Was ist Binance USD (BUSD)? – Erklärung und Zukunft

Neben vielen anderen Börsen hat auch der Marktführer Binance einen eigenen Stablecoin im Angebot. Der Binance USD Coin – kurz BUSD – ist eine stabile Kryptowährung, welche an den US-Dollar-Kurs gekoppelt ist.

BUSD ist tiefer Bestandteil des Ökosystems der Krypto-Börse und mittlerweile auch aus der Krypto-Welt kaum mehr wegzudenken. Nachfolgend wollen wir erklären, was BUSD so besonders macht und warum der Stablecoin in seiner Funktionsweise kaum mit anderen stabilen Kryptowährungen zu vergleichen ist.

Binance Logo mit Ethereum und Bitcoin Münzen

Die Wichtigsten Eigenschaften von BUSD im Überblick

Die im Jahr 2017 von Changpeng Zhao gegründete Krypto-Börse Binance ist schnell zum absoluten Marktführer unter den Handesplattformen für digitale Währungen aufgestiegen.

Inzwischen bietet Binance ein umfangreiches Handelsspektrum an und ermöglicht neben dem Kauf und Verkauf von Kryptowährungen und NFTs auch Blockchain-Entwicklungen auf der eigenen Binance Smart Chain. Neben einer nativen Kryptowährung (Binance Coin (BNB), bietet die Plattform auch einen Stablecoin an: BUSD.

Name Binance USD
Kürzel BUSD
Marketcap
Rang
Gründung 2019
Gründer Changpeng Zhao
ICO
Blockchain/Standard PoS-Blockchain
Status Online
Website https:binance.com/en/busd
Whitepaper Nein

*(Stand heute)

BUSD soll es Händlern auf der Plattform von Binance ermöglichen, ihre Vermögenswerte schnell und unkompliziert in eine wertstabile Kryptowährung tauschen zu können, ohne die Blockchain-Welt verlassen zu müssen.

Der Binance Stablecoin ist behördlich reguliert und wird nicht von der Börse selbst, sondern von einem externen Emittenten ausgegeben. BUSD war das erste Projekt im Rahmen von Binance Venus-Blockchain. Venus ist eine öffentliche Blockchain im Ökosystem der Handelsplattform, auf der lokale Stablecoins abgebildet sind. Dazu gehört beispielsweise auch BGPB, ein an den Britischen Pfund gebundener Stablecoin.

Welches Problem löst BUSD?

Stablecoins im Allgemeinen haben eines der größten Probleme überhaupt in der Krypto-Welt gelöst. Als Ausgleichsmittel neben volatilen Kryptowährungen, wie Bitcoin, Ether und Co, bieten Stablecoins die Möglichkeit, Krypto-Gelder in eine wertstabile digitale Währung zu wechseln, ohne die Blockchain verlassen zu müssen.

Das hat den großen Vorteil, dass das Geld schnell wieder zur Verfügung steht und keinerlei Wertschwankungen unterliegt. Zu diesem Zweck haben einige große Krypto-Börsen eigene Stabecoins erschaffen, um ihren Nutzern uneingeschränkten Zugriff auf stabile Kryptowährungen auf der eigenen Plattform zu bieten.

BUSD ist in dem Zusammenhang Binance hauseigener Stablecoin und mittlerweile der nach Marktkapitalisierung dritttgrößte seiner Art. Lediglich Tether (USDT) und der USD Coin (USDC) sind noch größer als Binance USD. Mit BUSD hat die bekannte Handelsplattform ein Produkt geschaffen, was praktisch auf der gesamten Börse und in vielen Bereichen zum Einsatz kommt.

Binance USD ermöglicht den sofortigen Austausch von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether, BNB und vielen mehr mit der stabilen Währung BUSD. Nicht nur für die Nutzer hat das große Vorteile, auch Binance hält seine Kunden somit stets im Ökosystem der eigenen Plattform.

Wie löst BUSD das Problem?

Die Antwort ist aus zwei perspektiven zu beantworten. Aus technischer Sicht arbeitet Binance wie zuvor bereits erwähnt mit dem Unternehmen Paxos zusammen. Der aus New York stammende Finanzdienstleister ist Binance zuverlässiger Partner und gleichzeitig Emittent von BUSD. Paxos genießt einen hervorragenden Ruf in der Krypto-Szene und arbeitet eng mit den amerikanischen Behörden zusammen.

Die von Paxos betriebene Bitcoin-Börse ItBit war die erste seiner Art, die vom New York State Department of Financial Services offiziell lizenziert wurde. Bereits seit 2012 beschäftigt sich das Unternehmen mit der Herausgabe von Stablecoins für andere Finanzunternehmen. Aus einer solchen Partnerschaft heraus entstand schließlich auch BUSD.

