Der Blockchainwelt Wochenrückblick

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Die Welt der Kryptowährungen und Blockchain wurde in den vergangenen sieben Tagen stark von zunehmender Adoption der CBDCs geprägt. Außerdem nahm Elon Musk Stellung zu ausufernder Zensur auf Twitter und machte ein Angebot zum Erwerb der Plattform.

Elon Musk will Twitter kaufen und Dogecoin integrieren

Bereits seit mehreren Wochen häuft sich indirekte Kritik an Twitter seitens Elon Musk. Der Geschäftsmann hält die Plattform für zutiefst undemokratisch. Mit dieser Meinung steht er nicht allein da.

Das beweist auch eine Umfrage, die er zu diesem Thema auf Twitter startete.

Das Problem sei die Verletzung des Prinzips der freien Rede. Auf eine Frage an seine Follower, was man daraufhin tun solle, gab es verschiedenste Antworten.

Besonders beliebt war Musks eigener Vorschlag: Eine neue Plattform zu errichten, welche die schwerwiegenden Probleme löst.

Ähnliche Ambitionen entwickelten sich bereits in den unterschiedlichsten Kreisen und führten zur Entstehung einiger neuer Kurznachrichtendienste wie Gab, Gettr oder dem von Donald Trump erschaffenen Truth Social.

Bisher gelang es jedoch keiner dieser Plattformen, Twitter wirklich zu ersetzen. Musk kam daher auf eine andere Idee. Er möchte den Platzhirsch Twitter einfach übernehmen. Dafür erwarb er jüngst 9,2 Prozent der Aktien des Unternehmens.

Die Investition in Höhe von 2,89 Milliarden US-Dollar macht Musk zum größten Anteilseigner ohne Rolle im Unternehmen. Vor drei Tagen machte er darüber hinaus einen Vorschlag zur vollständigen Übernahme von Twitter.

Für einen Preis von 43 Milliarden US-Dollar will Musk nun 100 Prozent des Unternehmens erwerben. Dort schreibt er:

Ich biete an, 100 % von Twitter für 54,20 US-Dollar pro Aktie zu kaufen.

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Warum will Musk Twitter kaufen?

In der Erklärung nimmt er außerdem Stellung dazu, warum er Twitter erwerben möchte.

Ich habe in Twitter investiert, weil ich das Potenzial als Plattform für die freie Meinungsäußerung auf der ganzen Welt sehe, und ich glaube, dass die freie Meinungsäußerung ein gesellschaftliches Gebot für eine funktionierende Demokratie ist.

Außerdem fährt er fort:

Seit meiner Investition ist mir jedoch klar geworden, dass das Unternehmen in seiner jetzigen Form weder florieren noch diesem gesellschaftlichen Ziel dienen wird. Twitter muss in ein privates Unternehmen umgewandelt werden.

Seine Twitter-Anteile erwarb Musk am 29. Januar. Ungefähr zwei Monate später begann er, seine Anhänger über Twitter zu konsultieren. Aktuell liegt der Preis der Aktie bei 45,08 US-Dollar.

Um Twitter zu dem zu machen, was es laut Elon Musk sein soll, müssten einige Veränderungen eintreten. Musk will Twitters Quellcode dafür offenlegen und Zahlungen mit dem Dogecoin integrieren. Durch diese Maßnahme könne man das Vertrauen in die Plattform zurückgewinnen.

Der mögliche Erwerb von Twitter diene laut Musk als Investition in eine freie Gesellschaft, während sie laut eigener Aussage keinen monetären Nutzen hätte. Dass es zu einer Einigung zwischen Twitter und Musk kommt, gilt als ausgeschlossen.

Cardano-Gründer Charles Hoskinson machte daher das Angebot, in Zusammenarbeit eine dezentralisierte Alternative zu Twitter zu erschaffen. So könne man auch staatliche Handhabe über ein zentralisiertes Unternehmen wie Twitter verhindern.

Mastercard entwirft Krypto-Kreditkarte mit Nexo und DiPocket

Das Kreditkartenunternehmen Mastercard kooperiert mit zwei Krypto-Unternehmen. Das Dreigespann entwickelt zusammen eine Krypto-Kreditkarte. Diese bringt eine komplett neue Funktion auf den Markt.

