NFT erstellen – Schritt für Schritt Anleitung

Non-fungible Tokens zählen seit zwei Jahren zu den lukrativsten Investitionen der Kryptowelt.

Nicht nur für Investoren und Sammler sind NFTs eine lohnende Anlage, sondern auch die Künstler hinter den Bildern profitieren von dem Hype.

Wie Du, als Künstler, Dein erstes NFT erstellst, und welche Plattform sich besonders dafür eignet, erklären wir Dir in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung.

NFT

Definition und Grundlagen

Da mit der kurzen Erklärung in der Einleitung für Neulinge nicht direkt klar sein dürfte, was ein NFT eigentlich genau ist, wollen wir den Begriff zunächst einmal in ganz einfachen Worten definieren.

Die deutsche Übersetzung von NFT lautet „nicht austauschbare Wertmarke“. Sie sind also digitale Einzelstücke, die es in der Form lediglich ein einziges Mal gibt.

Im Gegensatz dazu stehen beispielsweise andere Token wie die native Währung Ether (ETH) von Ethereum. Zu einem bestimmten Zeitpunkt existieren Millionen von ETH, die alle den gleichen Wert haben. NFTs existieren lediglich ein einziges Mal und der Wert des Tokens ist individuell.

Heute existieren NFTs in unterschiedlichen Formen. Dazu gehören beispielsweise digitale Kunstwerke, Sammelkarten und digitalisierte Wertgegenstände wie Sneaker, Uhren oder seltene Sammlerstücke.

Designstudios bringen ganze Kollektionen mit tausenden oder zehntausenden NFTs heraus, welche sich durch einzigartige Merkmale unterscheiden. Daher sind bestimmte Sammlerstücke einer Kollektion häufig erheblich teurer als andere.

In der Regel ist die Erstellung der NFTs bei solch großen Kollektionen automatisiert, sodass möglichst zufällig die einzigartige Kunst entsteht.

Technisch „liegen“ diese einzigartigen Token auf einer Blockchain und sind eindeutig über eine Adresse abrufbar.

Um einen greifbaren Fall aus der realen Welt zu betrachten, wäre ein Fungible Token beispielsweise ein Fünfzig-Euro-Schein und ein Non Fungible Token wäre ein Gemälde von Picasso.

Wie erstellt man ein NFT?

Puma, Coca Cola, Meta, Disney, eBay, Nike und viele mehr – die Liste der Unternehmen, die eigene NFTs herausbringen, ist schier endlos.

In der Regel entstehen die digitalen Einzelstücke in Kooperation mit Künstlern oder Studios. Entweder in Eigenregie oder mithilfe von Experten werden die erstellten NFTs auf die Blockchain gebracht. Dieser Prozess ist sehr wichtig und wird als „Minting“ bezeichnet.

Die Herausgeber von NFTs kündigen vor allem bei größeren Kollektionen häufig schon Monate im Vorfeld den Termin an, an dem die Einzelstücke gemintet werden.

Natürlich hört es sich zunächst sehr technisch an, ein eigenes Kunstwerk auf die Blockchain zu bringen, doch dieser Prozess ist einfacher als man zunächst vermuten mag.

Um den Prozess genau zu verstehen, gehen wir ihn einmal Schritt für Schritt anhand eines fiktiven Beispiels durch;

  1. Schritt: Ein digitales Einzelstück erstellen

Natürlich sollte man sich zunächst im Klaren sein, was man für ein NFT erstellen möchte. NFTs können unter anderem Fotografien, Musik, Zeichnungen oder Grafiken sein.

Wir gehen in unserem Fall einfach davon aus, dass Du ein unabhängiger Künstler bist, der gerade eine hochauflösende Grafik einer modernisierten Darstellung der „Mona Lisa“ erstellt hat.

Zunächst ist also Deine Kreativität gefragt und Du erstellst die Grafik in einem Bildbearbeitungsprogramm, bis Dein Kunstwerk vollendet ist.

  1. Schritt: Wahl der Blockchain

Nun stehen wir vor der Qual der Wahl. Gleich mehrere Blockchain-Projekte eignen sich hervorragend dazu, Heimat für unser erstelltes NFT zu sein. Zu den größten und bekanntesten Vertretern in diesem Bereich gehören Ethereum und Solana.

Das liegt vor allem daran, dass diese Projekte die beste Infrastruktur bieten. Die bekanntesten NFT-Marktplätze nutzen ETH und SOL und machen somit das Minten neuer NFTs verhältnismäßig einfach.

Auch hier treffen wir für unser fiktives Beispiel eine Auswahl und entscheiden und für die Ethereum Blockchain.

Du erstellst im ersten Schritt ein Ethereum Wallet, da die Erstellung des NFTs später eine gewisse Gebühr kosten wird. Wer also digitale Einzelstücke auf die Blockchain bringen will, sollte sich bewusst sein, dass dieser Prozess Geld kostet – aber dazu später mehr.

