Wie Justin Sun durch Liquid Staking ein Vermögen verdient

Das Wichtigste in Kürze
- Justin Sun verdient durch Liquid Staking ein Vermögen. Nach aktuellen Werten kommen pro Jahr vollkommen passiv Einnahmen in Höhe von 9,7 Millionen US-Dollar zustande.
- Um so hohe passive Einkünfte zu generieren, legt der Unternehmer allerdings auch fast eine halbe Milliarde US-Dollar in Form von Ether an.
- Damit das Kapital liquide bleibt, setzt er auf das Liquid-Staking-Protokoll Lido Finance.
Wie Justin Sun durch Liquid Staking ein Vermögen verdient
Der chinesische Krypto-Mogul Justin Sun verdient durch Liquid Staking ein Vermögen – das bemerkten Blockchain-Analysten von Onchain Lens. Der 35-Jährige verdient demnach jedes Jahr einige Millionen US-Dollar.
“Justin Sun verdient jährlich etwa 9,5 Millionen Dollar durch das Staking bei Lido Finance”, schrieb Onchain Lens.
Justin Sun (@justinsuntron) is earning roughly $9.5M a year from staking on @LidoFinance.
23 hours ago, he staked another 13K $ETH ($23.08M), bringing his total to 247,436 $stETH ($430.2M) on #Lido.
Since February 2023, the position has generated 11,307 $stETH ($26.82M) in… pic.twitter.com/9ftMoOsAqD
— Onchain Lens (@OnchainLens) July 8, 2026
So wählt er mit Lido Finance eines der beliebtesten Protokolle für Liquid Staking. Gegenüber klassischem Staking auf Ethereum senkt Lido die Eintrittshürden deutlich. Die Verwaltung der angelegten Gelder ist leichter und schneller möglich.
Zudem schüttet das Protokoll den Token stETH für bereits angelegte Ether sowie für Staking-Gewinne aus. Durch das Ethereum-Derivat bleiben die gestakten Gelder liquide, während normales Ethereum-Staking die Kryptos einschließt.
In Lido Finance setzt Sun offenbar enormes Vertrauen. Jüngst habe er seine Position um rund 13.000 ETH erhöht – zum Zeitpunkt umgerechnet 23 Millionen US-Dollar. Somit hält der Unternehmer jetzt 247.436 stETH im Wert von 430 Millionen US-Dollar.
Bei einer jährlichen Rendite in Höhe von 2,22 Prozent, die Lido derzeit liefert, erhält Justin Sun pro Jahr 5.493 stETH – zum Redaktionsschluss entsprechen sie bereits 9,7 Millionen US-Dollar.
Für den Chinesen machte sich das Konzept bereits bezahlt. Seit Februar 2023 nutzt er Lido öffentlich nachvollziehbar. Seitdem nahm er über das Liquid Staking 11.307 stETH ein, deren Marktwert sich auf aktuell 20 Millionen US-Dollar belaufen – und das in etwas mehr als drei Jahren.
Welches Risiko geht Sun durch Lido wirklich ein?
Liquid Staking gestaltet Staking einfacher und komfortabler für den Endnutzer. Gleichzeitig geht dieser auch ein erhöhtes Risiko ein. Dass Sun ganze 430 Millionen US-Dollar über Lido anlegt, sorgte unter Lesern von Onchain Lens für Verwunderung.
Liquid-Staking-Protokolle wie Lido sind eigenständige technische Entwicklungen, deren Funktionsweise auf Smart Contracts basiert. Ein Risiko durch technische Fehler lässt sich hierbei nie komplett ausschließen. Der Nutzer überreicht die Kontrolle der angelegten Ether in die Hand des Protokolls.
Technische Schwierigkeiten könnten für das Vermögen der Nutzer also zu Verlusten führen. Zudem ist stETH bloß eine Abbildung der beliebten Kryptowährung ETH. Zwar konnte sie ihren Wert bislang erhalten, eine Entkoppelung des Derivats vom Original ist aber möglich und würde die Einnahmen der Nutzer dann schmälern.
Lido erhebt für seinen Dienst Gebühren in Höhe von zehn Prozent. Während normales Home Staking eine Rendite von 2,6 Prozent auf die Anlagen einbringt, sind es bei Lido nur 2,2 Prozent.
Sun bevorzugt Liquid Staking trotz der geringeren Einnahmen, da seine stETH liquide sind. So lassen sie sich in weiteren DeFi-Protokollen nutzen.
Ethereum-Gründer Vitalik Buterin äußerte im Herbst 2023 erstmals Bedenken über die Sicherheit von Liquid Staking. Bislang konnten die Konzepte allerdings standhalten.
Die Ethereum Foundation empfahl auf ihrer Webpräsenz lange Zeit den konkurrierenden RocketPool. Inzwischen stuft man Lido, RocketPool und StakeWise gleichrangig ein.
