Was ist Theta (THETA)?

Die Übernahme des Streaming-Diensts Twitch durch Amazon sorgte vor ein paar Jahren für Aufsehen. Mittlerweile ist klar, dass der Shopping-Gigant mit dem Kauf der Plattform genau den richtigen Riecher hatte.

Streaming ist ein Milliardenmarkt und erfreut sich großer Beliebtheit. Der Trend ist inzwischen auch in der Blockchain-Welt angekommen und mit Theta existiert ein Projekt, welches genau auf diesen Sektor setzt.

Wir erklären, wie das Streaming über die Blockchain funktioniert und was Theta so besonders macht.

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Die wichtigsten Eigenschaften von Theta im Überblick

Theta (THETA) ist ein dezentrales Streaming-Netzwerk, wurde im Jahr 2018 veröffentlicht und konnte ein Jahr vorher in einer Finanzierungsrunde 20 Millionen US-Dollar durch einen Private Token Sale einnehmen.

Seit jeher wurde Theta genau von der Community beobachtet, da unter anderem Steve Chen (Mitgründer von YouTube) und Justin Kan (Mitgründer von Twitch) als Berater mit an Board waren.

Ebenso betreiben Google, Samsung und Sony Enterprise Validator Nodes. Hinter Theta stehen also eine Reihe prominenter Namen.

Name Theta
Kürzel THETA
Marketcap
Rang
Gründung 2017
Gründer Mitch Liu und Jieyi Long
ICO 2017
Blockchain/Standard PoS-Blockchain
Status Online
Website https://thetatoken.org/
Whitepaper Ja, Whitepaper

*(Stand heute)

Wie funktioniert Theta?

Bei dem dezentralen Streaming-Netzwerk Theta sollen die Nutzer durch finanzielle Anreize motiviert werden, ihre Rechenleistung mit der Gemeinschaft zu teilen. Der Betrieb eines Streaming-Netzwerks erfordert gigantische Mengen Rechenleistung, welche in der zentralisierten Welt nur von Tech-Giganten aufgebracht werden kann.

Theta basiert auf einem Netzwerk mit verteilter Rechenleistung, welches Videostreaming, Datenaustausch und Cloud-Dienste ermöglicht. Ziel ist es, Content Creator mit ausreichend Rechenleistung zu versorgen, um hochauflösende Streams ohne Qualitätseinbußen an die Zuschauer ausliefern zu können.

Vor allem das Problem der „Letzten Meile“ soll sich durch Theta lösen lassen – aber dazu später mehr. Die Theta Blockchain basiert auf einem Proof-of-Stake und das Netzwerk setzt sich aus sogenannten Validator und Guardian Nodes zusammen.

Teil der Plattform sind zwei Token, die jeweils unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. THETA ist der Governance Token der Plattform. TFUEL ist das Zahlungsmittel und ähnelt dem von Ethereum bekannten GAS.

Welches Problem löst Theta?

Jeder von uns kennt das Problem: Ein entspannter Abend auf dem Sofa endet mit ruckelnden Streams, weil entweder die eigene Leitung oder die Server des Streaming-Diensts streiken.

Insbesondere zu Stoßzeiten geraten die Netzwerke der Streaming-Dienste schnell an ihre Kapazitätsgrenzen und verpixelte Videos auf den Bildschirmen der Zuschauer sind die Konsequenz.

Dieses Problem will Theta lösen. Mitch Liu und Jieyi Long, die Gründer von Theta, machten sich bereits als Entwickler von anderen Technologien, wie Instant Replays in Videospielen und Virtual-Reality-Live-Streaming einen Namen.

Mit ihrem gemeinsamen Projekt wollten sie eines der bekanntesten und offensichtlichsten Probleme des Streamings lösen. Grob umfasst wird das durch ein verteiltes Peer-to-Peer-Netzwerk erreicht.

