Was ist das Metaverse?

Das Metaverse ist ein virtueller Raum und gilt für viele als die logische Weiterentwicklung des Internets. Genau genommen ist es eine Verbindung aus dem Internet, der virtuellen sowie der erweiterten Realität.

Häufig wird es auch als Web3 bezeichnet. Web1 bis Web3 beschreiben gewisse Evolutionsstufen des Internets, wobei die Übergänge der einzelnen Stufen fließend sind. Experten von Grand View Research prognostizieren den Wert des Metaverse im Jahr 2030 auf 679 Milliarden US-Dollar.

Illustration Mann trägt VR Brille. Überschrift: Metaverse

Um das Metaverse besser zu verstehen, bietet sich ein praktisches Beispiel an. In der allgemeinen Vorstellung ist das Metaverse eine Spiegelung unserer Realität. Es gibt eine virtuelle Welt mit Menschen, Tieren, Natur und einem blühenden Leben.

Wie in der Realität gehen die Menschen einem Alltag nach und die Welt entwickelt sich stetig weiter. Im Metaverse gibt es sowohl Menschen, die die virtuelle Welt in ihrer Freizeit und für den Spaß nutzen, als auch Menschen, die aus finanziellen und gewerblichen Aspekten dort unterwegs sind.

Bereits heute gibt es zudem zahlreiche Unternehmen, die in den Vorläufern des tatsächlichen Metaversums virtuelle Kopien ihres Daseins erstellen. Denn neben Privatpersonen dürften auch viele bekannte Marken die virtuelle Welt als Werbefläche nutzen wollen.

Es wird zudem wahrscheinlich auch nie das eine Metaverse geben, sondern es wird ein großes Universum aus vielen (Metaverse-)Galaxien.

Ähnlich wie das Internet sich nach und nach weiterentwickelt und neben reinen Informationswebseiten auch Shops, Spiele und vieles mehr hervorgebracht hat, dürfte dieser Effekt auch beim Metaversum zu beobachten sein.

Ursprung des Begriffs Metaverse

Der Haupttreiber für den Hype rund um das Metaverse war sicherlich die Umbenennung von Facebook in Meta. Facebooks Gründer Mark Zuckerberg kündigte 2021 an, dass sein Unternehmen ein ganzes Ökosystem rund um das Metaverse bauen will.

Kurzerhand benannte er auch sein Unternehmen in Meta um und gab bekannt, dass er bis zum Jahr 2030 ein gigantisches Metaverse entwickeln lassen will.

Der Begriff Metaverse – oder auf Deutsch Metaversum – ist ein Kofferwort aus „Meta“ („jenseits“) und Universum. Zusammengesetzt beschreiben die beiden Begriffe schon relativ gut, wofür das Metaverse steht: ein (virtuelles) Universum im Jenseits.

Anders, als es viele vermuten, ist der Begriff jedoch nicht neu, sondern erlebte einen plötzlichen Hype. Ursprünglich hat der Autor Neal Stephenson das Metaversum in seinem Sci-Fi-Roman Snow Crash im Jahr 1992 populär gemacht.

Startbildschirm Habitat

Bereits 1985 erfüllte das Videospiel Habitat rückblickend betrachtet viele Eigenschaften des Metaversums und gilt als Urvater dieser virtuellen Welten.

Auch das bekannte Videospiel Second Life basiert in vielen Punkten auf dem Metaverse, ohne jedoch aktiv mit diesem Begriff geworben zu haben.

Größere Bekanntheit erlange der Begriff schließlich durch Blockchain-Projekte, wie Decentraland oder Sandbox, im Jahr 2020, ehe Facebook ein Jahr später einen Hype auslöste.

Wie soll das Metaverse funktionieren?

Das Metaverse lässt sich am ehesten als eine virtuelle Kopie unserer Welt verstehen. Noch lässt sich heute nicht genau abschätzen, wie das Metaverse in einigen Jahren genau aussehen wird.

Fest steht aber, dass wir mittels Hardware auf das Metaverse zugreifen werden. Aber auch hier lässt sich nur spekulieren, wie diese Hardware genau aussehen wird.

Sicherlich spielen VR-Brillen, wie wir sie heute bereits kennen, eine große Rolle. Als Beispiel sei hier Oculus zu nennen, welche für ihre hervorragenden VR-Brillen bekannt sind und bereits vor einigen Jahren von Facebook aufgekauft wurden.

