Jupiter Research | Blockchain gewinnt bei Konzernen an Popularität

Die Fintech-Analysten von Jupiter Research haben im Rahmen einer neuen Untersuchung herausgefunden, dass die Blockchain-Technologie bei großen Konzernen an Beliebtheit gewinnt. In der Pressemitteilung von 11. September teilen die Analysten mit, dass das Interesse an der Technologie um 11 Prozent gestiegen ist.

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Die Jupiter Reseach Blockchain Enterprise Survey

Die neue Studie der Analysten von Jupiter Research wurde unter dem Namen „Blockchain Enterprise Survey: Deployments, Benefits & Attitutes“ veröffentlicht und liegt nunmehr in der zweiten Auflage vor.

Aus der Studie geht hervor, dass rund 65 Prozent der befragten Unternehmen, welche als große Unternehmen kategorisiert werden, die Implementierung einer Blockchain-Technologie in Betracht ziehen oder aktuell implementieren. Laut der Definition der Studie ist ein großes Unternehmen ein Unternehmen, welches mehr als 10.000 Mitarbeiter beschäftigt. Im vergangenen Jahr lag die Quote der großen Unternehmen, welche sich mit der Blockchain-Technologie auseinandersetzen, bei 54 Prozent.

Ein weiterer Blick auf die Daten zeigt zudem, dass ein Viertel der Unternehmen die Phase der Konzeptionierung verlassen haben und sich nun in der Test- oder Markteinführungsphase befinden. Zudem hat sich das Einsatzgebiet der Technologie erweitert, denn mittlerweile geben nur noch 15 Prozent der Unternehmen an, dass die Technologie im Zuge eines Zahlungssystems eingesetzt werden soll. Im vergangenen Jahr lag diese Quote noch bei 34 Prozent. Nunmehr soll ein reges Interesse in den Bereichen Authentifizierung, Smart Contracts und Logistik bestehen.

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Logo von Ethereum

Ethereum-Blockchain unter Unternehmen besonders beliebt

Das Ethereum-Token fiel in den vergangenen Monaten vor allem mit sinkenden Kursen auf. Dennoch zeigt die Studie von Jupiter Research, dass fast die Hälfte der befragten Unternehmen auf die Ethereum-Blockchain setzen werden. Vor allem das Standardisierungspotenzial des Tokens überzeuge und erleichtert die Einführung von DApps.

Insbesondere Unternehmen, die ein Investitionsvolumen von mehr als 100.000 US-Dollar besitzen, planen auch im kommenden Jahr mit Ausgaben in der gleichen Höhe. Für Jupiter Research verdeutlicht dies, dass das Feedback der Unternehmen auf die Potenziale der Technologie positiv ausfällt. Somit begründet sich auch eine Intensivierung der Forschung und Entwicklung in diesem Bereich.

Allerdings zeigt James Moar, einer der Co-Autoren, dass es auch Herausforderungen bei der Integration der neuen Technologie in bestehende IT-Architekturen gibt. So zeigte die Studie, dass Unternehmen dringend an der Entwicklung neuer Systeme arbeiten müssen, da es ansonsten zu Problemen kommen kann. Unter den befragten Unternehmen gilt IBM als beliebtester Anbieter von Blockchain Lösungen. Rund 65 Prozent der Befragten gaben dies als Antwort. Auf dem zweiten Platz folgte Microsoft mit lediglich sieben Prozent der Stimmen.

Neben Jupiter Research veröffentlichte auch Deloitte eine Studie zum Thema Blockchain. Im Rahmen dieser Studie wurde festgestellt, dass Unternehmen und deren Geschäftsführer, welche sich mit der Implementierung der Blockchain-Technologie konfrontiert sehen, einen guten Grund für diese Entwicklung sehen.