So ist es Nutzern nicht nur wie bisher möglich, die eigenen Kryptowährungen zur Zahlung über die Kreditkarte zu verwenden. Obendrein können sie ihre Kryptos als Sicherheit hinterlegen, um so einen Kredit zu nehmen.

Das neue Produkt ist sowohl in physischer, als auch in virtueller Form zu haben und startete bereits in 29 europäischen Ländern – dazu zählt auch Deutschland. Schon länger führen Visa und Mastercard ein Wettrennen um die Krypto-Adoption.

Während Visa zuletzt eine schnellere Entwicklung erreichte, gelingt Mastercard durch die neue Funktionalität nun ein Vorsprung. Das Unternehmen will seine Entwicklungen in der Branche beschleunigen. Jegliche Details zu den Konditionen der Kreditkarte findest du in unserem Beitrag.

Nexo, DiPocket und Mastercard haben eine Kryptokreditkarte entwickelt

Brasilien startet Pilotprojekt mit CBDC noch 2022

Während das Interesse vieler Staaten an CBDCs wächst, kündigte Brasilien bereits die Einführung der eigenen CBDC an. Der digitale Real soll an die Fiatwährung des Landes gekoppelt sein und noch 2022 der Öffentlichkeit zugänglich werden.

Dann startet das südamerikanische Land ein Pilotprojekt, auf welches voraussichtlich die vollumfängliche Integration der CBDC folgt. Auch Schweden führt bereits ein Pilotprojekt mit der eKrona durch.

Zwar erkennen die Behörden viele eigennützige Vorteile, die Implementierung der Währung sei jedoch aufwändig. Ob der Nutzen dafür groß genug sei, ist noch in der Diskussion.

CBDC: Brasilianische Zentralbank will „digitalen Real“ einführen

Will Japan Negativzinsen durch CBDC erzwingen?

Auch Japan arbeitet an einer CBDC. Der digitale Yen beendete eine Testphase am 22. März erfolgreich. Eine weitere Testphase soll noch im April starten. Sie weitet das Projekt um zusätzliche Funktionen aus und soll zur Fehlerbehebung dienen.

Während das digitale Zentralbankgeld bei vielen Staaten äußerst beliebt ist, gilt es abseits von Behörden als Instrument zunehmender Überwachung und Unterdrückung. So könne man durch CBDCs Negativzinsen ohne großen Aufwand erzwingen.

Die japanische Zentralbank dementierte allerdings, dass sie dieses Ziel jemals verfolgen würde. Die Öffentlichkeit würde eine solche Idee viel zu negativ auffassen.

Allerdings kommt die Vermutung nicht von Ungefähr. Erst kürzlich warnte die japanische Zentralbank vor den Gefahren von Kryptowährungen und forderte eine schnelle Reaktion der G7, um eine Entkräftung des aktuellen Fiatsystems abzuwenden.

Japans Zentralbank – Pläne zum digitalen Yen angepasst

Wo steht der Kryptomarkt Mitte April?

Der Bitcoin fiel in den letzten sieben Tagen von über 43.000 US-Dollar auf knapp 40.400 US-Dollar. Ethereums Kursbewegung ist nahezu identisch. Aktuell liegt ETH bei einem Wert von ungefähr 3.040 US-Dollar.

Bitcoin Kurs 10 April bis 17 April
Bitcoin-Kurs der letzten sieben Tage

Einigen Kryptowährungen gelang früher oder später eine Abkopplung vom leicht negativen Bitcoin-Kurs. Dazu zählen Shiba Inu, Bitcoin Cash, Monero, ApeCoin und EOS.

Der eindeutige Wochensieger ist das Kyber Network – eine DeFi Handelsplattform, auf der sich zudem ein passives Einkommen durch die Bereitstellung von Liquidität oder durch das Halten der eigenen Kryptowährung KNC generieren lässt. KNC legte in den vergangenen sieben Tagen um 25 Prozent zu.

Auch Audius konnte gut abschneiden, gewinnt im gleichen Zeitraum 10,7 Prozent und schafft es dadurch unter die Top 100 der Kryptos nach Marktkapitalisierung.

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Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

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