Technisch basiert das Metaverse auf einem Zusammenschluss von Rechenzentren weltweit. Da davon auszugehen ist, dass es nicht das eine Metaverse geben wird, dürften die Betreiber extra für das Metaverse eigene Rechenzentren aufbauen.

Meta forscht beispielsweise zusammen mit NVIDIA an einem Großrechner speziell für das Metaverse. Zu den technischen Hintergründen lässt sich heute allerdings in Summe noch nicht so viel sagen, und die Entwicklung in den nächsten Jahren sollte mehr Klarheit geben.

 

Was kann man im Metaverse tun?

Um diese Frage zu beantworten, ist der jeweilige Blickwinkel ganz entscheidend. Als Privatperson habe ich zahlreiche Möglichkeiten, die sich letztlich in keiner Weise zu den Möglichkeiten der realen Welt unterscheiden.

Egal, ob ich einfach nur meine Freizeit genießen, Menschen kennenlernen, entspannen oder aktiv sein will – alles ist grundsätzlich möglich.

Als Unternehmen, Organisation oder Marke kann ich das Metaverse als potenzielle Möglichkeit nutzen, mein Geschäft zu erweitern und einen völlig neuen Markt betreten.

Insbesondere die Tatsache, dass Unternehmen ihre Produkte virtuell ihren Kunden vorstellen können, ohne, dass die Kunden in der Realität erst zum Unternehmen kommen müssen, dürfte für viele Firmen sehr interessant sein.

Man kann davon ausgehen, dass im Metaverse virtuelle Großstädte entstehen, in denen viele Unternehmen um die besten Flächen kämpfen werden. Privatpersonen können sich in diesen Städten frei bewegen und mit den Unternehmen und der gesamten Umwelt interagieren.

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird sich das Metaverse ähnlich entwickeln wie das Internet. Es wird eine Welt, die auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden zugeschnitten ist.

In irgendeiner Form werden die großen Eckpfeiler des Internets, unter anderem Politik, Unterhaltung, Pornografie, Glücksspiel, Videospiele, Datenaustausch und vieles mehr, auch den Weg ins Metaversum finden.

Urlaub im Metaverse – Das erwartet uns

Welche Unternehmen/ Projekte arbeiten an einem Metaverse?

Inzwischen arbeiten dutzende Unternehmen offiziell an einem Metaverse oder an Technologien und Anwendungen für das virtuelle Universum. Nachfolgend stellen wir die größten und bekanntesten Vertreter und ihre Projekte vor.

Gather: Das Unternehmen Gather hat sich einer der wichtigsten Aufgaben in Bezug auf die Entwicklung des Metaversums gewidmet. Gather will Schnittstellen zwischen dem „klassischen“ Internet und dem Metaverse schaffen, um Menschen interaktiv miteinander zu verbinden.

Bereits heute ist Gather eine beliebte Plattform für interaktive Meetings in einer bunten Pixelwelt. Die Plattform feierte während der Coronapandemie einen wahren Boom. Die Macher möchten ihre Plattform weiter ausbauen, sodass zukünftig ganze Events darüber stattfinden könnten.

Unity: Die Entwickler der legendären Grafik-Engine Unity haben ebenfalls umfassende Pläne für Web3.0 und das Metaverse. Es gibt verschiedene Strategien, wie sich Kunstwerke in Form von NFT-Token in „lebendige“ Kunst für das Metaverse übertragen lassen.

Das ist primär aufgrund von VR und AR kein leichtes Unterfangen, da grafische Gegenstände reibungslos in eine lebendige Umgebung integriert werden müssen. Mit ArtEngine gibt es erste Versuche, wie dieser Transfer gelingen soll.

Dadurch soll es zukünftig möglich sein, NFT-Kunst zu kaufen und im Handumdrehen im Metaverse verwenden zu können.

Tencent: Das chinesische Technologieunternehmen Tencent ist einer der Marktführer im Bereich der Unterhaltungs-, Gaming- und Kommunikationsbranche. Den bisherigen Bemühungen und Äußerungen zufolge, plant Tencent die Nummer 1 unter den Metaverse-Unternehmen zu werden.

Epic Games, die sehr erfolgreiche Spieleschmiede des Unternehmens, arbeitet bereits heute an Projekten im Metaverse. In einer Kooperation mit dem Modelabel Timbaland konnten Fortnite-Spieler in die Welt der Modemarke eintauchen.

