Trinity – Das IOTA Wallet – Was du wissen musst

IOTA Wallet Logo

Die Kryptowährung IOTA gehört seit Jahren zu den beliebtesten weltweit und weckt das Interesse vieler Anleger. Besonders in Deutschland gibt es viele Anhänger und Befürworter des Projektes, welches seinen Hauptsitz in Berlin hat. Laut Coingecko hatte die Währung im Dezember 2017 einen bisherigen Höchststand von fünf US-Dollar erreicht, was einer Marktkapitalisierung von 15 Milliarden US-Dollar entspricht. Zur Aufbewahrung stellt die Foundation zudem ein eigenes IOTA Wallet zur Verfügung.

Die IOTA Foundation möchte dabei das Internet der Dinge und die Industrie 4.0 vorantreiben. Ähnlich wie Ethereum als Marktführer für Smart Contracts zählt, möchte IOTA einen eigenen Standard kreieren. Dabei konnte das Unternehmen bereits viele namhafte Partnerschaften schließen, darunter auch Volkswagen und Bosch. Ebenso zählen mehrere erfolgreiche Projekte zu den bisherigen Errungenschaften.

Die Entwicklung steckt jedoch nach wie vor in der Anfangsphase und benötigt dadurch noch viel Zeit. Auf der Webseite der Foundation können Interessenten den aktuellen Status, sowie die Roadmap des Projektes einsehen. So zeigt sich, dass in den kommenden Jahren mit einem starken Wachstum und neuen Innovation zu rechnen ist. Das IOTA Wallet namens Trinity zählt dabei ebenfalls zu den Produkten, welche durchgehend technisch verbessert werden.

Was ist IOTA?

Die IOTA Foundation wurde bereits 2015 gegründet und ist eine Non Profit Organisation. Somit können Entwickler derzeit lizenzfrei auf die Software zugreifen und diese nutzen. Zu den Gründern zählen David Sønstebø, Sergey Ivancheglo, Dominik Schieber und Sergei Popov. Der Sitz der IOTA Foundation befindet sich in Berlin.

Ziel des Projektes ist es, Lösungen für das Internet der Dinge bereitzustellen. Die IOTA Prognose fällt dabei überwiegend positiv aus und zählt das Unternehmen zu den Favoriten auf ihrem Gebiet. Ziel des Netzwerkes ist es, die Kommunikation von Maschinen untereinander zu automatisieren. Somit könnten viele Vorgänge in wirtschaftlichen Kreisläufen selbstständig ablaufen und dadurch Zeit und Kosten sparen. Dies ist beispielsweise bei der Überwachung von Versorgungsketten sehr hilfreich, sowie beim autonomen Bezahlen. Auch Smart Cities beruhen auf dem Prinzip des eigenständigen Informationsaustausches.

” IOTA bietet digitales Vertrauen und ermöglicht es uns, eine bessere Welt aufzubauen.” – IOTA Webseite

Da in der Regel sehr viele Transaktionen anfallen, muss das System extrem hoch skalierbar sein. Während Bitcoin und Ethereum zu den vergleichsweise langsamen Blockchains zählen, kann IOTA Transaktionen nahezu in Echtzeit ausführen. Dies ermöglicht ein azyklischer Graph namens Tangle, welcher keine Blockhain darstellt. Um eine Transaktion im System zu tätigen, muss der Auftraggeber zunächst mindestens zwei weitere Bestätigen. Dadurch steigt die Geschwindigkeit im Netzwerk mit steigender Nutzerzahl an.

IOTA Wallet – Trinity im Test

Um Transaktionen über den Tangle vorzunehmen, benötigen die Nutzer die Währung IOTA. Diese übernimmt verschiedene Aufgaben in der Anwendung und ist dadurch die Basis des Protokolls. Da die  Speicherung von Kryptowährungen auf Börsen in der Regel ein Risiko darstellt, sollten diese immer in einer eigenen Wallet aufbewahrt werden. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten, jedoch sollten Nutzer bevorzugt auf das offizielle IOTA Wallet zurückgreifen. Dieses ist für bestimmte Anwendungen optimiert und unterliegt der ständigen Kontrolle durch die Entwickler.

