Strategy verkauft 3.588 BTC für Dividenden – was jetzt verbleibt

Das Wichtigste in Kürze
- Strategy verkauft 3.588 BTC, um Dividenden an Aktionäre auszuschütten. Der Verkauf erfolgte für einen Durchschnittspreis von rund 60.000 US-Dollar und brachte 216 Millionen US-Dollar an Erlösen ein.
- Es ist der zweite Verkauf von Bitcoin seit einem Strategiewechsel im Juni. Dividenden von fünf verschiedenen Aktien finanziert man damit.
- Firmengründer Michael Saylor muss auf X viel Kritik einstecken. Etlichen Beobachtern gilt der Verkauf der Kryptowährung weiterhin als Tabubruch.
Strategy verkauft 3.588 BTC für Dividenden: Das steckt dahinter
Der US-amerikanische Softwareentwickler Strategy setzt seine angekündigten Bitcoin-Verkäufe weiter radikal um. Heute gab das Unternehmen bekannt, zusätzliche 3.588 BTC für einen Verkaufswert von 216 Millionen US-Dollar abgestoßen zu haben.
“Strategy hat 3.588 BTC für 216 Millionen US-Dollar verkauft, um Dividenden auf seine digitalen Kreditwertpapiere zu bezahlen”, schrieb Michael Saylor auf X. Der Verkauf sei Ende Juni und Anfang Juli erfolgt.
Strategy has sold 3,588 $BTC for $216 million to fund dividends on our Digital Credit securities. As of 7/5/2026, we hodl ₿843,775 in our BTC Reserves and $2.55 billion in our USD Reserves. https://t.co/Cssgz29Psj
— Michael Saylor (@saylor) July 6, 2026
Strategy begann 2020 mit einer Investmentstrategie, die vorsah, langfristig möglichst viele Bitcoin zu horten. Das Konzept entsprang dem Firmengründer Michael Saylor, der Jahre zuvor noch harte Kritik an der Kryptowährung übte.
Im Mai 2026 stellte Strategy erstmals die Idee vor, BTC wiederholt zu verkaufen, um Gewinne zu realisieren und diese dann als Dividende an Investoren auszuschütten. Anfang Juni begann das Unternehmen, diese Idee in die Tat umzusetzen.
Zunächst hatte man nur 32 Coins abgestoßen. Erst Ende Juni kündigte Strategy dann die Aufstellung eines Sondervermögens an, das bis zu 1,25 Milliarden US-Dollar umfassen könne, die man mittels Bitcoin-Verkäufen erziele. Fakt ist, dass der Softwareentwickler seine Verkäufe bereits deutlich beschleunigt.
“Dies waren die Quartalsdividenden für das zweite Quartal von STRF, STRE, STRK und STRD sowie die vollständige monatliche Dividende des Monats Juni von STRC”, zählt Saylor die unterschiedlichen Aktien auf, deren Inhaber die Erlöse des Verkaufs erhalten.
Was bleibt von Strategys Bitcoin-Reserve?
Trotz des umfangreichen Verkaufs verzeichnete Strategy im Juni einen Netto-Zugewinn an BTC. So erwarb man über den Monat verteilt insgesamt 3.657 Coins. Es bleibt also ein Überschuss von 69 Bitcoin, die einen aktuellen Marktwert von 4,2 Millionen US-Dollar aufweisen.

Auch das gesamte Bitcoin-Vermögen bleibt weiterhin riesig. Strategy führt die Liste der größten Bitcoin-Investoren weiterhin mit enormem Abstand an. Insgesamt hält der US-Betrieb 843.775 BTC im Wert von 52 Milliarden US-Dollar. Künftig soll die Bitcoin-Reserve weiter wachsen.
Michael Saylor gab ferner den Umfang einer US-Dollar-Reserve bekannt, die aktuell 2,55 Milliarden US-Dollar enthält.
Unter Saylors Beitrag finden sich erneut viele kritische Kommentare. Während einige Nutzer über den Verkauf der BTC spotten, beklagen andere die Details der Anlagestrategie. Laut offizieller Darstellung liegt der Durchschnittspreis von Strategys Bitcoin-Reserve bei 75.653 US-Dollar pro Bitcoin.

Aktuell liegt Bitcoins Marktwert mit 61.650 US-Dollar jedoch deutlich tiefer. BTC verzeichnete zuletzt primär durch geopolitische Spannungen rund um den Nahostkonflikt Verluste. Auch die unerwartete Währungspolitik des neuen FED-Präsidenten Kevin Warsh trug ihren Teil bei.
Strategy wendet seit 2024 allerdings den Durchschnittskosteneffekt an, um die Reserve möglichst kosteneffektiv aufbauen zu können. Bis zu einem Bitcoin-Kurscrash im Januar schrieb das Unternehmen daher unrealisierte Gewinne.
Schon im Zeitraum von 2022 bis 2023 wurde Strategy von vielen Seiten öffentlich verspottet, als die unrealisierten Gewinne wegen eines Bitcoin-Tiefs zeitweise zu unrealisierten Verlusten wurden.