Tencent plant, seine erfolgreichsten Software-Produkte in das virtuelle Universum zu überführen. Dazu gehören beispielsweise auch Discord und WeChat. Epic Games dürfte in Tencents Konglomerat der führende Arm sein, der am Metaverse forscht.

Wie im April 2022 bekannt geworden ist, sicherte sich das Unternehmen in einem Deal 2 Milliarden US-Dollar Kapital für den Aufbau eines Metaverse speziell für Kinder und Jugendliche. Das bei Jugendlichen beliebte Spiel Fortnite soll in dem Zusammenhang zentraler Bestandteil der virtuellen Welt werden.

Überdies engagieren sich praktisch alle großen Unternehmen aus dem Technologie- und Unterhaltungsbereich im Metaverse. Die genauen Pläne lassen sich aber nicht immer definieren.

Zu diesen Unternehmen gehören unter anderem Google (Alphabet), Amazon, Apple, Sony, Citigroup, NVIDIA und Snapchat.

 

Unterschiedliche Ansätze des Metaverse

Es ist wichtig zu wissen, dass ein Metaverse in seiner Form und seinem Zweck keinesfalls an bestimmten Charakteristiken geknüpft ist. Das bedeutet, dass es unzählige Ansätze geben kann, wie ein Metaversum aussehen kann.

Ein Blick auf die Projekte in diesem Sektor, die es heute bereits gibt, verdeutlicht dies ausgezeichnet. Beispielsweise dient Decentraland Entwicklern als infrastrukturelle Basis für eigene Welten oder Spiele.

Das Metaverse von Decentraland versteht sich also eher als eine Art Baukasten, welchen andere für ihre Projekte nutzen können.

Meta verfolgt da einen anderen Ansatz. Der Mutterkonzern hinter Facebook will ein vollumfängliches Metaverse entwickeln, in das sich andere Unternehmen einkaufen können.

Nach heutigem Kenntnisstand dürfte Meta die Hoheit über ihr virtuelles Universum behalten. Privatnutzer können diese Welt betreten und in dem (sehr wahrscheinlich) aufregendem Metaverse ihre Zeit verbringen.

Andere Unternehmen können das Metaverse als Werbefläche nutzen oder sogar einen virtuellen Doppelgänger erschaffen, um in einer völlig neuen Welt präsent zu sein.

Ansonsten gibt es noch zahlreiche Unternehmen, die mit einem eigenen Metaversum ihre Stammkunden an sich binden wollen. Starbucks gab bereits im Jahr 2022 bekannt, dass das Metaverse eine der wichtigsten Zukunftsstrategien werden soll.

Das Unternehmen ist einer der Vorreiter im Bereich von NFTs und könnte seine Aktivitäten im Metaverse weiterführen. Denkbar wären virtuelle Filialen für Online-Bestellungen oder innovative Produktpräsentationen.

Apple feilt ebenfalls schon an einem Nachfolger für das iPhone und legt in dem Zusammenhang den Fokus auf AR. Dass das Metaverse ein wichtiger Baustein für kommende AR-Hardware von Apple sein könnte, ist daher nicht weit hergeholt.

Welche Vision haben Unternehmen für ihr Metaverse?

Dieses Thema haben wir zuvor bereits mehrfach angeschnitten. Für Unternehmen dürfte das Metaverse mindestens so spannend sein wie für Privatpersonen. Das liegt primär daran, dass die Unternehmen ihre Kunden auf eine völlig neue Art und Weise erreichen können.

Die Unternehmen, die selbst an einem eigenen Metaverse arbeiten oder Technologien für virtuelle Welten anderer Unternehmen bereitstellen, haben ebenfalls ganz eigene Visionen.

Ganz grob heruntergebrochen gibt es zum einen die Unternehmen, welche eigene Metaversen entwickeln und zum anderen Unternehmen, die bei der Entwicklung helfen oder Technologien und Hardware bereitstellen.

Beispielsweise legt NVIDIA den Fokus auf zweiteres und arbeitet zusammen mit Meta an einem KI-Supercomputer, der in Metas virtueller Welt zum Einsatz kommen soll.

Gleichzeitig will NVIDIA auch durch Innovationen in der 3D-Modellierung Avatare und grafische Elemente für das Metaverse bereitstellen.

Neben Meta, das sicherlich den Plan für das umfassendste Metaverse hat, arbeiten viele andere Unternehmen ebenfalls an einem eigenen Metaversum. Microsoft entwickelt unter anderem derzeit die produktive Arbeitsumgebung Mesh.