Auf der Webseite des Unternehmens kann die Software kostenlos heruntergeladen werden. Dabei gibt es die Anwendung sowohl für den Desktop, als auch für Smartphones. Die zugehörige App befindet sich ebenfalls im App- bzw. Playstore.

Anders als viele Wallets bietet Trinity jedoch nur die Speicherung von IOTA an. Hingegen liegt der Fokus besonders auf der Sicherheit der Guthaben, sowie der einfachen Bedienung. Auch Kurse können in Echtzeit eingesehen werden und verschaffen somit eine bessere Übersicht. Die Anwendung muss jedoch vor der ersten Nutzung installiert und eingerichtet werden. Ähnlich wie bei der Erstellung eines Wallets für Bitcoin, müssen auch im Trinity Wallet mehrere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.

Wallet einrichten

Vor Beginn muss die Software für das jeweilige Betriebssystem heruntergeladen werden. Verfügbar sind MacOS, Windows und Linux, sowie iOS und Android. Hierbei sollten User darauf achten, das Programm ausschließlich auf der offiziellen Webseite zu downloaden. Andere Dateien können unter Umständen Sicherheitslücken aufweisen oder zielen darauf ab, das Guthaben der Kunden zu stehlen.

Download und Installation 

Die Installation der Trinity Wallet ist dabei intuitiv und benötigt keine Vorkenntnisse. Es stehen mehrere Sprachen zur Auswahl, außerdem müssen die Nutzungsbedingungen akzeptiert werden.

Seed auswählen oder importieren

Anschließend erfolgt der wichtigste Teil der Installation. Falls Nutzer bereits einen eigenen Seed besitzen, können sie diese importieren und somit auf das alte Wallet zurückgreifen. Andernfalls können sie direkt ein eigenes Wallet erstellen.

Ein Seed ist dabei eine Zeichenfolge, welcher zur Wiederherstellung des Wallets benötigt wird. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, diesen mit niemandem zu Teilen und sicher zu verwahren. Empfehlenswert sind mehrere Kopien an verschiedenen privaten Plätzen. Auch eine SeedVault kann erstellt werden, wodurch ein Ordner direkt auf dem Computer gespeichert werden kann. Sollte der Seed verloren gehen, gibt es keine Möglichkeit, diesen zu ersetzen oder anderweitig auf das Wallet zuzugreifen. Das Guthaben darauf ist somit verloren, weshalb die Verwahrung besonders wichtig ist. Auch wenn die Zahlenkombination in andere Hände gerät, können diese auf das gespeicherte Guthaben zugreifen.

Bei der Erstellung des Seed ist deshalb darauf zu achten, dass keine Software von Drittanbietern zum Einsatz kommt. Diese kann möglicherweise vorgefertigte Zahlen generieren und hat somit Zugriff auf das Wallet.

Der erstellte Seed kann anschließend nach Eingabe des eigenen Passworts jederzeit im eigenen Account eingesehen werden.

IOTA Wallet – Sicherheit

Das Trinity Wallet ist die sicherste Methode, um die eigene Investition sicher aufzubewahren. Die Software unterliegt dabei der ständigen Überwachung der IOTA Foundation und mögliche Sicherheitslücken werden somit umgehend behoben. Dies kann bei anderen Anbietern unter Umständen nicht der Fall sein, wodurch das offizielle IOTA Wallet immer die erste Wahl ist.

IOTA Seed Generator

Im Jahr 2018 fand ein großflächig angelegter Betrug durch einen IOTA Seed Generator statt. Dieses Ereignis wird oftmals fälschlicherweise als IOTA Hack bezeichnet und verunsichert dadurch Anleger. Bei diesem Vorfall handelte es sich jedoch nicht um einen Fehler der IOTA Foundation, sondern um leichtsinniges Verhalten der Anwender.

