Strategy beginnt Bitcoin-Verkäufe: Darum stößt Saylor BTC ab

Das Wichtigste in Kürze

  • Strategy begann gestern mit seinen Anfang Mai angekündigten Bitcoin-Verkäufen. Erstmals verkaufte der Betrieb 2022 BTC. Gestern handelte es sich um den zweiten Verkauf der Unternehmensgeschichte.
  • Die Bitcoin-Treasury wurde über die vergangenen Wochen hart für ihr neues Konzept kritisiert. Vordenker Michael Saylor hatte lange beteuert, seine Investmentstrategie ohne Verkäufe durchzusetzen, rückt von diesem Gedanken nun jedoch ab.
  • Durch die Verkäufe finanziert das Unternehmen die Dividenden der 2025 geschaffenen Stretch-Aktie.
  • Strategy erwarb über die letzten 30 Tage mehr als 25.000 BTC. Das Bitcoin-Vermögen befindet sich also weiterhin in einer stark steigenden Tendenz.

Strategy beginnt Bitcoin-Verkäufe: Darum stößt Saylor BTC ab

Die US-amerikanische Bitcoin-Treasury Strategy beginnt indessen tatsächlich mit Bitcoin-Verkäufen – das geht aus einem Transparenzbericht des Unternehmens hervor. Gestern verringerte Strategy sein Bitcoin-Vermögen demnach um 32 BTC im Wert von 2,5 Millionen US-Dollar.

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Strategys Angaben zu den gestrigen Bitcoin-Verkäufen im Transparenzbericht.

Strategy hatte Anfang Mai erstmals den Verkauf von BTC erwogen. Unter Bitcoinern verursachte diese Nachricht einen immensen Aufschrei. Schließlich hatte Firmengründer Michael Saylor jahrelang eine Investmentstrategie versprochen, die sich ausschließlich durch fortwährende Akkumulierungen auszeichnen sollte.

In seiner Firmengeschichte hatte Strategy bisher nur einmal Bitcoin verkauft. Im Jahr 2022 stieß man 704 Bitcoin im Wert von 11,8 Millionen US-Dollar ab, um Steuervorteile zu ergattern. Die gestrigen Bitcoin-Verkäufe beruhen hingegen auf einem anderen Gedanken.

Im Juli 2025 startete Strategy mit Stretch (STRC) eine neue Aktie, die Investoren beständige Renditen liefern soll. Der US-amerikanische Softwareentwickler verwendet die eingenommenen Gelder, um weitere Bitcoin zu erwerben. Die Renditen, so stellte man Anfang Mai erstmals dar, könnten wiederum durch den Verkauf von Bitcoin finanziert werden.

Strategy möchte sein Bitcoin-Vermögen so beständig erhöhen. Deshalb stößt das Unternehmen immer nur einen kleinen Teil seiner BTC ab, um fällige Renditen an Investoren auszuzahlen.

Weil Saylor lange Zeit versprochen hatte, die Investmentstrategie auch ohne Verkäufe zu finanzieren, fällt die Kritik an dem Konzept dennoch enorm aus. Einzelne Experten werten dies bereits als Scheitern der zugrundeliegenden Idee.

So wenige BTC verkauft Strategy tatsächlich

Strategy ist weiterhin der größte öffentlich bekannte Bitcoin-Investor der Erde – und das sogar mit enormem Abstand. Zum Redaktionsschluss hält der Softwareentwickler ganze 843.738 BTC im Wert von 58 Milliarden US-Dollar.

Der Betrieb verfügt somit über ein größeres Vermögen als der US-amerikanische Staat, dessen Bitcoin-Reserve aktuell 329.693 BTC umfasst.

Allein über die letzten 30 Tage wuchs Strategys Bitcoin-Vermögen um ganze 25.404 BTC. Der gestrige Verkauf der besagten 32 BTC fällt in Anbetracht dessen also verschwindend gering aus. Gemessen an der gesamten Bitcoin-Sammlung nehmen die 32 Coins nur einen Anteil von 0,0038 Prozent ein.

Zwar handelt es sich seit 2022 um den ersten Abverkauf, allerdings sind ähnliche Verkäufe in Zukunft zu erwarten. Strategy wird über die kommenden Monate und Jahre also vermutlich deutlich mehr Verkäufe durchsetzen.

Autor

Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

Facts Checked Fakten überprüft von Mathias Wagner
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