In Mesh ist es möglich, ein virtuelles Büro aufzubauen, in dem die Mitarbeiter aus dem Homeoffice heraus zusammenarbeiten können.

ByteDance, das Unternehmen hinter der erfolgreichen App TikTok, arbeitet an einem eigenen Metaverse für digitale Inhalte und auch an passender Hardware.

Zu diesem Zweck investierte ByteDance weit über 700 Millionen US-Dollar in die Entwicklung eines Virtual-Reality-Headsets.

Es lässt sich also festhalten, dass einige Unternehmen an einem virtuellen Universum arbeiten. Die Bandbreite reicht dabei von virtuellen Unterhaltungswelten über Büroumgebungen bis zu komplexen und vollumfänglichen Metaversen.

Welche Technik für das Metaverse?

Das Metaverse setzt ein optimales Zusammenspiel aus Hard- und Software voraus. Um besser zu verstehen, welche Voraussetzungen in den beiden Bereichen gelten und welche Entwicklungen uns erwarten werden, blicken wir im Folgenden gesondert auf die Hard- und Software.

Hardware

Natürlich ist auch die Frage spannend, welche Hardware überhaupt notwendig ist, um das Metaverse zu betreten. Neben der Hardware für die Endnutzer ist zudem auch der Blick auf die Hardware der virtuellen Welt(en) selbst sehr interessant.

Obwohl sich das Metaverse noch jahrelang in der Entwicklungsphase befinden wird, steht mehr oder weniger bereits fest, welche Hardware benötigt wird, um ins Metaverse einzutauchen.

Eine wichtige Rolle werden zweifelsohne Brillen und andere Wearables spielen. VR-Brillen sind bereits heute weitverbreitet und der Ausgangspunkt für den Eintritt in die virtuelle Realität.

Einige Hersteller haben sich auf die Entwicklung solcher Brillen spezialisiert. Die meisten dieser Brillen legen den Fokus jedoch auf das Gaming. Allerdings ist davon auszugehen, dass nach und nach auch Hardware für den Trend Metaverse entwickelt werden.

Neben der Hardware für die Endnutzer arbeiten viele Unternehmen auch an passender Hardware für das Metaverse selbst. Aus infrastruktureller Sicht dürfte das Metaverse auf ähnlichen Säulen stehen wie das Internet.

Große Rechenzentren liefern die benötigte Rechenleistung für die Netzwerke, wobei man zwischen zentralen und dezentralen Netzwerken unterscheiden muss.

Insbesondere die Blockchain-Technologie könnte durch den dezentralen Ansatz gigantische Rechnernetzwerke schaffen, die praktisch grenzenlose Möglichkeiten für Anwendungen und Software jeder Art bieten.

VR Brille Metaverse
VR-Brillen sind das Eingangstor zum Metaverse

Software

Apropos Software: Neben der Hardware ist die Software das Herzstück des Metaversums. Zweifelsohne arbeiten Entwickler bereits heute an Anwendungen für das Metaverse oder beobachten den Markt zumindest sehr genau.

Trendforscher und auch die Experten von Meta sind sich einig, dass das Metaverse in den nächsten 10 Jahren zum Megatrend werden kann.

Daher ist es nur logisch, dass Entwickler entsprechende Software für die integralen Sektoren des virtuellen Universums entwickeln werden.

Noch ist unklar, wie Meta oder andere Unternehmen ihr Metaverse gestalten. Denkbar wären unter anderem offene Welten, in denen die Nutzer direkt mit ihrer Umwelt (und demnach direkt mit der Software) interagieren könnten.

Wer beispielsweise im Casino spielen will, besucht ein Casino in der virtuellen Welt. Alternativ dazu wären auch zentrale Ausgangspunkte (wie Google im Internet) denkbar, von denen man Anwendungen ausführen kann.

Da es wahrscheinlich nicht DAS eine Metaverse geben wird, läuft es womöglich auf eine Kombination aus offenen Welten, einzelnen Anwendungen und zentralen Ausgangspunkten hinaus. Zum heutigen Zeitpunkt lässt sich das jedoch noch nicht genau klären.

Chancen und Risiken für das Metaverse

Chancen

Schon heute erklären einige Experten, dass das Metaverse unseren Alltag und die Interaktion zwischen Menschen und Unternehmen komplett verändern könnte.

In gewisser Weise träumt der Mensch bereits seit Jahrzehnten von einer virtuellen Welt, in der sich jeder eine zweite Existenz erschaffen kann.

