Warum Kraken Stablecoin-Unternehmen Reap für 600 Mio. akquiriert

Das Wichtigste in Kürze

  • Payward, Mutter der US-amerikanischen Krypto-Börse Kraken akquiriert den Stablecoin-Dienstleister Reap aus Hongkong für 600 Millionen US-Dollar.
  • Das Unternehmen möchte seinen Einfluss so auch außerhalb Nordamerikas ausweiten und den asiatischen Markt erschließen.
  • Nach der Übernahme wurde Payward auf einen Gesamtwert von 20 Milliarden US-Dollar geschätzt. Ein Börsengang soll noch dieses Jahr folgen.

Warum Kraken Stablecoin-Unternehmen Reap für 600 Mio. akquiriert

Die Mutter der US-amerikanischen Krypto-Börse Kraken investiert ganze 600 Millionen US-Dollar, um das in Hongkong ansässige Stablecoin-Unternehmen Reap Technologies zu übernehmen. Payward, der Mutterkonzern hinter Kraken, setzt damit eine freizügige Investmentstrategie fort.

Weil Payward Reap als Basis weiteren Wachstums nutzen könnte und die Stablecoin-Branche möglicherweise kurz vor einer parabolischen Entwicklung steht, stuft Krypto-Experte Marc Baumann den Kauf als “wichtigste Akquisition des Jahres” ein.

Das in San Francisco ansässige Unternehmen Payward Inc. verfügt inzwischen über zehn verschiedene Betriebe. Seit 2025 realisierte der US-Betrieb etliche Übernahmen. So gehören zu Payward neben dem Flaggschiff Kraken auch weitere Handelsplattformen wie Small Exchange, NinjaTrader oder Breakout.

Erst Mitte April gab Kraken die Übernahme der Derivate-Plattform Bitnomial bekannt. Die letzte Akquise ist also weniger als einen Monat her. Seinem Kerngeschäft bleibt der US-Konzern treu. Alle erworbenen Betriebe beschäftigen sich mit Finanzthemen. Unter ihnen befinden sich etliche Handelsplattformen, doch auch weitere Finanzdienstleister sind vertreten – etwa Backed, welches sich mit der Tokenisierung von Echtweltanlagen beschäft.

Bloomberg berichtete über Paywards jüngsten Kauf, der mit einem Wert von 600 Millionen US-Dollar ein Schwergewicht unter Paywards Töchtern ist. Mittels Reap Technologies möchte Payward den Sprung auf einen neuen Kontinent wagen.

Bisher konzentrierte man sich auf den US-amerikanischen Markt. Reap, ein asiatisches Unternehmen, soll Payward auch in Fernost die Pforten öffnen. Dort sei der Stablecoin-Dienstleister bereits in einer bedeutungsvollen Position, stellt er seinen betrieblichen Kunden doch eine Alternative zum herkömmlichen Angebot klassischer Geschäftsbanken bereit.

Statt auf klassische Fiatwährungen setzt Reap auf Stablecoins. Die Verwaltung der Finanzen ist für Reaps Kunden dadurch sehr viel schneller und leichter zu bewältigen. Kunden können in ihren Konten verschiedene Stablecoins verwalten, Zahlungskarten erhalten und grenzüberschreitende Zahlungen in Auftrag geben, die dank Blockchain-Technologie rasch abgewickelt werden.

Börsengang von Payward naht

Gegenüber Bloomberg bestätigte Arjun Sethi, Co-Geschäftsführer von Kraken und Payward, dass Paywards geplanter Börsengang bald stattfinden werde. Die Vorbereitungen seien bereits zu 80 Prozent abgeschlossen. Die Planungen laufen seit Monaten und wurden im Frühjahr zeitweilig auf Eis gelegt, weil der Kryptomarkt einen Abschwung erlebte.

Wann genau der Börsengang stattfindet, steht noch nicht fest. Payward möchte ihn allerdings noch im Kalenderjahr 2026 umsetzen. Nach den jüngsten Akquisitionen wurde Payward auf einen Gesamtwert von 20 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Payward zählt demnach zu den wertvollsten Krypto-Firmen der USA. Spitzenreiter Coinbase erreicht eine Marktkapitalisierung von rund 55 Milliarden US-Dollar. Die Deutsche Börse arbeitet mit Payward zusammen und übernahm im April bereits einen Teil des Unternehmens für 200 Millionen US-Dollar.

Autor

Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

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