Cardano erreicht nächste Stufe – Basho

silberne und goldene Cardano Münzen auf buntem Hintergrund

In einem Strategieplan halten die Cardano-Entwickler fünf wesentliche Schritte fest, in denen bestimmte technologische Fortschritte erreicht werden sollen. Cardano (ADA) erreicht die nächste Stufe namens Basho.

Cardano Basho verbessert Interoperabilität und Skalierbarkeit

Um die Entwicklung von Cardano für Außenstehende transparenter zu gestalten, lässt sich auf Cardanos eigener Webseite eine sogenannte Roadmap finden. Im Deutschen kann man diese als Strategieplan bezeichnen.

In fünf spezifischen Segmenten konzentrieren sich die verantwortlichen Entwickler auf bestimmte Eigenschaften. Jedes Segment trägt den Namen einer bekannten Persönlichkeit. Basho war ein japanischer Dichter.

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Durch das Erreichen der letzten Stufe, die bei Cardano nach dem Informatiker Goguen benannt ist, befindet sich das Projekt nun im neuen Abschnitt, der für Interoperabilität und bessere Skalierbarkeit sorgen soll.

Goguen war wohl Cardanos am heißesten erwarteter Abschnitt. Zuvor war Cardano zwar faktisch als Währung verwendbar, dApps ließen sich auf dessen Blockchain allerdings nicht errichten.

Erst durch Goguen kamen die notwendigen Smart Contracts hinzu, die über Plutus laufen. Plutus lässt sich mit der Ethereum Virtual Machine (EVM) vergleichen. Die sonst starre Blockchain wird so durch Verträge definiert und dynamisch.

Nachdem es viele Jahre sehr still um Cardano war, beschleunigen dessen neueste Fortschritte das Rennen um die Welt der dezentralisierten Finanzen. Schon jetzt ist ADA deutlich schneller als der große Konkurrent Ethereum.

Mit Basho soll dieser Vorsprung noch viel deutlicher werden. Dafür gibt es einige interessante Ansätze, die sich in ähnlicher Form auch bei Ethereum finden.

Cardano Sharding durch Basho

Sharding ist das Prinzip, das Ethereums Entwickler Vitalik Buterin zu sehr viel Bekanntheit brachte. Statt alle Transaktionen bloß auf einer einzelnen Blockchain abzuwickeln, entstehen beim Sharding verschiedene Sidechains. Somit wird Stau verhindert.

Vergleichen lässt sich dieses Prinzip mit der Erweiterung einer Straße um neue Spuren. Umso mehr Spuren vorhanden sind, umso weniger Verkehrsaufkommen gibt es auf einer einzelnen Spur.

Für Ethereum ist das Sharding deshalb besonders wichtig, da das Netzwerk aktuell nur 15 Transaktionen pro Sekunde bewältigt. Cardano steht mit aktuell 250 TPS deutlich besser da.

 

Cardano gibt sich mit diesem Zustand allerdings nicht zufrieden. Stattdessen soll ein Wert von zwei Millionen Transaktionen pro Sekunde erreicht werden. Dieser riesige Zuwachs soll auf Cardano ebenso möglich sein, wie Ethereum es bereits seit Längerem vorsieht.

Millionen TPS durch Hydra

Eine spezifische Sidechain wird in diesem Kontext bereits erwähnt. Ihr Name lautet Hydra. Laut Strategiepapier will man darüber hinaus auch neue Sidechains veröffentlichen, die nebenbei eine experimentelle Funktion erfüllen.

Doch nicht alles, was glänzt, ist auch wertvoll. Cardanos Entwickler IOG macht darauf aufmerksam, dass das klassische UTXO auf den Sidechains nicht realisiert wird.

Zwar sollen somit ganz neue Funktionen möglich sein, doch gleichzeitig lässt sich ein Kontosystem dadurch nicht mehr vermeiden, das Kryptowährungen wegen schwerwiegender Probleme oft ablehnen.

Ein wesentliches Problem stellt die Gefahr des Double-Spendings, also die doppelte Ausgabe des gleichen Vermögens, dar. Dabei nutzen Angreifer die zeitliche Verzögerung von Transaktionen, um einen Fehler im System hervorzurufen.

Ethereum ist eine der bekannten Blockchains, die statt UTXO ein Accounting-Modell oder Konto-Modell verwenden. Um Double-Spending zu vermeiden, verfügt dann jede Transaktion über eine Nonce. Nonce steht für einmalige Zahl. Die Nonce löscht allerdings nicht jede Gefahr aus, denn Cross-Chain-Attacken bleiben dadurch weiterhin möglich.

Die IOG möchte durch Hydra und weitere Sidechains nicht nur bis zu zwei Millionen TPS mit Cardano erreichen, sondern Cardano gleichzeitig zur performantesten und flexibelsten Blockchain ausbauen.

Was genau verbessert Basho?

Die vagen Aussagen der Roadmap hat IOGs Tim Harrison gestern um Details erweitert.

Folgendes verbessert sich On-Chain:

Größere Blockgröße

Cardanos Blockgröße nahm um 12,5 % zu und liegt nun bei 72 Kilobyte. Die Blockgröße ist Gegenstand weiterer Verbesserungen. Umso größer der Block, umso mehr Transaktionen kann er bestätigen.

Geringere Blockausbreitungszeit

Blöcke werden innerhalb von fünf Sekunden an 95 % der Netzwerk-Teilnehmer weitergegeben, indem die Wartezeit zwischen den Blöcken verringert wurde. Diese Eigenschaft bildet die Basis für stärkere, kommende Skalierung.

Vorgefertigte Blöcke

Blöcke werden bereits vorgefertigt. Die Verbreitung der Blöcke wird dadurch gleichmäßiger. Die Anzahl an Transaktionen pro Sekunde wächst.

Neue CPU-Parameter für Plutus

Durch neue Parameter wird weniger Speicher bei der Verarbeitung der Blockchain verwendet.

Cardanos UTXOs werden effektiver

Plutus kann die Gültigkeit der UTXOs an Informationen erkennen, die in den UTXOs selbst gespeichert sind. Das Datum ist fortan ein Teil des UTXOs. Zusätzlich kann sich Plutus bereits verwendete Skripte anhand des UTXOs merken. Die Belastung für die Blöcke sinkt.

Diese Überarbeitungen sind Teil der Cardano Improvement Proposals. Genau handelt es sich um die Pläne CIP-0031, CIP-0032 und CIP-0033.

Durch diese Verbesserungen wird insgesamt die Belastung der Netzknoten gesenkt. Weniger Festspeicher und Arbeitsspeicher sind vonnöten.

Neben den bereits genannten Sidechains stellt die IOG Mithril vor. Mithril ist für die Synchronisierung zwischen den einzelnen Chains verantwortlich.

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Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

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