So hatten diese anstelle der manuellen Erstellung des Seeds auf eine Software von Drittanbietern vertraut. Durch eine Webseite konnten Nutzer eine vermeintlich sichere Zahlenfolge generieren lassen. Jedoch speicherte dieses Programm auch alle Zugangsdaten der Kunden über ein Jahr hinweg ab. Anschließend wurden die Guthaben darauf transferiert und waren somit verloren.

“Wenn Sie nicht einmal Ihre eigenen Passwörter erstellen können, haben Sie in erster Linie nichts mit Krypto zu tun. Leute wie Sie sollten Helm und Knieschoner tragen.” – David Sønstebø, IOTA Foundation

Durch die tatkräftige Unterstützung durch das IOTA Team und die IOTA Community konnte der Betrüger jedoch ein Jahr später gefasst werden.

Sicherheitslücke 2020

Erheblichen Schaden erlitten User erneut im Jahr 2020, als mehrere IOTA Wallets Opfer einer Attacke wurden. Diesmal jedoch ohne externen Seed Generator, was bei vielen Anlegern zu starker Kritik an IOTA selbst führte. Diese zögerten nicht und griffen umgehend in das Geschehen ein. So wurde der Koordinator, welcher als zentrale Instanz der Überwachung im Netzwerk zählt, vorübergehend ausgeschaltet. Ohne diesen kann kein Konsens im System stattfinden und Transaktionen sind dadurch nicht möglich. Die Maßnahme erschien zwar drastisch, jedoch brachte sie auch den erhofften Erfolg.

Anschließend erfolgte eine transparente Ermittlung des Problems, wodurch der Bug in kurzer Zeit behoben wurde.

“Update: Nachdem der Exploit erfolgreich gefunden wurde, arbeitet das Team derzeit an einer Strategie, um das weitere Risiko für Token-Inhaber zu verringern und den vollständigen Netzwerkbetrieb wieder aufzunehmen.” – IOTA Foundation

Zudem versicherte das Unternehmen, für alle entstanden Schäden an den Nutzern aufzukommen. Bei einem Kurs von 0,33 US-Dollar zum damaligen Zeitpunkt, ergibt sich dadurch eine Summe von etwa 2,8 Millionen US-Dollar.

IOTA Prognose: So entwickelt sich das Unternehmen weiter

Auch wenn der jüngste Fehler im IOTA Wallet zu berechtigter Kritik geführt hat, so stehen die Chancen für das Projekt dennoch weiterhin gut. So befinden sich bereits weitere Produkte in der Entwicklung, welche in den kommenden Monaten erscheinen könnten. Darunter befinden sich ein Protokoll für digitale Identitäten, sowie die Einführung von Smart Contracts. Auch soll die Erstellung von eigenen Assets im IOTA Netzwerk schon bald möglich sein, was einen deutlichen Fortschritt bedeuten würde.

Auch die Partnerschaften des Unternehmens zeigen sich weiterhin überzeugt von der Vision. Besonders in den Bereichen der Mobilität und des Gesundheitswesens besteht eine enorme Nachfrage nach funktionierenden Anwendungen. Das IOTA Protokoll könnte sich hier als Standard für viele Industrien etablieren. Auch die fortschreitende Digitalisierung ist auf das Internet der Dinge angewiesen und könnte durch IOTA deutlich profitieren.

Mit derzeit über 100 Partnerschaften und 250 Patenten, zeigt sich das Projekt als klarer Favorit. Besonders der Zuspruch von namhaften Unternehmen und Investoren gilt als gesunder Indikator für das Wachstum der Foundation.

Bereits bis Ende 2020 sollen mehrere große Schritte in Richtung Massenadaption erfolgen. So soll durch das Update zu IOTA 2.0 die Geschwindigkeit und Sicherheit des Tangle enorm steigen. Dies erfolgt in der Absicht, weitere Anwendungen zu ermöglichen und das Ökosystem nach und nach in die reale Welt zu integrieren.