Zu Stoßzeiten können Netzwerkteilnehmer Rechenleistung bereitstellen und erhalten im Gegenzug einen monetären Ausgleich. Generell löst Theta ein Problem, an dem sich viele Nutzer bekannter Streaming-Dienste stören.

Google, Amazon und Co beanspruchen den Großteil der durch die Creator erzielten Gewinne für sich. Aus Sicht der Gründer des Blockchain-Streamings ist das nicht gerecht.

Übersicht Enterprise Validator Nodes Theta
Übersicht Enterprise Validator Nodes, Quelle: Thetatoken.org

Wie sollen die Probleme gelöst werden?

Theta verfolgt sowohl in der allgemeinen Ausrichtung als auch aus technischer Sicht einen ganz eigenen Weg, um die Probleme zu lösen.

Das dezentrale Streaming-Netzwerk schafft ein gerechtes System, in dem Zuschauer für die Nutzung der Plattform, Streamer für das Erstellen von Content und Netzwerkteilnehmer für das Bereitstellen von Rechenleistung finanziell belohnt werden.

In vielen Bereichen unseres Planeten ist der Breitbandausbau noch immer rückständig und Teile der Bevölkerung können schlicht aufgrund langsamer Internetverbindungen kein Online-Streaming nutzen.

Auch in Deutschland gibt es noch viele Landstriche, die noch meilenweit vom Glasfaserausbau entfernt sind. Die Entwickler der Plattform haben ein Anreizsystem geschaffen, welches die Nutzer für die Verwendung der Plattform belohnt. Sie erhalten TFUEL, wenn sie Videos schauen oder ungenutzte Bandbreite mit dem Netzwerk teilen.

Das technische Rückgrat der Blockchain bilden Validator Nodes, welche neue Blöcke validieren, Guardian Nodes, welche das Netzwerk überwachen und fehlerhafte Nodes erkennen und Edge Nodes, welche Rechenleistung liefern und TFUEL als Belohnung erhalten.

Ein Multi-Level-Byzantine-Fault-Tolerant-Konsensmechanismus ermöglicht die Verarbeitung von 1.000 Transaktionen pro Sekunde. Überdies revolutioniert ein aggregiertes Signature Gossip Scheme die Art und Weise, wie die Knoten untereinander Informationen austauschen.

Für die nahe Zukunft ist mit TDROP zudem ein neuer Token geplant. Der Token ist Teil von ThetaDrop, einem dezentralen NFT-Marktplatz.

Die Anbindung an den Streaming-Dienst der Plattform ermöglicht einerseits das Streaming größerer NFT-Drops, andererseits können Streamer ihre in Videospielen errungenen NFTs direkt auf dem Markt anbieten oder neue NFTs dort erwerben.

Gleichzeitig ist für das Jahr 2022 auch eine Bridge zu Ethereum geplant, um eine direkte Konnektivität zu den großen dApps der Blockchain-Plattform zu gewährleisten.

Potenzial und Chancen von Theta

An den Beispielen Netflix und Twitch ist ziemlich gut zu erkennen, welches enorme Potenzial in den Bereichen Video-on-Demand und Livestreaming steckt.

Doch die genannten Plattformen beanspruchen enorme Rechenkapazitäten für sich, weshalb die Unternehmen dahinter einen großen Teil der erwirtschafteten Einnahmen in Anspruch nehmen.

Die riesigen Rechenzentren verschlingen viel Geld für Hardware, Wartung und Sicherheit. Theta verfolgt mit seinem dezentralen Ansatz einen völlig neuen Weg, welcher letztlich die Nutzer und Creator seiner Plattform in den Vordergrund stellt.

Theta belohnt nicht nur die Creator für ihre Arbeit, auch die Nutzer können sich durch das regelmäßige Schauen der Streams GFUEL verdienen. Dadurch entsteht ein leistungsstarkes Netzwerk, welches dafür sorgt, dass selbst in den entlegensten Orten der Erde hochauflösendes Streaming möglich ist.