Viele Stablecoin-Projekte stehen aufgrund von Vorwürfen durch Experten, Behörden und Medien in der Kritik. Allen voran die Nummer 1 unter den stabilen Kryptowährungen, Tether, ist nach Meinung vieler Kritiker eine gigantische Blase. Immer wieder müssen sich die Verantwortlichen hinter dem Projekt unangenehmen Fragen der Behörden stellen.

Binance wollte daher mit BUSD einen Problemlöser schaffen, bei dem der gute Name der Börse dahintersteht. Dieser Plan ist voll aufgegangen, denn Binance bietet seinen Stablecoin mittlerweile auch außerhalb der eigenen Plattform an, arbeitet mit Behörden zusammen und lässt die Deckung durch einen lizenzierten und seriösen Partner abwickeln.

Wie hält BUSD seinen Wert?

Die wichtigste Funktion, die ein Stablecoin erfüllen muss, ist die Wertstabilität zu bewahren. Dass das nicht selbstverständlich ist und diese grundlegende Eigenschaft nicht jedes Projekt dieser Art erfüllt, zeigt beispielsweise der Fall Terra Luna.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, setzt Binance auf eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen. Dazu gehören: regelmäßige Sicherheitsaudits, Einhaltung behördlicher Standards, ein externer Emittent und eine Deckung durch reale Vermögenswerte.

Binance und Paxos unterziehen sich Audits durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Withum, die im Rahmen einer Prüfung regelmäßig die Deckung von BUSD durch US-Dollar-Reserven kontrolliert.

Paxos verwahrt die Reserven bei lizenzierten Banken und reagiert jederzeit auf Kursveränderungen des US-Dollars. Steigt der Kurs, steigt gleichzeitig auch der Wert von BUSD. Paxos lagert im Gegenzug weitere Reserven ein und hält den BUSD-Kurs auf diese Weise stabil. Dies ist die wohl klassischste Form der Stablecoin-Technologie.

BUSD selbst wird über die Ethereum-Blockchain ausgegeben, Binance hat darüber hinaus einen BEP-20 Token erschaffen, welcher auf der eigenen Binance Smart Chain läuft. Da beide Blockchains kompatibel sind, ist ein einfacher Austausch problemlos über die Binance Bridge möglich.

Wie zuvor erwähnt ist der Mechanismus hinter BUSD nicht wirklich komplex oder spektakulär. Es gibt weder eine künstliche Intelligenz noch komplizierte Algorithmen, um den Kurs stabil zu halten. Jeder BUSD ist genau durch einen realen US-Dollar gedeckt. In dem Moment, wo BUSD in Fiat-Währung getauscht werden soll, verbrennt Paxos die eingetauschten Coins.

Sobald BUSD die 1:1-Bindung verliert, kaufen Arbitrage-Händler automatisch BUSD im großen Stil, bis der Kurs wieder auf den US-Dollar-Preis steigt. Der gesamte Prozess wird durch die amerikanischen Finanzaufsichtsbehörden des Bundesstaats New York kontrolliert.

Potenzial und Chancen von BUSD

Der Bedarf an Stablecoins ist groß, was auch die Konkurrenzsituation unter den einzelnen Projekten verdeutlicht. Doch viele dieser Projekte stehen in der Kritik. Häufig ist unklar, wie die Firmen die Reserven – teilweise in Milliardenhöhe – tatsächlich decken.

Die Angst vor einem Absturz eines Stablecoin-Projekts schwebt daher immer mit. Binance schlägt mit BUSD jedoch einen ganz anderen Weg ein. Das transparente Vorgehen und Binance mit seinem Namen hinter dem Coin sorgen für großes Vertrauen.

Das könnte BUSD auf lange Sicht zum wichtigsten Stablecoin machen. Noch sind USDT und USDC nach Marktkapitalisierung größer, doch Binance will seinen Stablecoin noch weiter ausrollen und mit weiteren Blockchains kompatibel machen.

Binance USD dürfte analog zu seiner Heimatbörse auch in den kommenden Jahren weiter wachsen und könnte beim nächsten Krypto-Bullrun einer der großen Gewinner sein und die Adoption könnte weiter zunehmen.

BUSD Konkurrenz

Die Konkurrenzsituation unter den Stablecoins ist ein sehr spannendes Thema. Wer sich bereits näher mit digitalen Währungen befasst hat, wird wissen, dass es unzählige wertstabile Kryptowährungen gibt. Und obwohl diese Projekte letztlich alle denselben Zweck erfüllen, sind sie in gewisser Weise gar keine Konkurrenten.

