Schweiz: Rückzugsort dank weniger Kryptoregulierungen

Die Schweiz ist zum bevorzugten Standort für Krypto-Börsen geworden. Die Regierung hat ein günstiges Regulierungssystem geschaffen, das es Kryptounternehmen leicht macht, sich in der Schweiz niederzulassen. Dadurch können sie effektiver mit den Nachbarländern verhandeln, von denen viele für ihre Haltung zu Kryptowährungen bekannt sind.

Blick über Lugano

Schweiz im Spannungsfeld zwischen kryptofreundlich und kryptofeindlich

Während die Schweiz für Blockchain- und Kryptofirmen nach wie vor attraktiv ist, zeigen Berichte, dass sich viele Firmen dafür entscheiden, ihre Geschäfte in europäischen Ländern mit milderen Vorschriften zu betreiben.

Die Unterschiede zwischen kryptofreudigen und kryptofeindlichen Ländern werden immer deutlicher. Kryptowährungen könnten bald als Vermögenswerte auf globaler Ebene reguliert werden, da die Regierungen beginnen, zu überlegen, wie sie die Regulierung von digitalen Vermögenswerten und insbesondere von Kryptowährungen angehen werden.

Auf der einen Seite der globalen digitalen Kluft stehen Länder wie die Schweiz, Singapur, die Vereinigten Arabischen Emirate und El Salvador. Auf der anderen Seite finden sich China, Indien, Iran sowie das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten.

Vor allem Länder wie die Schweiz und Singapur ergreifen proaktiv Maßnahmen, um den Wandel zu bewältigen. Es gibt jedoch noch viel zu tun.

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Der Vorreiter Schweiz

Die Schweiz ist eine der Top-Destinationen für die Ansiedlung von Krypto-Unternehmen. Wie der Bericht zeigt, zeigen immer mehr neue Unternehmen Interesse am bereits bestehenden Krypto-Ökosystem der Schweiz.

Schweizer Politiker erwärmen sich für die Blockchain-Technologie. Der Finanzminister des Landes und eine große Wirtschaftsorganisation haben diese Woche während des Weltwirtschaftsforums in Davos eine Veranstaltung zum Thema Blockchain organisiert.

Lugano: Immer noch die Krypto-Hauptstadt von Europa?

Wie im März berichtet, rühmt sich die Stadt Lugano damit, die Hauptstadt für Kryptowährungen in Europa zu sein.

Lugano, eine Stadt am Ufer des Luganer Sees in an der Grenze zu Norditalien, die für ihre schweizerische Landschaft und ihr angenehmes Klima bekannt ist, hat sich mit Tether zusammengetan, um Investitionen in das neue Kryptozentrum zu locken. Dies ist Teil der Bemühungen der Schweiz, ein Krypto- und Blockchain-Zentrum im Land aufzubauen.

Vor kurzem haben das britische Unternehmen Copper.co und Bitpanda eine Kryptobörse in Zürich eröffnet. Zu Beginn dieses Jahres schränkten die Finanzaufsichtsbehörden den Betrieb von Krypto-Unternehmen in Großbritannien ein.

Sie setzten Fristen für die Registrierung und infolgedessen haben viele Unternehmen ihre Anteile aufgekauft und sind in die Schweiz umgezogen.

So hat Copper.co die behördliche Genehmigung erhalten, institutionelle Anleger beim Einstieg in den Bereich der digitalen Vermögenswerte zu unterstützen. Der CEO Dmitry Tokarev sagte dazu folgendes:

Die Schweiz als Pionierstandort für digitale Vermögenswerte ist ein idealer Ausgangspunkt, um unsere Präsenz auf dem europäischen Festland auszubauen.

Weniger Regulierungen in der Schweiz

Im Gegensatz zu den meisten Ländern, deren Finanzaufsichtsbehörden weitgehend von der Zentralbank und politischen Entscheidungsträgern mit sehr begrenzten Kenntnissen der Kryptoindustrie gesteuert werden, verfügt die Schweiz über ein System von Selbstregulierungsorganisationen. Laut Swissinfo.ch:

Die Schweizer SRO fungieren als Schaltstelle zwischen den Finanzunternehmen und der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma).

Privatbanken und Vermögensverwalter legen ihre eigenen AML-Standards fest, was zu milderen Strafen und höheren Kosten für die Einhaltung der Vorschriften führt. Die Finanzaufsichtsbehörde beaufsichtigt diese Banken.

Was ist der Sinn dahinter?

Dies ist ein weitaus effizienteres und flexibleres System für Kryptobörsen, die in den USA und anderen restriktiven Ländern weitgehend so behandelt werden wie traditionelle Börsenmakler und Banken.

Die Schweiz verfügt über elf Selbstregulierungsorganisationen, die für Kryptounternehmen offen sind. Diese Organisationen erleichtern den Kryptounternehmen die Geschäftstätigkeit im Land, da einige Länder versuchen, gegen Kryptowährungen vorzugehen.

Autor

Eva Steinmetz zeigt großes Interesse an den Themen Krytowährungen, Tokenisierung und Künstliche Intelligenz zur Optimierung von bereits bestehenden Systemen, wie der Immobilien- oder Finanzbranche. In diesem Zuge liegt ein Fokus auf die Veränderungen zur Regulierungen der Kryptowährungen weltweit.

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