Noch steht Theta ganz am Anfang, doch bereits heute nennt das Unternehmen einige der größten Filmstudios als Partner auf der eigenen Website.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass diese sich auf lange Sicht von Hollywood und Netflix losreißen und eigene Streaming-Plattformen hochziehen wollen. Theta wäre das sicherlich eine der besten Alternativen als technische Grundlage.

Auch der stark wachsende Sektor des Livestreamings spielt eine große Rolle. Derzeit führt an Twitch und YouTube noch kein Weg vorbei. Allerdings wachsen die Zuschauerzahlen bei theta.tv kontinuierlich.

Der Plattform muss es gelingen, starke Creator in der eigenen Community zu fördern und guten Content zu belohnen. Wenn das gelingt und die Community wächst, könnte Theta den großen Rivalen ernsthafte Konkurrenz machen.

Logo von theta.tv Quelle: Media Kit

Risiken und Herausforderungen

Damit das Streaming-Netzwerk von Theta funktioniert, muss eine essenzielle Voraussetzung geschaffen werden: Die Community muss wachsen.

Das ganze Netzwerk basiert darauf, dass Nutzer der Plattform ihre Rechenleistung mit anderen teilen. Theta steht in direkter Konkurrenz mit den großen Streaming-Anbietern.

Den Verantwortlichen hinter der Plattform muss es also gelingen, möglichst viele Nutzer anderer Plattformen von Theta zu überzeugen. Das bedarf nicht nur einer guten Marketing-Strategie, sondern ist auch sehr kostenintensiv.

Auch wenn Theta praktisch keine Zahlen veröffentlicht, dürfte die Plattform trotz der geringen Hardware-Kosten für ein eigenes Rechenzentrum viel Geld in anderen Bereichen verschlingen (Personal für Prüfungen der Streams, Copyright und Recht, Marketing, Anreize für Zuschauer und Streamer).

Um langfristig erfolgreich sein zu können, muss das technische Ökosystem von Theta zur besten Option für neue Streaming-Netzwerke werden.

Damit das funktionieren kann, ist es jedoch unumgänglich, dass gleichzeitig eine große Menge Zuschauer von den etablierten Plattformen abwandern, um ausreichend Rechenkapazität liefern zu können.

Theta Token-Ökonomie

Wie bereits mehrfach zuvor erwähnt, existieren mit TFUEL und THETA zwei Token im Ökosystem der Plattform. Bald kommt ein Dritter mit TDROP hinzu. Die allgemeine Funktionsweise der beiden erstgenannten Token ist derer anderer Blockchain-Plattformen sehr ähnlich.

TFUEL ist – wie der Name im Ansatz schon vermuten lässt – der Treibstoff der Plattform. Der Token lässt sich zur Einrichtung von Nodes oder zum Aufsetzen für Smart Contracts verwenden. Zudem wird TFUEL an die aktiven Zuschauer ausgezahlt.

THETA ist der Governance Token des Ökosystems. Der Token lässt sich staken, indem man einen Validator oder Guardian Node aufsetzt. Diese Nodes kosten pauschal 10.000.000 (Validator) oder 100.000 (Guardian) THETA, die in einem Smart Contract während des Betriebs gesperrt sind.

Für das Staken ihrer THETA erhalten die Node-Betreiber TFUEL als Belohnung. Neben dem Staking gibt es allerdings auch die Möglichkeit, Content zu erstellen oder Videos und Streams zu schauen.

Um hier allerdings ein gutes passives Einkommen aufzubauen, ist eine sehr aktive Nutzung der Streaming-Plattform vorausgesetzt.

Anzahl Coins
Max. Coins
Allokation Coins 30 % Private Sale, 7,49 % Entwicklerteam, je 12,5 % Netzwerkdienste & Partner, 1,23 % Berater und 36,28 % Theta Labs
Handelsvolumen
Marktdominanz 0,12 %
Distanz zum ATH

* Stand heute

Warum ist THETA etwas wert?

