionskosten der Public Blockchain vergessen machen soll. Mithilfe von Efinity als Prarachain im Polkadot-Ökosystem sollen NFTs schließlich Blockchain-übergreifend handelbar sein. Somit ist Enjin bestmöglich auf den Kampf mit den großen Konkurrenten vorbereitet.

Fazit und Ausblick von Enjin

Enjin ist ein Projekt auf der Ethereum Blockchain, welches vor allem durch den NFT-Hype für Aufsehen sorgte. Mithilfe der vielen Tools und Services des Blockchain-Projekts können NFTs erstellt und gehandelt, eigene virtuelle Währungen erschaffen und Wertgegenstände tokenisiert werden.

Im Laufe der Zeit konnte Enjin einige namhafte Partnerschaften eingehen und blickt auf einige Jahre Erfahrung im Gaming-Sektor zurück. Langfristiges Ziel ist es, neben einer der führenden Anbieter für NFTs auch zur Nummer 1 für Blockchain Games zu werden.

Das Potenzial von Enjin ist zweifellos enorm. Heute gehört das Projekt schon zu den führenden Anbietern im Bereich des Blockchain Gamings. Sollte es Enjin gelingen, dass große Spieleentwickler das Projekt nutzen und in ihre Videospiele integrieren, dürfte Enjin seine Spitzenposition auf jeden Fall weiter behaupten.

Die nächsten Jahre werden zeigen, in welche Richtung es für Enjin weitergeht. Vieles hängt auch davon ab, ob die Menschen weiterhin an NFTs und Blockchain Games interessiert sind. Sollte dem so sein, dürfte Enjin und der ENJ Token noch lange auf den Zetteln von Entwicklern und Anleger stehen.

Autor
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Jens Kerkmann interessierte sich bereits während seines Studiums im Bereich Wirtschaftsinformatik für die Themen Kryptowährungen und Blockchain-Technologie. Bis heute begleitet ihn die Materie in seinem Alltag und Berufsleben und er ist als Autor für Ratgeberartikel und Nachrichten aus dem Blockchain- und Digitalisierungsumfeld tätig.

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