Jack Dorseys Block baut freien Bitcoin-Miner

block inc grafische darstellung der beteiligten Projekte Logo Cubes

Bitcoin Mining lässt sich äußerst lukrativ umsetzen. Nicht zuletzt deswegen gewann es in den letzten Jahren stark an Popularität. Die neue Begeisterung am Mining kommt jedoch mit einigen Nachteilen einher. Um diese Defizite zu beheben, baut der Zahlungsdienstleister Block einen freien Bitcoin-Miner.

Was ist Block Inc.?

Das Unternehmen Block ist namentlich wohl nicht sonderlich bekannt. Bis zum zehnten Dezember trug es noch den Namen Square. Durch die Umbenennung erreichte die Firma hauptsächlich zwei Dinge.

Erstens entsteht so eine namentliche Trennung zwischen dem Firmenkonglomerat und dem Zahlungsdienstleister, die man zuvor beide als Square bezeichnete. Zweitens wird eine neue Ausrichtung der Firma offenkundig.

Block ist der Mutterkonzern der Firmen Square, Cash App, Spiral, Tidal und tbDex. Bis auf Tidal hängen bereits alle dieser Firmen mit Kryptowährungen zusammen. Tidal ist ein Dienst für Musik-Streaming.

In Zukunft wäre ein Engagement von Tidal im Krypto-Space denkbar. Musik-NFTs gewinnen an Bedeutung und auch ein dezentrales Angebot für Musik-Streams ist möglich.

Musik NFTs ein neuer Trend?

Der Zahlungsdienstleister Square, der einst bloß klassische Transaktionen mit Kreditkarten verarbeitete, positioniert sich über die vergangenen Monate zunehmend in der Welt der Kryptos. So zum Beispiel durch die Entwicklung einer Hardware Wallet für Bitcoin.

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Spiral fördert quelloffene Projekte, die Arbeit im Zusammenhang mit Bitcoin leisten. Zuvor firmierte Spiral als Square Crypto.

Cash App dient hauptsächlich dazu, Personen aus dem individuellen Bekanntenkreis Geld zu schicken. Die App unterstützt zuweilen Bitcoin und arbeitet gerade an der Implementierung von Lightning.

tbDex verfügt zurzeit über keine eigene Webseite. Nur ein Twitter-Konto gibt Block an, das stark an ein Meme-Konto erinnert. Wie der Name schon sagt, soll eine DEX entstehen. Im Whitepaper ist allerdings auch die Rede von On-Ramps und Off-Ramps.

Die Ein- und Auszahlung von Fiatgeld soll so einfach und allgegenwärtig werden. Kryptowährungen sollen viel leichter zugänglich werden, als sie es bisher sind.

Block erwarb im Oktober 2020 Bitcoin im Wert von 50 Millionen US-Dollar und ist somit nach MicroStrategy das zweite Börsenunternehmen, das Bitcoin kauft.

Jack Dorsey als Bitcoin-Mäzen?

Der Name des Unternehmens Block leitet sich von Blockchain ab und ist seit 2020 zunehmend an der Blockchain-Industrie beteiligt. Blocks Gründer Jack Dorsey ist vor allem als Mitbegründer von Twitter bekannt, dessen langjähriger Geschäftsführer er war.

Inzwischen trat Dorsey aus der Geschäftsführung von Twitter zurück und bleibt bis zum kommenden Mai noch Mitglied im Aufsichtsrat. Anschließend möchte er das Unternehmen komplett verlassen.

Mit Block hat er offenbar seine neue Berufung gefunden. Auch sein eigenes Twitter-Konto schmückt er unmissverständlich mit dem Hashtag des Bitcoin. Dort veröffentlicht er in letzter Zeit immer wieder kämpferische Kommentare.

Es entsteht der Eindruck, Dorsey sehe den Bitcoin als seinen persönlichen Auftrag. Dennoch wirken einige seiner Äußerungen ziemlich ironisch. Oft spricht er Kritik am Silicon Valley aus, das sich zunehmend am Geschäft mit Kryptowährungen bediene, um dessen enorme Gelder abzuschöpfen.

Als Geschäftsführer von Twitter war Dorsey selbst zumeist eine zentrale Person, wenn das Silicon Valley kritisiert wurde. Abseits der realen Welt bilde sich im Stadtteil von San Francisco eine Blase, welche die Menschen rund um den Globus mit restriktiven Vorschriften belästigt.

Einer der bekanntesten Kritiker von Twitter und Konsorten ist der ehemalige US-Präsident Donald Trump. Schließlich wurde er selbst von der Plattform verbannt. Zu dem Zeitpunkt hatte sein Konto fast 90 Millionen Follower und gehörte damit zu den größten Twitter-Konten.

Die generelle Idee der Kryptowährungen und des Web3 ist es, auf große, zentralisierte Plattformen zu verzichten, die viel zu deutlich von einzelnen Personen bestimmt werden und dadurch zu übermäßiger Zensur und Regulation tendieren.

Laut Dorsey sei der Einfluss von Risikokapitalgesellschaften auf das Web3 schon heute zu groß.

Jack Dorseys freier Bitcoin-Miner

Umso erstaunlicher kommt daher der augenscheinliche Wandel Dorseys. Seine Mission sei fortan, den Bitcoin zugänglicher und freier zu machen. Ein wesentliches Problem stelle aktuell das Bitcoin-Mining dar.

Es verbraucht enorme Mengen von Energie und die nötige Hardware, um den Bitcoin effektiv zu schürfen, ist schwierig oder teuer zu erwerben. Im Oktober 2021 formulierte Dorsey dazu erste Gedanken auf Twitter.

Nach dem Vorbild der Entwicklung der Hardware Wallet von Square sei ein offener Quellcode angedacht, der letztlich mit Unterstützung ehrenamtlicher Mitarbeiter aus der Krypto-Szene entstehen soll.

Mehrere Monate hat es gedauert, bevor Thomas Templeton als Verantwortlicher für hardwarespezifische Entwicklungen bekannt gab, dass dieser Plan nun offiziell feststeht. Zwar lässt sich daraus immer noch nicht detailliert erkennen, wie genau das neue Projekt aussehen soll, doch einige Rahmenbedingungen stehen inzwischen bereits fest. Vor allem soll der Miner frei zugänglich und mit freier Software ausgestattet sein.

Block will Bitcoin-Mining dezentraler machen

Block hat einige Probleme erkannt, die dem Bitcoin-Mining im jetzigen Zustand schaden. Tatsächlich ist die Kritik gerechtfertigt. Außerdem sollen Bitcoin künftig energieeffizienter geschürft werden.

Der neuer Miner soll eine Lösung für die aktuelle Knappheit an Grafikchips bieten und für jedermann einfach zugänglich sein. Statt großer Bitcoin-Farmen soll sich das Netzwerk breiter streuen.

Erfahrene Miner haben zudem die technische Zuverlässigkeit beanstandet. Durch große Hitzeentwicklung fallen die Miner angeblich jeden Tag einmal aus und führen so zu zeitintensiven Wartungen.

Aktuelle Miner erzeugen zu viel Lärm und verbrauchen viel Energie. Auch für diese Problematik soll es eine neue Lösung geben, für welche Templeton auch die Gemeinschaft zurate zieht.

Schon vorher hatte Jack Dorsey um Informationen von kundigen Mitgliedern der Szene gebeten.

Ein Nutzer brachte den Vorschlag ein, Mining während der Fahrt mit einem Kraftfahrzeug zu betreiben. Genaueres zu dieser Möglichkeit liest du im folgenden Beitrag.

Krypto-Mining mit dem Auto. Geht das?

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Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

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