Wer sich noch nicht intensiv mit Theta befasst hat, wird vielleicht nicht auf Anhieb das Zusammenspiel der Token im Ökosystem der Plattform verstanden haben.

Doch insbesondere THETA schaffte es immer wieder in die Schlagzeilen, da der Token zeitweise von Rekord zu Rekord springen und immer neue Höchststände erreichen konnte.

Doch was genau macht THETA so wertvoll? Zum einen wird der Token zum Staken benötigt, zum anderen berechtigt er, über die zukünftige Entwicklung der Plattform mitzuentscheiden.

Theta lebt als Plattform von wichtigen Entscheidungen in der Community. Das liegt daran, weil bereits kleinste Veränderungen große Auswirkungen auf die Beliebtheit einer Streaming-Plattform haben können.

Theta hinkt noch weit hinter den großen Streaming-Plattformen her und hat noch eine Menge Boden gut zu machen. Enthusiasten, die großes Potenzial in der Plattform sehen, investieren daher in THETA, um aktiv an der Entscheidungsfindung zu helfen und das Projekt voranzutreiben.

Überdies ist der Token jedoch auch für alle Anleger interessant, welche einfach nur an dem Erfolg des dezentralen Streamings partizipieren wollen. Da sich THETA staken lässt, ist der Token für Anleger interessant, die sich ein passives Nebeneinkommen aufbauen wollen.

THETA Token Allokation zum ICO

Insgesamt existieren 1.000.000.000 THETA, welche allesamt pre-mined sind und Ende 2017 ausgeteilt wurden. Das Team hinter Theta nahm auf diese Weise 20 Millionen US-Dollar ein.

Gleichzeitig ging ein Teil der Token auch an die Entwickler, wodurch sie in der Folge durch die Wertsteigerung weiter profitieren und die Entwicklung der Plattform finanzieren konnten.

Im Zuge des ICOs wurden die THETA Token wie folgt aufgeteilt:

  • Private Sale: 30 % des Gesamtangebots wurde zwischen September und Dezember 2017 an private Anleger ausgeteilt. Sie hatten die Möglichkeit, insgesamt 300.000.000 THETA für je 0,067 US-Dollar zu erwerben.
  • Team: 7,49 % der Token gingen an das Entwicklerteam. Mit den Token sollte eine finanzielle Grundlage geschaffen werden, um das Projekt langfristig zu finanzieren. Zunächst waren die Token noch bis Januar 2019 gesperrt. Zu dem Zeitpunkt lag der Wert eines Tokens bei ungefähr 0,07 US-Dollar.
  • Netzwerkdienste und Partner: Jeweils 12,5 Prozent waren für die Netzwerkdienste und Partner (u. a. Node-Betreiber) reserviert.
  • Berater: Für ihre beratende Tätigkeit erhielten ausgewählte Experten 1,23 % aller THETA Token.
  • Theta Labs: 36,28 % verblieben im Besitz von Theta Labs, dem Unternehmen hinter Theta.

Technische Parameter von Theta

Nachfolgend ein paar relevante, technische Daten und Informationen zu Theta. Zudem erklären wir die wichtigsten Teilbereiche des Blockchain-Projekts.

Beschreibung
Token THETA, TFUEL, TDROP
Konsens Proof of Stake mit Multi-Level BFT
Infrastruktur Eigenständige Blockchain

Multi-Level Byzantine Fault Tolerant (BFT)

Um einen gemeinsamen Konsens zwischen den Nodes im Netzwerk zu erzielen, verwendet Theta einen Multi-Level BFT. Dieser mag zunächst komplex klingen, ist in der Theorie jedoch recht einfach zu beschreiben.

Man muss wissen, dass der Konsens auf zwei Ebenen erzielt wird. Die erste Ebene bilden die Validator Nodes, also Knotenserver von Theta selbst und von den strategischen Partnern (Google, Samsung etc.).

