Bitcoin-Kurs steigt über 64.000 USD: Deshalb beginnt die Erholung

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bitcoin-Kurs steigt, obwohl die geopolitischen Spannungen und weitere Kursdrücker erneut zunehmen.
  • Im Wochentrend befindet sich BTC ganze 3,75 Prozent im Plus. Die Kryptowährung notiert über 64.000 US-Dollar. Erste Anzeichen deuten auf eine erfolgreiche Bodenbildung hin, auf die eine Erholung folgen könnte.
  • Laut CoinShares reichen die Konditionen noch nicht für eine Kursrallye aus, doch die Widerstandsfähigkeit des Marktes wächst erheblich.

Trotz wachsender Konflikte: Bitcoin-Kurs steigt über 64.000 USD

Anfang Juli sank der Bitcoin-Kurs erheblich. Ein Kurstief von rund 57.000 US-Dollar bildete den absoluten Tiefpunkt für die Kryptowährung. Mehrere Kursdrücker hatten ihren Einfluss auf den Kryptomarkt ausgeübt – neben dem Nahostkonflikt wirkte sich auch Enttäuschung über den neuen FED-Vorsitzenden Kevin Warsh aus.

Bis heute konnten sich diese Grundlagen nicht verbessern. So erzielten die Kriegsparteien im Nahostkonflikt noch immer keine endgültige Lösung. Trotz monatelanger Friedensverhandlungen konnten Iran und USA keinen Konsens herstellen.

Neuesten Berichten zufolge sollen sich iranische und US-amerikanische Einheiten gestern zuletzt beschossen haben. Erst vorgestern habe US-Präsident Donald Trump eine Waffenruhe mit dem Iran für beendet erklärt. Auch der Libanonkrieg läuft weiter, da Israel den Abzug seiner Truppen verweigert.

Üblicherweise hatten diese Ereignisse zuletzt stets einen spürbaren Abschwung am Kryptomarkt ausgelöst. Inzwischen lassen diese Neuigkeiten die Anleger jedoch kalt. Der Bitcoin-Kurs befindet sich im Wochentrend 3,75 Prozent im Plus. Über die letzten 24 Stunden konnte BTC um 2,50 Prozent steigen.

Infolgedessen notiert der Marktführer bei 64.360 US-Dollar. Die Rückeroberung der 60.000-Dollar-Schwelle am 1. Juli war bereits ein positives Signal. Nun nähert sich der Bitcoin-Kurs weiter einem Marktwert von 70.000 US-Dollar an. Dass dies trotz erneut wachsender geopolitischer Spannungen gelingt, ist besonders hoffnungsvoll.

Der Krieg stellt nicht nur den Status quo infrage, sondern könnte die Erdölpreise zudem erneut in die Höhe treiben. Die wichtige Handelsroute Straße von Hormus ist ein bedeutender strategischer Schauplatz des Krieges. Ein wachsender Konflikt kann die Inflation daher rasant beschleunigen.

“Trotz der Eskalation im Iran und der erneuten Gefahr steigender Ölpreise und Inflation hat sich Bitcoin bemerkenswert widerstandsfähig gezeigt – angesichts der jüngsten Kursentwicklung durchaus überraschend”, schreibt James Butterfill von CoinShares in einer E-Mail an Blockchainwelt.

So bullisch ist BTCs jüngste Kursbewegung wirklich

Butterfill zeigt sich von der Reaktion des Bitcoin-Kurses positiv überrascht. Während die Härte im Irankrieg wächst, stagniert BTC nicht nur, sondern steigt sogar. CoinShares bemerkt eine sich vergrößernde Nachfrage unter Anlegern, die bereits zu erheblichen Liquiditätszuflüssen führt.

“Seit vergangenem Donnerstag gab es an drei aufeinanderfolgenden Tagen Zuflüsse von insgesamt 600 Millionen US-Dollar weltweit über alle Emittenten und Instrumente hinweg. Es ist noch früh, aber es scheint, als habe sich der Verkaufsdruck erschöpft”, kommentiert Butterfill diese Entwicklung.

So deuten einige Hinweise darauf hin, dass der Bitcoin-Kurs bereits einen Boden gebildet hat und nun eine Korrektur beginnen könnte.

“Nachdem Bitcoin die Marke von 57.000 US-Dollar getestet hatte, setzte dort deutliches Kaufinteresse ein. Mehrere technische Indikatoren deuten inzwischen auf ein zyklisches Tief hin”, so Butterfill.

Ferner sei Strategy durch den Verkauf von Bitcoin nicht länger in der Lage, den Markt zu erschüttern. Zunächst habe das Unternehmen enormen Pessimismus ausgelöst, als es die ersten 32 BTC abgestoßen hat. Der jüngste Verkauf von 3.588 BTC ließ den Markt hingegen kalt.

Für Bitcoin und den Kryptomarkt sei die zunehmende Widerstandsfähigkeit ein enormer Fortschritt. Für den Beginn einer neuen Kursrallye sei die aktuelle Lage hingegen nicht ausreichend, argumentiert Butterfill.

“Der Relative-Stärke-Index ist auf extreme Tiefstände gefallen, während die anschließende Kursentwicklung konstruktiv ausfiel”, schreibt der Experte. Er weist damit auf ein Erstarken des Bitcoins hin. “Das ist noch kein Signal für eine unmittelbar bevorstehende Rally – aber die Hinweise sind relevant”, setzt er fort.

Autor

Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

Facts Checked Fakten überprüft von Mathias Wagner
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