Für unser Beispiel haben wir ein MetaMask-Wallet erstellt. Dieser Vorgang ist sehr einfach und sollte nur wenige Minuten Zeit in Anspruch nehmen.

Natürlich wäre es auch möglich, ein Coinbase Wallet oder ein Browser-Wallet einer anderen Börse zu wählen, da Du die benötigten ETH dann direkt auf der Börse kaufen und an das Wallet schicken kannst.

  1. Schritt: Marktplatz auswählen und NFT minten

Nun kommen wir zu dem spannendsten Teil bei der Erstellung eines NFTs. Du musst für Deine modernisierte Grafik der „Mona Lisa“ einen geeigneten Marktplatz aussuchen.

Allerdings bedarf es hier keinem langwierigen Auswahlprozess und wir empfehlen einfach einen der größten Marktplätze für digitale Einzelstücke. OpenSea und Rarible sind die Pioniere in diesem Bereich und können das höchste Aufkommen an Käufern und Verkäufern aufweisen.

Erneut entscheiden wir uns für unser fiktives Beispiel und wählen den NFT-Marktplatz OpenSea aus.

OpenSea verlangt für die Erstellung eines NFTs keinerlei Gebühren, lediglich die Gas-Kosten während des Mintens muss der Ersteller tragen. OpenSea hat diesen Prozess weitgehend vereinfacht und das Minten ist mittlerweile kinderleicht. Das Erstellen eines NFT funktioniert wie folgt:

  • Klick auf den Button mit der Bezeichnung „Create“
  • Auswahl der Video-, Bild- oder Grafikdatei von dem Computer
  • Erfassung eines Titels, einer Beschreibung und weiterer Eigenschaften des NFTs
  • Auswahl der Blockchain (in unserem Fall Ethereum)
  • Hinterlegung eines Wallets zur Auszahlung im Falle eines Verkaufs
  • Prozess abschließen und NFT minten – OpenSea mintet das NFT automatisch

Anschließend ist unser Beispiel-NFT auf dem Marktplatz von OpenSea aufrufbar. Die Plattform informiert uns über einen Verkauf und zahlt uns das Geld automatisch auf das hinterlegte Wallet aus.

OpenSea finanziert sich durch eine Gebühr von 2,5 % des Kaufpreises, die der Käufer tragen muss. Wir haben einen OpenSea Erfahrungsbericht gemacht, und erklären Dir dort mehr zu den Gebühren.

NFT erstellen opensea
Der Marktplatz von OpenSea. Quelle: opensea.io

NFTs erstellen und vom Hype profitieren

Ein Blick auf die Erfolgsgeschichten der Bored Apes, Cryptopunks oder des NFT-Künstlers Beeple zeigen, dass sich mit digitaler Kunst Millionen verdienen lassen.

Dennoch sind es nur wenige Erfolgsgeschichten in einem Sektor, welcher mittlerweile überlaufen ist und auf dem die Künstler überleben, die das größte Budget für Marketing haben.

Doch bis heute finden sich für kreative Köpfe immer wieder Nischen, in denen sich Sammler finden lassen, die bereit sind für innovative NFTs Geld auszugeben.

Mittlerweile übernehmen große NFT-Markplätze den Großteil der Arbeit und nach wenigen Klicks sind die digitalen Kunstwerke gemintet. Je nach Plattform kostet die Erstellung eines NFTs eine geringe bis moderate Gebühr.

Technisches Wissen über die Blockchain-Technologie wird für den gesamten Prozess des Mintings nicht benötigt.

Als NFT-Künstler solltest Du Dich bei der Auswahl eines Marktplatzes auf die größten Vertreter am Markt konzentrieren. Dazu gehören unter anderem die von uns zuvor vorgestellte Plattform OpenSea oder die beiden Konkurrenten Rarible und SupeRare.

beeples nft kunstwerk
Beeples NFT-Kunstwerk „EVERYDAYS: THE FIRST 5000 DAYS“. Quelle. Beeple

Fazit: Im Handumdrehen NFTs erstellen

In unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung haben wir gezeigt, dass das Minten eines NFTs nur wenige Minuten beansprucht und nur eine geringe Gebühr kostet. Der deutlich aufwendigere Part dürfte die Erstellung des NFTs selbst sein.

Inzwischen sind viele talentierte Künstler auf den NFT-Markt aufmerksam geworden, was neue Künstler dazu zwingt, durch kreative Ideen Käufer für ihre digitalen Einzelstücke zu finden.

Technisch übernehmen die großen NFT-Plattformen alle wichtigen Schritte bei der Erstellung des NFTs. Der gesamte Prozess erinnert ein wenig an das Hochladen eines Fotos in einer Cloud und technisches Verständnis über die Hintergrundprozesse auf der Blockchain sind nicht vonnöten.

Die Ersteller der Token benötigen lediglich ein Wallet, welches mit den NFT-Marktplätzen verbunden werden muss. Anschließend muss nur noch auf einen Käufer für die eigene Kunst gewartet werden.

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