Diese produzieren im ersten Schritt eine Kette von abgerechneten Blöcken und leiten sie weiter an die Guardian Nodes.

Die Guardian Nodes validieren die vorgeschlagenen Blöcke, indem die sich gemeinsam auf den Hash der sogenannten Checkpoint-Blöcke einigen.

Der Multi-Level BFT ermöglicht ein performantes Netzwerk und löst gleichzeitig das „Blockchain-Trilemma“.

Es bietet durch unzählige Validator und Guardian Nodes ausreichend Dezentralität, der mehrstufige Konsensmechanismus ist sehr sicher und die schnelle Auswahl der Blöcke durch die wenigen, aber vertrauenswürdigen Validator Nodes erzielt einen skalierbaren Konsens, der 1.000 Transaktionen pro Sekunde möglich macht.

 

Aggregated Signature Gossip Scheme

Wie beschrieben validieren die Guardian Nodes die vorgeschlagenen Blöcke. Von diesen Knoten gibt es jedoch tausende im Netzwerk, weshalb ein zuverlässiges und schnelles Kommunikationsprotokoll gefunden werden musste.

Würde ein einziger Knoten Informationen mit allen anderen teilen, würde ein immenser Kommunikationsaufwand entstehen. Die Lösung für dieses Problem ist das Aggregated Signature Gossip Scheme.

Der Name des Kommunikationsprotokolls beschreibt seine Funktionsweise schon ganz gut, denn es basiert auf den typischen Eigenschaften von Gossip (dt. „Klatsch und Tratsch“).

Ein Knoten teilt seine Informationen nur mit seinen Nachbarn, welche die Informationen wiederum nur an ihre Nachbarn im Netzwerk „weitertratschen“.

Dadurch teilt ein Knoten nur mit wenigen anderen seine Informationen aus und kommuniziert nicht mit jedem Knoten aus dem ganzen Netzwerk.

 

Micropayment-Pool

Wie zuvor bereits beschrieben, werden Zuschauer auf theta.tv für das Schauen von Streams und Videos mit TFUEL belohnt. Insbesondere zu Hochzeiten entstehen dadurch etliche Transaktionen pro Sekunde.

Um die Blockchain skalierbar zu halten, wurde ein Mechanismus integriert, um die vielen Transaktionen Ressourcen-schonend zu verarbeiten. Das Problem wurde durch eine Layer-2-Lösung behoben, welche unter anderem auch schon bei der World Poker Tour (WPT) zum Einsatz kam.

Theta Kooperationen

Insbesondere eine Partnerschaft verhalf Theta in der Vergangenheit für viel Presse. Im Jahr 2020 gaben Theta und Google eine offizielle Kooperation bekannt. Der Suchmaschinengigant und der Streaming-Anbieter schlossen eine Übereinkunft und profitieren auf mehreren Ebenen voneinander.

Der Cloud-Dienst von Google wurde zum bevorzugten Anbieter erklärt und Nutzer, die einen Node im Netzwerk von Theta betreiben wollen, können dies direkt über den Marketplace von Google tun.

Im Gegenzug erklärte sich Google bereit, als vertrauensvoller Partner einen Validator Node zu betreiben. Andere bekannte Betreiber der Validator Nodes sind unter anderem Bridge Tower Capital, Sony und Binance.

Auch mit dem Elektronikkonzern Sony besteht eine Partnerschaft. Das Unternehmen hinter Theta, Theta Labs, soll im Auftrag von Sony zwei dreidimensionale NFTs für Sonys Spatial Reality Display entwickeln.

Dabei handelt es sich um einen speziellen Monitor, welcher ohne Spezialbrille dreidimensionale Objekte anzeigen kann. Theta hat sich zu einem der führenden Entwickler von NFTs gemausert und auch der eigene NFT-Marktplatz ist sehr beliebt.

Im April 2022 wurde bekannt, dass die US-Fernsehshow American Idol zum zwanzigjährigen Jubiläum eine NFT-Kollektion auf ThetaDrop veröffentlichen will.