IOTA Wallet eToro

Wie kann man in IOTA investieren?

Da es ich bei IOTA um eine sehr beliebte und bekannte Währung handelt, bieten die meisten seriösen Börsen den Handel damit an.

Zu den wichtigsten Plattformen für den Handel mit Kryptowährungen zählt Binance als klarer Markführer. Dort können neben IOTA zahlreiche andere Token gehandelt werden. Ebenso bietet Binance viele andere Anwendungen an, darunter auch den Handel mit Hebelwirkung.

Ebenso zählt eToro zu den sichersten Anbietern für IOTA. Neben den eigentlichen Coins können Kunden von eToro auch mit Zertifikaten handeln. Dies erlaubt die Nutzung von höheren Hebeln, außerdem können Nutzer auch auf fallende Kurse setzen. Etoro ist zudem die größte Plattform, welche Social Trading ermöglicht. So erfolgt unter den Nutzern ein durchgehender Austausch über den Handel mit Kryptowährungen, Aktien und anderen Assets.

Vor einem Investment sollten Anleger jedoch immer bestimmte Vorkehrungen treffen. Grundlegend sollte kein Investment erfolgen, wenn zuvor keine Fundamentalanalyse stattgefunden hat. Auch die Technische Analyse und die Sentimentanalyse können helfen, um geeignete Zeitpunkte zum Kaufen zu finden.

Um das Verlustrisiko zu minimieren, sollten Nutzer die IOTA nur in der Trinity Wallet aufbewahren. Eine Alternative hierfür sind Hardware Wallets, welche die Speicherung vollständig getrennt vom Internet ermöglichen. Der Ledger hat sich als eine sichere Methode zum Verwahren von verschiedenen Kryptowährungen bewährt. Falls möglich sollte das eigene Investment nicht auf einer Börse verbleiben, da diese oft Ziel von Cyberattacken sind.

Um den Umgang mit Kryptowährungen zu lernen, eignen sich verschiedene Bücher. Auch das Lesen von News ist eine nützliche Quelle, um das eigene Wissen zum Thema aufzufrischen.

IOTA Wallet Logo

Fazit: IOTA Wallet wird ständig verbessert

Da sich digitale Währungen nach wie vor in einem frühen Stadium befinden, können nur wenige Projekte bereits mit einem finalen Produkt dienen. So existieren zwar viele Grundlagen, wie verschiedenen Blockchains, jedoch benötigen diese auch reale Anwendungen und Nutzer. Ähnlich wie Ripple Labs und die Ethereum Foundation, trägt auch IOTA erheblich zum Fortschritt des Sektors bei. Im Gegensatz zu vielen anderen Projekten können diese auch Produkte vorweisen, welche einen Mehrwert besitzen und von den Kunden gefragt sind.

Da die Entwicklung bei IOTA stetig voranschreitet, wird auch das IOTA Wallet immer weiter verbessert. Dies könnte in Zukunft jegliche Sicherheitslücken ausschließen und die Anwendung für Privatkunden und Firmen deutlich interessanter machen. Auch die Abschaffung des Koordinators und das Update zu IOTA 2.0 bringen das Projekt einen großen Schritt weiter. Ebenso schafft dies mehr Dezentralität und macht das Protokoll unabhängiger, was ein entscheidender Faktor für die Community ist.

Da es wenige Konkurrenten für IOTA gibt, welche bereits eine beachtliche Größe erreicht haben, könnte sich die Foundation klar als Marktführer in Zukunft platzieren. Durch die Unterstützung der Geschäftspartner können die Entwickler zudem auf eine solide Basis aus der Wirtschaft bauen. Da bereits eine hohe Nachfrage nach Produkten besteht, ist auch die Finanzierung und Umsetzung vieler Teilbereiche in den kommenden Jahren gesichert. Auch die rechtliche Lage ist klar definiert, wodurch IOTA von bevorstehenden Regulierungen im Bereich von Kryptowährungen eher als Profiteur hervorgehen könnte.

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