0x-Protokoll | Traden wird günstiger und einfacher

Das 0x-Protokoll ist ein spezialisiertes Softwareprojekt. Es wurde dafür entwickelt, um Token einfach und offen über das Ethereum Netzwerk zu bewegen. Die Verwendung des 0x-Protokolls bietet viele Vorteile, da es das Netzwerk entlastet und Kosten einspart. Das macht das Protokoll ideal für verschiedene dApps, die auf eine Exchange Funktion angewiesen sind.

 

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0x Protocol Logo @0xproject.com

 

Das Team und die Idee hinter dem 0x-Protokoll

Das 0x-Protokoll ist die Idee eines Entwicklerteams, angeführt von den beiden Gründern Will Warren und Amir Bandeali. Warren war früher diplomierter Forschungsassistent in den Los Alamos National Laboratories. Bandeali ist seit seinem Universitätsabschluss im Fintech-Sektor tätig. Zuletzt arbeitete er als Fixed-Income-Trader für DRW. Das Team wird von erfahrenen Beratern aus der Kryptowährung-Welt unterstützt. Dazu gehören unter anderem Fred Ehrsam, der Mitbegründer von Coinbase und Joey Krug, der Gründer von Augur.

Gegründet wurde das Unternehmen im Oktober 2016. Sie sahen in der Blockchain die Zukunft des Handelns. Vermögenswerte aller Art, unabhängig ob Währung, Edelmetall oder Aktie sollten über die Blockchain öffentlich gehandelt werden, so ihre Idee. Dabei stand für sie fest, dass die Ethereum Plattform durch ihre Vielseitigkeit, die Smart Contract Implementierung und der Reichweite, ideal für die Umsetzung eines Asset-Exchange nach ihren Vorstellungen geeignet war.

 

Was sind Smart Contracts?

 

Wie funktioniert das 0x-Protokoll?

Die meisten dezentralen Börsen basieren auf Smart Contracts, die über die Ethereum Blockchain bereit gestellt werden. Alle Auftragsfunktionen und -tätigkeiten finden innerhalb des Smart Contracts statt. Der Nutzer behält dabei stets die Kontrolle über sein Geld und muss sie nicht an eine Dritte Partei abgeben, wie bei zentralisierten Börsen wie Binance oder Bittrex.

Der Nachteil ist jedoch, dass Händler Transaktionen auf der Blockchain ausführen müssen, wenn sie ihre Fonds verwalten, Einzahlungen tätigen, einen Smart Contract platzieren, eine Order stornieren oder aufgeben wollen. Jede einzelne dieser Aktionen kostet Gas. Gas ist eine spezielle Einheit in Ethereum. Jeder Aktion auf der Blockchain liegen Berechnungen zu Grunde, die von den Minern erbracht werden. Diese Berechnungen müssen bezahlt werden und werden in der Einheit Gas ausgegeben. Die Zahlung erfolgt jedoch in Ethereum Token. Die Gebühren können sich dabei schnell summieren. Der Dezentrale Exchange bietet Sicherheitsvorteile, aber wenn es um Betriebskosten und Zugänglichkeit geht, liegen sie hinter ihren zentralisierten Gegenstücken weit zurück.

 

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0x Protocol @0xproject.com

 

Hier kommt das 0x-Protokoll ins Spiel. Es verbessert den dezentralen Exchange durch Verwendung von Off-Chain-Bestellrelays in Verbindung mit On-Chain-Settlements. Benutzer können ihre Order Off-Chain aufgeben. Nur die eigentliche Wertübertragung wird on-chain ausgeführt. Alle anderen Befehle bleiben off-chained. Dadurch werden Gas Gebühren reduziert und das Ethereum Netzwerk wird nicht mit unnötigen Berechnungen überlastet.

Um dies zu erreichen, verwendet die Plattform sogenannte „Relayers„. Sie sind für die Übertragung der Bestellungen über die Auftragsbücher, auch Order Books genannt, zuständig. Durch sie kann das Netzwerk die Liquidität gewährleisten, indem sie ihre Auftragsbücher hosten und als eine Art Exchange arbeiten. Der Relayer kann jedoch, im Gegensatz zum klassischen Exchange, selbst keine Trades ausführen. Er kann den Handel lediglich vereinfachen. Als Ausgleich für seine Arbeit erhält ein Relayer für jede Transaktion eine Gebühr. Diese Zahlung wird in der nativen Währung der 0x-Protokoll Plattform mit dem Kürzel ZRX ausgezahlt.

0x kann auch Punkt-zu-Punkt-Aufträge aufnehmen. Dadurch können zwei Personen Geld direkt an den anderen verschicken. Dies kann über verschiedene Messaging-Dienste wie zum Beispiel E-Mail, Facebook-Messenger und ähnliches durchgeführt werden. Wenn der Sender über seine Adresse ein Auftragsrelay anstößt, kann nur die spezifizierte Empfängeradresse darauf reagieren und die Sendung empfangen. Das verhindert, dass Dritte böswillig versuchen die Sendung abzufangen oder umzuleiten.

 

 

0x-Protokoll in der Anwendung

Es gibt bereits zahlreiche Projekte, die das 0x-Protokoll für ihre dApps verwenden oder planen es in ihr System zu integrieren. Laut der 0x-Projekt Website sind das unter anderem:

  • Aragon
  • Auctus
  • Augur
  • Blocknet
  • ChronoBank
  • District0x

In einem Blog Beitrag vom 01.Mai stellt das Unternehmen insgesamt 18 Ideen für den Einsatz von 0x-Protokoll vor. Die Möglichkeiten sind dabei sehr vielseitig. Einige dieser Ideen befassen sich mit dem Traden, wie zum Beispiel:

  1. Stablecoin Converter (Was sind Stablecoins?)
  2. Short- und Margin-Trades
  3. Mirror Trading
  4. One-Klick-Trading
  5. Fiat zu Token Exchange

Das 0x-Protokoll kann aber auch im Zusammenhang mit dem ERC-20 Token genutzt werden. So wären beispielsweise Off-Chain Auktionen wesentlich günstiger als die bisherige Methode. Wenn die nicht-fungiblen Assets, wie zum Beispiel die digitalen Katzen bei CryptoKitties, verkauft werden, muss zunächst ein Kaufpreis bestimmt werden. Das erfolgt durch Gebote, die live ausgeführt werden. Das kostet sehr viel Gas und verstopft das Netzwerk unnötig. Generell wären In-Game Trading Plattformen denkbar, um wertvolle Spiel-Gegenstände sicher und günstig handeln zu können.

Eine weitere Idee wären Dark Pool Relayers, sie ermöglichen eine private Börse. Hier wären die getätigten Geschäfte nicht der Öffentlichkeit zugänglich, sondern würden nur innerhalb der ausgewählten Gruppe oder den beiden Handelnden sichtbar.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind breit gestreut. Wie das Unternehmen zum Abschluss in dem Beitrag schreibt, suchen sie aktuell Partner, die interessiert wären eine der vorgestellten Ideen umzusetzen.