 


Auch mit dem deutschen Software-Unternehmen SAP besteht eine experimentelle Partnerschaft. Das Unternehmen aus Walldorf untersucht, inwiefern Theta in Unternehmensstrukturen zum Einsatz kommen kann.

Der Softwarearchitekt Andrew Lunde von der SAP bewertete Theta als performanter als andere Blockchain-Netzwerke wie Ethereum und sah mehrere potenzielle Einsatzgebiete für Thetas Offchain-Micropayment-Pool.

Überdies umfasst das Ökosystem von Theta derzeit mehrere Dutzend Unternehmen, welche Theta als Plattform oder Teilbereiche des dezentralen Streamings nutzen.

Eine Auswahl von Thetas Partnern

Theta Konkurrenz

Während Theta in der Blockchain-Welt praktisch konkurrenzlos ist, steht das Projekt im direkten Wettbewerb zu den großen Streaming-Diensten von Alphabet und Amazon.

YouTube und Twitch sind die unantastbaren Marktführer im Streaming-Sektor. Dass die Konkurrenz in dieser Branche enorm ist und selbst andere Weltkonzerne chancenlos sind, zeigen einige Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit.

Metas (Facebook) eigener Streaming-Dienst spielt keine wirkliche Rolle und auch Microsofts Versuch, mit Mixer, YouTube und Twitch vom Thron zu stoßen, scheiterte kläglich.

Theta hat allerdings einen großen Vorteil, den die anderen Plattformen nicht haben. Aufgrund des dezentralen Ansatzes verfolgt die Plattform ein völlig anderes Konzept, was den Creatorn und Zuschauern zugutekommt.

Während auf den großen Plattformen Zuschauer Premiumvorteile nur über Bezahldienste erhalten und die Creator-Teile ihres Verdienstes an die Plattformen abgeben, erhalten sie im Netzwerk von Theta den Großteil ihrer Einnahmen.

Die Zuschauer werden für eine aktive Nutzung der Plattform ebenfalls in Form des TFUEL Token belohnt.

Doch ein Blick auf die Zahlen verrät, dass die Kluft zwischen Theta und den großen Konkurrenten noch gewaltig ist. Auf Twitch tummeln sich mehrere Millionen Creator, welche zusammen in den letzten 10 Jahren mehrere Milliarden Stunden Videomaterial produzierten.

Der Zuschauerrekord liegt aktuell bei 3,3 Millionen Zusehern in einem einzigen Stream. Theta ist von diesen Zahlen noch weit entfernt und die Top-Streamer können lediglich wenige Hundert Zuschauer anziehen.

 

Fazit

Unterbrechungsfreies Streaming, Creator, die im Vordergrund stehen, und Zuschauer, die für das Schauen von Streams bezahlt werden – was sich wie ein Traum anhört, ist mit Theta Realität geworden.

Die dezentrale Streaming-Plattform sorgte in der jüngeren Vergangenheit für viele positive Schlagzeilen in der Krypto-Welt.

Doch haben sich die Erfinder des Projekts in einen Sektor gewagt, welcher von YouTube und vor allem Twitch dominiert wird. Vor Theta liegt eine ganze Menge Arbeit, um den großen Plattformen ernsthafte Konkurrenz machen zu können.

Technisch funktioniert Theta bereits wunderbar, doch noch fehlt der ganz große Durchbruch außerhalb der Blockchain-Welt.

Sollte der Plan der Theta-Gründer aufgehen, könnte die Plattform den Streaming-Sektor revolutionieren.

Autor
Autor

Jens Kerkmann interessierte sich bereits während seines Studiums im Bereich Wirtschaftsinformatik für die Themen Kryptowährungen und Blockchain-Technologie. Bis heute begleitet ihn die Materie in seinem Alltag und Berufsleben und er ist als Autor für Ratgeberartikel und Nachrichten aus dem Blockchain- und Digitalisierungsumfeld tätig.

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