Zen Protocol | Effizientes, dezentrales Finanzsystem

Zen Protocol, ein Anbieter von Blockchain Lösungen, kündigte gegen Ende 2017 an eine sichere Peer-to-Peer Finanzplattform auf einer öffentlichen Blockchain zu schaffen. Heute, etwa 8 Monate später, ist das Unternehmen endlich soweit und brachte vor wenigen Tagen seinen Mainnet Genesis Block der eigenen Blockchain auf den Markt.

 

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Zen Protocol Logo @zenprotocol.com

 

Das Zen Protocol Team und seine Ziele

Zen Protocol ist ein Smart Contract Unternehmen mit Sitz in Tel Aviv. Das Kern-Team besteht aus drei Personen: Adam Perlow (CEO), Nathan Cook (CTO) und Sharon Urban (Leitender Entwickler). Ziel des Unternehmens ist es den Handel mit digitalen Assets zu erleichtern und den Nutzern die volle Kontrolle über ihre Vermögenswerte zurückzugeben.

Für Broker und große Unternehmen mit entsprechend geschultem Personal ist es keine besondere Herausforderung sich frei zu bewegen und potentiell lukrative Geschäfte abzuwickeln. Sie sind mit der Bürokratie und den Fallstricken des Finanzsystems sehr wohl vertraut. Interessenten, die ihr Geld anlegen möchten, müssen sich daher oftmals an Broker oder die eigene Hausbanken wenden.

Zen Protocol sieht sich als Plattform für Finanzinstrumente. Dabei wird der Einsatz eines Vermittlers aufgehoben, da die Blockchain selbst diese Aufgabe übernimmt. Damit bietet die Plattform gleich mehrere Funktionen in einem:

  • Trading Floor
  • Broker
  • Tool zur Erstellung von Assets, wie zum Beispiel Anleihen oder Derivate

Ähnlich wie Bitcoin die Nutzer von Banken und anderen zentralen Finanzinstituten unabhängig gemacht hat, möchte Zen Protocol dies für die Sicherung und den Handel von Vermögenswerten erreichen.

 

Die Funktionsweise von Zen Protocol

Das Zen Protocol verwendet eine eigene Blockchain, deren Codebasis auf F#, C# und ZF# erstellt wurde. Wie das Unternehmen erklärt, ist ZF# eine Art Dialekt in Anlehnung an F*, die von Microsoft und Inria entwickelt wurde.

Die Zen Blockchain läuft parallel zur Bitcoin Blockchain und kann auf deren Entwicklung reagieren. Somit agiert es in bestimmten Punkten ähnlich wie eine Sidechain zur Bitcoin Blockchain. Die Plattform verwendet außerdem Smart Contracts, die in F* geschrieben werden. Sie werden verwendet, um Vereinbarungen und Handelsbefehle umzusetzen und Geld treuhändisch zu verwahren.

Das Zen Protocol erlaubt außerdem den Einsatz von Oracles. Hierbei handelt es sich um intelligente Vertragsfunktionen, die reale Ereignisse analysieren und auf diese reagieren können. Nutzer können ebenfalls leicht digitale Assets für jeden beliebigen Wert erstellen, unabhängig davon ob es Aktien, Krypto- oder andere Vermögenswerte sind. Die Erstellung von Derivaten ist ebenfalls möglich. So kann ein Nutzer beispielsweise festlegen, dass eine bestimmte Menge an Bitcoins verkauft werden soll, wenn der Kurs einen bestimmten Mindestwert erreicht hat.

 

 

Vorteile gegenüber anderen Plattformen

Neben den bereits erwähnten Besonderheiten bietet das Zen Protocol seinen Nutzern noch viele weitere Funktionen und Vorteile:

  • Active Contract Set: Die Plattform berücksichtigt nur “aktive” Smart Contracts. Wird ein einmal formulierter Vertrag nicht mehr benötigt, kann er deaktiviert werden. Das entlastet die Knoten und spart Ressourcen. Da die Smart Contracts ihren Status nicht miteinander teilen, führt das zu einer höheren Sicherheit und erlaubt die parallele Ausführung von verschiedenen Contracts. Dadurch ist das System deutlich effizienter und schneller.
  • Ressourcen-Verifizierung: Ethereum kann im Gegensatz zu Bitcoin komplexe Smart Contracts verarbeitet, ist jedoch weniger effizient als Zen Smart Contracts. Ethereum verwendet für die Verarbeitung von Transaktionen Gas. Das Problem dabei ist, dass im Vorfeld nicht exakt bekannt ist, wie viel Gas zur Durchführung der Transaktion benötigt wird. Wurde zu wenig Gas gezahlt, läuft die Transaktion ins Leere. Im Zen Protocol wird dieses Problem gelöst, durch Ressourcen Verifizierung. Jeder Smart Contract kann im Vorfeld beweisen, wie viele Berechnungen für die Durchführung notwendig sind.
  • No-VM: Da Zen Protocol seine Smart Contracts kompiliert, um die Codes leichter verarbeiten zu können, braucht das System keine Virtual Machine. Das führt zu einer schnelleren Verarbeitung von Transaktionen und erhöht damit auch den Durchsatz.
  • Multi-Hash Mining: Es erlaubt mehrere Hash-Funktionen des Proof of Work Minings parallel zu verwenden. Jede Hash-Funktion hat ihre eigene Difficulty, die sich im Laufe der Zeit anpasst, um ein Hash-Funktionsverhältnis zu erreichen. Die Zen Token Inhaber können darüber abstimmen, wie das Verhältnis sein soll und welche Hash-Funktion den nächsten Block abbauen soll. Damit wird verhindert, dass zu viele Blöcke mit einer Funktionen abgebaut werden, wodurch es zu einer starken Erhöhung der Schwierigkeit kommen würde. Die Folge wäre eine Verlangsamung der Blockrate.