Pantos: Die Multi-Blockchain-Plattform

Die Technische Universität Wien (TU Wien) arbeitet in Kooperation mit der Kryptowährungs-Handels-Plattform Bitpanda an einer Multi-Blockchain-Plattform. Das Open-Source-Projekt trägt den Namen Pantos und soll den Echtzeit-Handel zwischen verschiedenen Blockchain-basierten Tokens ermöglichen. Auch Forscher des in Wien ansässigen RIAT (Research Institute for Future Cryptoeconomics) sind an dem Konzept beteiligt.

 

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Konzept und Ziele des Projekts Pantos

Die Technische Universität Wien stellt die größte technisch-naturwissenschaftliche Universität Österreichs dar und bildet gemeinsam mit der MU Leoben und der TU Graz den Forschungsverbund TU Austria. Bitpanda ist eine österreichische Handelsplattform für Kryptowährungen. In ihrer Zusammenarbeit beabsichtigen die beiden Einrichtungen, eine Multi-Blockchain-Plattform ins Leben zu rufen. Das Forschungsprojekt unter dem Namen Pantos soll der zunehmenden Fragmentierung der immer zahlreicher werdenden Kryptowährungen entgegenwirken. Tokens verschiedener virtueller Währungen, die auf unterschiedlichen Blockchains basieren sollen mit Pantos verwaltet werden können. Wie Bitpanda in einer Pressemitteilung vom 7. März mitteilte, soll das Projekt erstmals eine angenehme Transaktion der Tokens verschiedener Blockchains ermöglichen. Auf diese Weise sollen Trader imstande sein, die Preisschwankungen verschiedener virtueller Währungspaare auf einer einzigen Plattform auszunutzen.

Zur Finanzierung des Pantos-Projects wird eine Initial Coin Offering (ICO) ins Leben gerufen. Diese wird auf 1500 Bitcoin (BTC) reduziert sein. Im Zuge dessen wird eine neue virtuelle Währung mit einem Token namens PAN entstehen. Wie die Macher hinter Bitpanda betonen, dient diese ICO nicht als Crowdfunding für ein neues Start-up. Vielmehr soll eine neue Technologie finanziert werden, die im Anschluss eine freie Nutzung auf Open-Source-Basis ermöglicht.

 

 

Technische Basis und Support

Das Projekt Pantos soll zunächst auf der Plattform der Kryptowährung Ethereum veröffentlicht werden. Kurz darauf soll das Konzept bereits die virtuellen Währungen Bitcoin, Lisk, Litecoin, Komodo und Wave unterstützen.

Für die TU Wien stellt Pantos nicht etwa das erste Projekt auf Blockchain-Basis dar. Mit dem Projekt Ethertrust entwickelte die Forschergruppe Security and Privacy der Fakultät für Informatik an der Universität Ende 2017 ein Konzept, das die Sicherheit von Smart Contracts auf Ethereum-Basis erhöhen soll. Diese Forschungsarbeit um den Informatik-Professor Matteo Maffei erfuhr eine Förderung durch Österreichs größte Internet-Förderaktion netidee.

Auch in Deutschland arbeiten einige Universitäten und andere Forschungseinrichtungen an Projekten, die sich auf die Anwendungsmöglichkeiten der Blockchain-Technologie beziehen. So plant etwa die RWTH Aachen noch im März in Kooperation mit der Demofabrik Aachen sowie dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik ein gemeinsames Forschungsvorhaben zur Nutzung der Blockchain für industrielle Anwendungen. Potentielle Anwendungsmöglichkeiten der Technologie in industriellen Abläufen sollen identifiziert und beurteilt werden. Auf diese Weise wollen die Forscher ausloten, inwiefern die Technologie in der Industrie implementiert und genutzt werden kann. Weitere Informationen finden Sie auf pantos.io