In diesem virtuellen Universum erwarten uns zahlreiche Möglichkeiten, wie wir unsere Zeit verbringen können. Es gibt fast keinen Bereich, der sich nicht in irgendeiner Weise ins Metaverse spiegeln lässt.

Für uns Menschen könnte das Metaverse unser Zusammenleben völlig verändern. Wir müssten nicht erst in ein Flugzeug steigen und Stunden lang bis ans andere der Welt reisen. Ein kurzer Befehl würde genügen und wir befinden uns an einem anderen Punkt und bei anderen Menschen im Metaverse.

Gleichzeitig schafft die virtuelle Welt auch Raum für Aktivitäten, die ansonsten immer nur kleinen Gruppen von Menschen vorbehalten waren.

So könnten wir ganz einfach Karten für ein virtuelles Konzert einer Band buchen und das Konzert anschließend mit hunderttausenden oder sogar Millionen von Menschen verfolgen.

Auch unseren Alltag kann das Metaverse erheblich vereinfachen. Unser nächster Shopping-Trip setzt keine Fahrt in die Stadt voraus, sondern führt unkompliziert in das Metaverse.

Mithilfe modernster Technik können wir dort neue Schuhe an unseren Füßen oder neue Klamotten am Körper anprobieren.

Sofern uns etwas gefällt, werden die entsprechenden Produkte anschließend zu uns nach Hause geliefert. Vor allem Unternehmen könnten somit von einem völlig neuen Vertriebskanal profitieren.

Risiken und kritische Stimmen

Doch nicht nur positive Stimmen begleiten das Metaverse. Kritiker sehen in der virtuellen Welt die Gefahr, dass sie uns komplett vereinnahmen könnte.

Mit der Zeit dürfte die Technik immer ausgereifter sein. Modefilialen im Metaverse zeigen uns mittels modernster Technologie beispielsweise, wie ein neuer Pullover an uns aussehen würde – und das ohne, dass wir überhaupt das Haus verlassen müssen.

Gleichzeitig könnten unsere sozialen Kontakte leiden, da wir uns nur noch mit virtuellen Personen treffen könnten.

Zudem birgt eine virtuelle Kopie von uns und unserer Welt auch die Gefahr, dass unser reales Ich und unsere Charaktereigenschaften darunter leiden könnten.

Einerseits ist es zwar spannend, dass wir uns ein zweites Leben aufbauen können, andererseits besteht die Gefahr, dass wir nicht mehr zwischen realer und virtueller Welt unterscheiden können.

Wer beispielsweise im Metaverse reich, erfolgreich und beliebt ist, diese Eigenschaften jedoch nicht in der Realität zutreffen, könnte auf Dauer unglücklich und unzufrieden werden.

Es sind also fast ausschließlich emotionale Gründe, die Kritiker äußern und die zurecht ein Faktor werden können.

Da sich das Metaverse noch in einem sehr frühen Stadium befindet, lässt sich natürlich noch nicht absehen, welche ökologischen Folgen ein so gigantisches Netzwerk wie das Metaverse hat.

Wahrscheinlich wird sich erst in einigen Jahren zeigen, ob die heutige Kritik gerechtfertigt ist.

Metaverse mobiles Telefon Geldmünzen

Wie kann ich mit dem Metaverse Geld verdienen?

Es gibt praktisch unzählige Möglichkeiten, wie man mit dem Metaverse Geld verdienen kann. Bereits heute haben viele Entwickler den Megatrend Metaverse erkannt und überlegen sich passende Software für die virtuelle Welt.

Wer also programmieren kann und gute Ideen hat, was das Metaverse unbedingt benötigt oder welches Problem es zu lösen gibt, kann eine Menge Geld verdienen.

Sobald das virtuelle Universum konkreter wird, könnte es einen Hype auslösen und Start-ups in diesem Sektor könnten ins Blickfeld größerer Unternehmen geraten.

Aber auch jeder, der nicht programmieren kann, kann mit dem Metaverse Geld verdienen. In dem Zusammenhang sind kreative Ideen gefragt. Es wird so etwa einen großen Markt für Wearables geben.

Für diese wiederum dürfte passendes Zubehör, wie Brillenetuis, Schutzhüllen oder Reinigungstücher, sehr gefragt sein.

Ansonsten werden in ein paar Jahren immer mehr Unternehmen in das Metaversum eintauchen wollen, die dann passende Beratungsangebote suchen.

