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FTX vor Gericht: Erleben wir einen Kryptoausverkauf?

  • FTX beantragt Genehmigung zur Liquidation von Krypto-Assets im Wert von 3,4 Mrd. USD am 13. September.
  • Marktanalysten befürchten erheblichen Verkaufsdruck auf dem Kryptomarkt.
  • Trotz Gerüchten: Ein massiver Ausverkauf ist sowohl illegal als auch unwahrscheinlich.

FTX am Mittwoch vor Gericht

FTX, die insolvente Kryptowährungsbörse, wird voraussichtlich am Mittwoch, den 13. September, vor dem Delaware Bankruptcy Court erscheinen, um die Genehmigung zur Liquidation von Bitcoin und Krypto-Assets im Wert von 3,4 Milliarden US-Dollar zu beantragen.

Dies hat Besorgnis bei Marktanalysten und Marktteilnehmern ausgelöst, die befürchten, dass der Verkauf einen erheblichen Verkaufsdruck auf den bereits angeschlagenen Markt ausüben könnte.

Mit Stand vom 17. Januar 2023 wurden die Krypto-Bestände von FTX auf folgende Bestände geschätzt:

Droht Bitcoin und Krypto ein Ausverkauf?

Am 24. August schlug FTX vor, Mike Novogratz’ Galaxy Digital als Investmentmanager zu ernennen, der für die Überwachung des Verkaufs und die Verwaltung dieser wiedergewonnenen Vermögenswerte verantwortlich wäre.

Der Plan sieht vor, dass FTX pro Woche bis zu 100 Millionen US-Dollar an Token verkauft, wobei diese Grenze auf 200 Millionen US-Dollar pro Token angehoben werden könnte.

Diese Vorschläge sind bisher nicht rechtsverbindlich, werden aber voraussichtlich am 13. September vom Delaware Bankruptcy Court geprüft und möglicherweise genehmigt.

Die größte Sorge des Marktes sind die möglichen Auswirkungen dieser Verkäufe. Milliarden von Coins könnten im Rahmen der Gläubigerverkäufe auf den Markt kommen.

Es wird befürchtet, dass sich der Markt nur langsam von diesem Überangebot erholen wird.

Es ist jedoch wichtig, Fakten von Fiktionen zu trennen.

#1 ist es höchst unwahrscheinlich, dass die genannten Coins in Massen auf dem offenen Markt verkauft werden.

#2 gibt es die vorgeschlagene wöchentliche Begrenzung. Drittens ist es sehr wahrscheinlich, dass die meisten Coins Over-The-Counter (OTC) und diejenigen, die nicht verkauft werden, schrittweise über Market Maker.

Solana und FTT machen Löwenanteil aus

Bei der Betrachtung der Bestände wird deutlich, dass ein Großteil der Coins in FTT und Solana liegt.

Dabei ist zu beachten, dass die SOL-Bestände von FTX gesperrt sind und erst 2025 oder später (bis 2028) vollständig ausbezahlt werden. Ein Verkauf würde bedeuten, dass ein Käufer den Vesting-Vertrag von FTX übernimmt.

Obwohl die FTT-Token von FTX mit 529 Millionen US-Dollar bewertet werden, beträgt die aktuelle Marktkapitalisierung nur 350 Millionen Dollar. Das wirft natürlich Fragen aufwirft, wer diesen erheblich entwerteten Vermögenswert kaufen würde.

Was Bitcoin und Ethereum betrifft, so sind die von FTX gehaltenen Beträge zwar beträchtlich, aber nicht groß genug, um einen signifikanten Markteinfluss vorzunehmen.

Aptos mit einer Marktkapitalisierung von 1,17 Mrd. USD und APT im Wert von 67 Mio. USD, die verkauft werden sollen, ist der einzige Vermögenswert, der Anlass zur Sorge geben könnte.

Diese Sorge wäre aber nur begründet, wenn alle Bestände auf einmal verkauft werden würden, was angesichts der Absicht, seinen Wert zu maximieren, unwahrscheinlich erscheint.

Kein unmittelbarer Verkauf bei potenzieller Zustimmung des Gerichts

Selbst wenn das Gericht am 13. September den Verkauf der Vermögenswerte genehmigt, wird der Verkauf nicht sofort beginnen.

Es wird erwartet, dass Aufsichtsbehörden wie die SEC und die CFTC den Verkauf überwachen werden, um sicherzustellen, dass er in einer Weise durchgeführt wird, die den Anlegern nicht schadet.

Ein Underwriter wird wahrscheinlich den Liquidationsprozess verwalten, um sicherzustellen, dass alle Gesetze und Vorschriften eingehalten werden.

Dieser Prozess, der eine Risikobewertung und die Suche nach geeigneten Käufern umfasst, wird voraussichtlich mehrere Monate in Anspruch nehmen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es zwar einen gewissen Verkaufsdruck geben wird, ein plötzlicher und massiver Ausverkauf aber sowohl illegal als auch unwahrscheinlich ist.

Die Angst und Unsicherheit (FUD) rund um das Ereignis scheinen schädlicher zu sein als das Ereignis selbst. Informiere Dich daher gut, um Panik und Fehlinformationen zu vermeiden.

Aufgrund der Gerüchte fiel der SOL-Kurs gestern um mehr als 7 %.

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