Das liegt daran, weil die meisten Stablecoins Bestandteil eines individuellen Ökosystems sind. Lediglich, wenn sich mehrere wertstabile Coins in einem Ökosystem tummeln, liegt eine Konkurrenzsituation vor.

Die Konkurrenzsituation könnte sich jedoch dramatisch ändern, sobald Binance die Adoption seines Stablecoins weiter ausbaut und BUSD für andere Ökosysteme freigibt. Dann steht BUSD in direkter Konkurrenz mit den derzeit weit abgeschlagenen Spitzenreitern USDT und USDC.

Zum Zeitpunkt des Schreibens weist BUSD eine um 30 Milliarden US-Dollar kleinere Marktkapitalisierung als der USD Coin auf Platz zwei auf. Die variabel einsetzbaren Stablecoin-Projekte USDT und USDC sind – trotz Kritik von vielen Seiten – noch immer der Primus und äußerst beliebt.

Warum sollten Nutzer BUSD verwenden?

Die vorherigen Ausführungen haben bereits gezeigt, dass es neben Binance Stablecoin noch unzählige weitere stabile Kryptowährungen gibt. Warum sollten Nutzer also BUSD verwenden? Binance selbst hat zu diesem Thema eine Case Study herausgebracht und einige Argumente gebracht.

Als wichtigsten Punkt erachtet Binance die Tatsache, dass BUSD einer der wenigen Stablecoins in der Krypto-Welt ist, der tatsächlich durch reale Cash-Reserven gedeckt ist. Zusammen mit Paxos hat die große Krypto-Börse ein transparentes Prüfsystem entwickelt, welches in Form eines monatlichen Reports die Existenz der Barmittel auf geprüften US-Banken garantiert. Diese Berichte lassen sich online abrufen und sind durch ein unabhängiges Wirtschaftsprüfungsunternehmen freigegeben.

Mittlerweile nutzen nach Aussage von Binance über 1,1 Millionen Menschen BUSD. Obwohl es aus Sicht vieler Krypto-Enthusiasten eher ein Makel ist, dürfte gerade die strenge Überwachung durch die Behörden ein großer Pluspunkt von Binance Stablecoin sein. Die New Yorker Aufsichtsbehörde NYDFS überwacht Paxos und hat BUSD ganz offiziell auf die Greenlist gesetzt.

BUSD ist damit ein anerkanntes und nach strengen Vorschriften geprüftes Anlagemittel. Die von Paxos hinterlegten Reserven dürfen nur in Barmitteln bei lizenzierten Banken, beziehungsweise in anerkannten Anlageklassen hinterlegt werden.

BUSD kommt bereits in über 400 Anwendungen zum Einsatz. Viele Entwickler, die im Ökosystem von Binance an Projekten arbeiten, nutzen den Stablecoins in ihren Programmen. Als regulierter Stablecoin einer renommierten Krypto-Börse ist BUSD für viele Entwickler die erste Wahl, wenn es um stabile Kryptowährungen in DeFi-Anwendungen geht. Binance CEO Changpeng Zhao erklärte, dass BUSD das Vertrauen von Nutzern und Behörden in Stablecoins stärken soll, nachdem viele Projekte aus diesem Bereich für Kritik und Probleme gesorgt haben.

Fazit: Binance könnte mit BUSD den Stablecoin-Markt umkrempeln

Bereits kurz nach dem Start der heute größten Krypto-Börse verzeichnete Binance ein immenses Wachstum. Ähnlich ergeht es auch BUSD, Binance hauseigenem Stablecoin. BUSD wird in vielen Bereichen der Handelsplattform genutzt und legt den Fokus auf Compliance.

Zu diesem Zweck arbeitete Binance mit dem Unternehmen Paxos zusammen, welches unter Aufsicht der New Yorker Finanzbehörden steht. Mit BUSD hat die Krypto-Börse ein Produkt geschaffen, welches einen völlig anderen Ansatz wählt als viele andere Projekte in diesem Bereich. Langfristig dürfte BUSD damit zur Konkurrenz für die noch deutlich überlegenden Stablecoins USDC und USDT sein.

Für Anleger ist BUSD eine echte Alternative zu anderen Stablecoins, um der Volatilität anderer Kryptowährungen zu entfliehen. Insbesondere Händler, die das Ökosystem von Binance nutzen, dürften demnach von BUSD profitieren.

Autor
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Jens Kerkmann interessierte sich bereits während seines Studiums im Bereich Wirtschaftsinformatik für die Themen Kryptowährungen und Blockchain-Technologie. Bis heute begleitet ihn die Materie in seinem Alltag und Berufsleben und er ist als Autor für Ratgeberartikel und Nachrichten aus dem Blockchain- und Digitalisierungsumfeld tätig.

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