Wer sich also gut mit dem Metaverse auskennt und sich genau informiert, kann sein Wissen in Form einer Beratungsleistung zu Geld machen.

Eine andere Möglichkeit, mit dem Metaverse Geld zu verdienen, sind Investitionen in Projekte aus diesem Sektor. Ein wichtiger Baustein für das virtuelle Universum ist die Blockchain-Technologie.

In diesem Bereich existieren zahlreiche Projekte mit ambitionierten Plänen, in die man investieren kann. Zu den größten Metaverse-Projekten im Krypto-Space gehören:

Bleibt noch die Investition in Firmen, die direkt oder indirekt mit dem Metaverse zu tun haben. Die Rede ist von Metaverse-Aktien. Mit ihnen kann man, ohne selbst unmittelbar mit dem Metaverse zu tun zu haben, Geld mit der virtuellen Welt verdienen.

Wie kann ich ein virtuelles Grundstück im Metaverse kaufen?

Zunächst einmal müssen wir klären, was man überhaupt kauft, wenn man ein Grundstück im Metaverse erwerben möchte.

Jede Grundstücksfläche ist ein NFT. Dadurch hält der Besitzer einen eindeutigen Nachweis darüber, dass er das virtuelle Stück Land erworben hat.

Wie wir bereits geklärt haben, gibt es nicht nur ein einziges Metaverse. Daher gibt es das gekaufte Stück Land natürlich nur in dem jeweiligen Metaverse, in dem man sich gerade befindet. Doch wie kaufe ich überhaupt ein Land in dem virtuellen Universum?

Fakt ist, dass man die meisten Grundstücke nur mit Kryptowährungen kaufen kann. Das Geld muss sich in einer Wallet befinden, mit der das virtuelle Land anschließend gekauft werden kann.

Neben dem Metaverse selbst, stellen viele Entwickler auch passende Marktplätze bereit, auf denen der Handel mit den Landflächen ermöglicht wird. In der Regel reicht es aus, die eigene Wallet mit den Marktplätzen zu verbinden, um anschließend virtuelles Land kaufen zu können.

Neben den eigenen Marktplätzen der Metaversen ist das häufig auch auf bekannten NFT-Marktplätzen, wie OpenSea, möglich.

Spielt die Zukunft im Metaverse?

Nicht ohne Grund hat Facebook seinen Namen in Meta umgeändert. CEO Mark Zuckerberg hat eine klare Vision und dürfte nur einer von vielen Konzernen sein, die den Megatrend erkannt haben.

Es ist davon auszugehen, dass Zuckerberg diesen Schritt nicht unbedacht gegangen ist und sich umfassend beraten lassen hat.

Das Ergebnis der vielen Beratungen intern sowie mit Experten und Trendforschern hat ihn letztlich zu diesem Schritt bewogen.

Spielt sich also die Zukunft im virtuellen Metaverse ab?

Trotz der ambitionierten Pläne, bis ins Jahr 2030 ein gigantisches Metaversum zu errichten, dürfte es abermals eine ganze Weile länger dauern, bis das Metaverse wirklich fester Bestandteil unseres Alltags ist, wie das Internet heute.

Zweifelsohne ist das Potenzial enorm und die Frage, ob das Metaverse kommt oder nicht, stellt sich schon gar nicht mehr. Es ist einfach die logische Weiterentwicklung unseres technologischen Fortschritts.

Unklar ist jedoch, ob das Metaverse nur eine Ergänzung oder sogar integraler Bestandteil unseres Alltags wird. Das hängt im Wesentlichen auch von der Entwicklung im Bereich Soft- und Hardware ab.

Das virtuelle Universum könnte einen ähnlichen Entwicklungsverlauf nehmen wie das Internet. Zunächst nur für Teilbereiche interessant, hat es sich zum Mittelpunkt unseres Lebens entwickelt.

Zum heutigen Zeitpunkt lässt sich allerdings nur erahnen, dass das Metaverse mal einen ähnlichen Stellenwert erreichen kann wie das Internet. Das Potenzial ist allerdings zweifelsohne vorhanden.

Autor
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Jens Kerkmann interessierte sich bereits während seines Studiums im Bereich Wirtschaftsinformatik für die Themen Kryptowährungen und Blockchain-Technologie. Bis heute begleitet ihn die Materie in seinem Alltag und Berufsleben und er ist als Autor für Ratgeberartikel und Nachrichten aus dem Blockchain- und Digitalisierungsumfeld tätig.

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