Sparkasse startet Krypto-Trading: Das muss man wissen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Sparkasse führt derzeit das Krypto-Trading ein. Aktuell seien 230 eigenständige Institute am neuen Angebot interessiert, das bis Mitte 2027 flächendeckend bereitstehen soll.
  • Das Angebot umfasst zunächst fünf bekannte Kryptowährungen und könne dann im Laufe der Zeit ausgebaut werden.
  • Wichtige Details – etwa zu den Handelsgebühren – bleiben zunächst verborgen. Ein spezielles Verwahrungssystem könnte sich als große Tücke erweisen, indem es Auszahlungen an selbstverwaltete Wallets verhindert.

Sparkasse startet Krypto-Trading: Das muss man wissen

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (kurz DSGV) begann gestern mit der Einführung des Krypto-Tradings. Für die Verbreitung von Kryptowährungen in Deutschland könnte sich diese Maßnahme als bahnbrechend erweisen.

“Heute startet Krypto – powered by Deka”, verkündete Maximilian Wirth vom DSGV gestern über Linkedin.

Die Sparkassen kommen damit einem Versprechen nach, das sie bereits 2025 mit der Öffentlichkeit geteilt haben. Blockchainwelt berichtete damals über die Trendwende des Bankenvereins, der sich zuvor mehrfach negativ über Bitcoin und Co. geäußert hatte.

Für den Verkauf von Kryptowährungen über die eigene App setzen die Sparkassen auf eine Partnerschaft zur DekaBank, die im Dezember 2025 eine MiCA-Lizenz erwarb. Zunächst sind den Kunden der Sparkassen nur fünf verschiedene Kryptowährungen zugänglich.

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Die MiCA-Lizenz der DekaBank umfasst laut Casptracker.eu vier verschiedene Dienstleistungen. Sie bildet die rechtliche Grundlage für das Krypto-Trading über die Sparkasse.

Mit Bitcoin, Ethereum, XRP, Solana und Polygon sind ein paar der beliebtesten Kryptowährungen vorhanden. Möglicherweise kommen im Laufe der Zeit weitere Coins zum Angebot hinzu.

Insgesamt weist der DSGV einen Kundenstamm von 50 Millionen Personen auf – verteilt auf 337 eigenständige Sparkassen in Deutschland. Viele davon möchten ihren Kunden das neue Angebot unterbreiten.

“Ab heute können die ersten Kunden Kryptowährungen direkt in der App Sparkasse über die DekaBank kaufen. Mehr als 230 Sparkassen haben bereits Interesse bekundet, das Angebot einzuführen”, schreibt Wirth.

Einzelne Sparkassen betätigten sich als Teilnehmer am Pilotprojekt, wodurch das Krypto-Trading dort bereits verfrüht verfügbar war. Für die breite Masse werde es allmählich freigeschaltet.

Bis zum ersten Halbjahr 2027 sollen die meisten Sparkassen laut Medienberichten abgedeckt werden. Zudem sei das Angebot nicht einheitlich. Ob die Bank ihren Kunden Kryptowährungen überhaupt bereitstellt, sei also eine Entscheidung der regionalen Niederlassungen.

Krypto-Beratung bleibt ausgeschlossen

Allein die Bereitstellung des neuen Angebots könnte sich positiv auf die massenhafte Verbreitung von Kryptowährungen in Deutschland auswirken. Ein wichtiges Geschäftsfeld möchte der Sparkassenverband allerdings nicht abdecken: Das der Beratung.

In einer kürzlich durchgeführten Umfrage von CoinShares gaben 87 Prozent der deutschen Krypto-Anleger an, mehr Informationen für Investments zu benötigen. Die Nachfrage ist demnach groß.

Das Angebot gelte daher nur für Personen ab 18 Jahren, die sich gezielt für den Kauf einer Kryptowährung entscheiden. Weder eine aktive Bewerbung noch eine Beratung seien Teil des Dienstes.

Erworbene Coins befinden sich wie üblich in der Verwahrung des Dienstleisters – in diesem Fall ist die DekaBank dafür verantwortlich. Laut Medienberichten soll es allerdings keine Auszahlung an selbstverwaltete Wallets geben, sondern höchstens an weitere Dienstleister.

Krypto-Trading bei der Sparkasse wäre dann möglicherweise nur für solche Kunden attraktiv, die kurzfristigen Handel anstreben, nicht aber für langfristige Halter. Potenziell ist eine komplette Auszahlung über weitere Dienstleister möglich.

Details über die Handelsgebühren liegen zum Redaktionsschluss nicht vor. Offenbar erhebt man pro Trade eine Pauschalgebühr von 99 Cent. Weitere Abgaben sollen hinzukommen.

Autor
5+ Jahre Erfahrung

Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

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Facts Checked Fakten überprüft von Mathias Wagner
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