Schweizer Seba Bank führt NFT-Verwahrung ein

Das Wichtigste in Kürze

  • Die auf Krypto-Werte spezialisierte Schweizer Seba Bank führt neuen Service zur NFT-Verwahrung für ihre Kunden ein
  • Der neue Depot-Service kann sowohl von privaten als auch institutionellen Kunden genutzt werden
  • Es können alle auf Ethereum basierende NFT-Werte verwahrt werden, auch Werte aus berühmten Sammlungen wie Bored Ape Yacht Club oder CryptoPunks

Die Schweizer Seba Bank, die als Spezialbank für Krypto-Assets gegründet wurde, hat ihr Angebot erweitert und kann jetzt auch einen Depot- und Verwahrservice für NFT-Werte anbieten.

Auch wenn dies nicht der optimale Zeitpunkt für diesen Service zu sein scheint, da der NFT-Markt deutlich eingebrochen ist und augenscheinlich immer weniger Leute NFTs kaufen.

Stimmt, die Verkaufszahlen und Umsätze sowie die Werte der NFT-Werke sind in diesem Jahr dramatisch eingebrochen.

Das wöchentliche Handelsvolumen für NFT-Werte ist dieses Jahr seit Jahresbeginn bis September um nahezu 98 % eingebrochen, und es wird nicht besser, die Volumen fallen weiter.

Dennoch scheint dies der Erstellung von NFT keinen Abbruch zu tun, denn nahezu täglich erblicken neue Kollektionen das Licht der Welt und warten auf solvente Interessenten.

Schlechte Zeiten für den NFT-Markt?

Auch die Preise, für die ehemals sehr stark nachgefragten NFT-Werke und Sammlungen sind ins Bodenlose gefallen.

Stellenweise fielen sie um über 90 % und für viele im Markt angebotene Werke gibt es gar keine Gebote, die sind also aktuell unverkäuflich und somit praktisch wertlos.

Da ist der Zeitpunkt für diesen neuen Service eher suboptimal. Da aber die Seba Bank die Depotlizenz, die die Grundlage zum Anbieten von der NFT-Verwahrungen ist, erst Ende des Jahres 2021 von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA erhalten hatte, kann erst jetzt der Service angeboten werden.

Wir glauben, dass digitale Assets, einschließlich NFTs, in den kommenden Jahren an Akzeptanz gewinnen und selbst von traditionellen Finanzdienstleistern zunehmend akzeptiert werden.

Urs Bernegger

Co-Leiter Märkte und Anlagelösungen bei der Seba Bank

Die Seba Bank ist jedoch davon überzeugt, dass der NFT-Markt eine wichtige Rolle in der Finanzwirtschaft der Zukunft spielen wird.

Und diese Einschätzung wird auch von einer wichtigen Tatsache gestützt. Denn trotz des extremen Preisverfalls ist das Interesse an NFT-Werten weiterhin hoch. Obacht vor NFT-Scams sein dennoch geboten.

So ist die Anzahl der NFT-Wallets in diesem Jahr gestiegen und hat sich nahezu verdoppelt, von etwa 3,4 Millionen Wallets im Januar 2022 auf über 6,1 Millionen im September 2022.

Anleger bleiben investiert

Viele der Anleger halten ihre ehemals teuren NFT-Werte und andere nutzen den Preisverfall zum Einstieg in den Markt.

Bei den geringen Preisen für etwa CryptoPunks kann man sich das eine oder andere NFT-Werk kaufen und ins Depot legen, eine Preissteigerung ist da durchaus wahrscheinlich.

Nach Angaben der Seba Bank sehen die den NFT-Markt weiter gereift. Etliche institutionelle Investoren haben neue NFT-Fonds aufgelegt und es werden neue Projekte im NFT-Segment finanziert.

Die Seba Bank orientiert sich bei ihrem Angebot zur NFT-Verwahrung an üblichen Vorgaben von regulären Depotbanken, und adressiert dies mit der Hervorhebung der Sicherheit und Integrität von NFTs, gerade auch für professionelle und institutionelle Anleger.

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Zug in der Schweiz gilt offiziell als „Crypto-Valley“

Die Seba Bank im Schweizer Crypto-Valley in Zug

Die meisten Menschen verorten das Herz der Krypto-Community nach Ost-Asien, etwa Südkorea oder Singapur.

Aber die Region mit der größten Unterstützung von Krypto-Firmen und Angeboten liegt im kleinen Schweizer Kanton Zug, dem offiziellen Crypto-Valley.

Zug, ist der kleinste Kanton der Schweiz, mit gerade mal 130.000 Einwohnen, wovon 30.000 im gleichnamigen Hauptort, der Stadt Zug leben. Eingebettet zwischen Zugersee und Zugerberg liegt er in der Zentralschweiz, etwa 37 km von Zürich entfernt.

Zug ist zwar der kleinste Schweizer Kanton, gilt aber als der reichste. Und hier haben sich viele Krypto-Anhänger eingefunden, die Zug insbesondere dank weniger Regulierungen als Rückzugsort betrachten.

In Zug wurde im Jahr 2014 einer der weltweit ersten Bitcoin-Geldautomaten aufgestellt. Die Stadt Zug war die Erste auf der Welt, die bereits im Jahr 2016 den Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel akzeptierte.

Und hier in Zug wurde im April des Jahres 2018 die Krypto-Bank „Seba Crypto“ gegründet, heute einfach Seba Bank, ohne Crypto, aber immer noch auf Krypto-Assets spezialisiert.

Kurz nach der Gründung wurde in einer Investitionsrunde das Startvermögen in Höhe von 100 Millionen Schweizer Franken eingesammelt und im September 2018 die Banklizenz beantragt.

Nur 18 Monate später, im November 2019, wurde der „Seba Crypto“ Bank von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA die Banklizenz erteilt und das Bankgeschäft gestartet.

Ende 2021 erhielt die Seba Bank von der FINMA eine Lizenz als „Certified Information Systems Auditor“, die es der Bank jetzt ermöglicht, einen institutionellen Depotdienst anzubieten.

Die Seba Bank hat in ihrer Geschäftspolitik eindeutig das Ziel, eine Brücke zwischen der modernen Krypto-Community und der klassischen Bankenwelt zu bauen.

Damit sind sie Vorreiter für viele Finanzmarktdienstleister und Banken, sowohl aus der klassischen Finanzwelt als auch der Krypto-Welt, die eine Kombination aus Angeboten sowohl für Fiat-Geld als auch Kryptowährungen anbieten.

Autor

Als ausgebildeter Finanzberater und Reisekaufmann sowie Hobby-Journalist, mit zahlreichen Veröffentlichungen in verschiedenen Zeitungen, bin ich heute als Autor für touristische Beiträge und Reiseführer genauso zu Hause, wie in der Finanzwelt. Das Thema Kryptowährung fasziniert mich schon seit Jahren und ich habe bereits unzählige Artikel geschrieben, die auf verschiedenen Kryptoportalen und in etlichen Magazinen veröffentlicht wurden.

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