IOTA Assembly macht Ethereum Konkurrenz

Was ist IOTA?

IOTA Assembly, das dezentrale Netzwerk der IOTA Foundation, soll 2022 an den Start gehen und ergänzt das Ökosystem um ein weiteres wichtiges Element auf dem Weg zum Multi-Asset-Ledger.

IOTA Assembly Netzwerk für Governance

Aus der ehemaligen Kryptowährungen für M2M-Payments ist ein vielschichtiges Projekt geworden, das inzwischen sogar schon als IOTA-Versum bezeichnet wird. Das Tokenization-Framework ist inzwischen in erster Instanz umgesetzt.

IOTA Shimmer ist das incentivierte Testnetzwerk für alle zukünftigen Updates und bekommt einen eigenen Token. Genauso wie IOTA Assembly, dessen Token dann ebenfalls auf Krypto-Börsen handelbar ist.

Die Pläne der IOTA Foundation sehen so aus, dass Shimmer bald ohne Koordinator laufen soll, also vollständig dezentral. Dafür hat die Foundation IOTA Smart Contracts entwickelt, bei dem nicht jeder einzelne digitale Vertrag von allen Nodes verarbeitet werden muss.

Bei IOTA erfolgt die Validierung der einzelnen Smart Contract von ausgewählten Komitees, genauer gesagt Konsortien oder Nodes von Unternehmen, den sogenannten Validatoren.

Sie möchten in IOTA investieren?

Wir zeigen Ihnen Schritt-für-Schritt wie es geht!

IOTA Münze
Zur IOTA-Kaufanleitung

Permissionless Multi-Chain Netzwerk

Das offene Ökosystem erhält nun mit IOTA Assembly ein Netzwerk, dass über dem Basis-Layer von IOTA platziert ist. Durch IOTAs verteilten Ledger müssen nicht erst mühsam propietäre Lösungen entwickelt werden, was auch die Sicherheit gefährden könnte.

Assembly ist ein permissionless Multi-Chain-Netzwerk, um Smart Contracts zu entwickeln, zu verbinden und bereitzustellen.

Grundsätzlich ist das Erstellen von Smart Contracts kostenlos, lediglich die Gebühren für die Validierung kommen auf den Nutzer zu. Da jedoch der Markt diesen Preis regelt, ist es möglich, dass sich Entwickler zukünftig den günstigsten Anbieter unter mehreren aussuchen können.

Außerdem bietet IOTA die Transparenz und die Geschwindigkeit, wenn mehrere Netzwerke zusammenarbeiten. Unternehmen haben so die Möglichkeit, selbst auszuwählen, welchem Netzwerk sie sich anschließen wollen.

Sie erhalten einen Anreiz dafür, denn in den bestehenden Netzwerken besteht bereits das Vertrauen, wenn auf Basis der Dezentralität mehrere Netzwerke zusammenarbeiten.

Als kleiner Entwickler ist man wieder auf einzelne spezielle Nodes angewiesen. Nicht immer kann man garantieren, dass Nodes fair arbeiten. Das gilt allerdings nur in permissioned Netzwerken.

Ethereum hat bisher dafür die ideale Lösung, denn es gibt ein dezentrales und permissionless Netzwerk. Aber die Transaktionskosten sind immens hoch und das Netzwerk dicht gedrängt.

IOTA ist ein öffentlicher, permissionless Ledger für das Internet der Dinge, welches die Interoperabilität zwischen mehreren Geräten ermöglicht. So sind dezentrale Transaktionen für Jedermann zugänglich, ohne dass Miner oder Blöcke erforderlich sind. Dabei bietet IOTA Skalierbarkeit, Transparenz und Sicherheit aller auf dem Tangle verankerten Aktivitäten.

IOTA Assembly folgt Ethereum Smart Contract

Die Berechnung erfolgt bei Ethereum dezentral und permissioned für jeden einzelnen Smart Contract. Assembly steigt nun auf das Level von Ethereum auf.

Das Assembly Netzwerk ist das eigene Netzwerk über der Ebene von IOTA als Layer platziert und dient als Governance Layer für permissionless Smart Contracts.

Die Smart Contracts Chains starten in Assembly. Zufällig ausgewählte Validatoren berechnen diese und bestätigen sie.

Eine der Auswahlgründe für Entwickler könnte dann auch die Gebührenfindung der Netzwerke sein, wenngleich das Anlegen von Smart Contracts per se vorerst kostenlos möglich ist.

Das Validieren über die in Assembly ausgewählten Validatoren richtet sich nach deren aufgebrachter Rechenleistung. So bestimmen Angebot und Nachfrage den besten Preis.

Fehlverhalten wird von sogenannten Fishermen in IOTA Smart Contracts geahndet. Sie ziehen in diesem Fall die Sicherheitsanleihe des entsprechenden Validierers ein und verteilen diese an den Melder des Verstoßes.

Es gibt damit einen Anreiz sowohl für Smart Contract Inhaber als auch Benutzer, die Verträge zu prüfen, um ein mögliches Fehlverhalten zu erkennen.

Die Validierung soll in IOTA Smart Contracts langfristig ebenfalls vollständig dezentral über Validatoren erfolgen. Die Parameter für die Validatoren, wie etwa deren Anzahl, stellen die Entwickler der Smart Contracts individuell ein.

IOTA Assembly sagt ganz klar Ethereum den Kampf an, bietet es doch ebenso eine dezentrale Plattform für die Entwicklung von Smart Contracts.

Während Ethereum zwar permissionless arbeitet, aber die Validierung für jeden einzelnen Smart Contract verlangt, ist Assembly der Governance Ebene für IOTA die Basis, und arbeitet ebenfalls permissionless.

Um die Sicherheit der Transaktionen zu gewährleisten ist Assembly aber nicht auf spezielle einzelne Nodes angewiesen, sondern auf Validatoren.

Sicherheit in Assembly

Da die Smart Contracts Chains in Assembly starten, muss sichergestellt sein, dass die Daten nicht intern manipuliert werden. Die Lösung ist die IOTA-Basis, bei der die Transaktionen in der Basisschicht von IOTA verankert sind.

Der Basis-Layer dient als Vertrauensanker, denn alles, was in Shimmer und Assembly Chains passiert, ist in IOTA verankert. Und zwar so, dass man immer nachprüfen kann, was wann wo passiert ist. Zur Sicherstellung der Daten innerhalb von Assembly dient das Staking.

IOTA Assembly – das Staking

Im zukünftigen dezentralen Netzwerk von IOTA 2.0 dient das Staking als Sicherheit. Wie bei Shimmer, gibt es auch beim Assembly Staking einen 90 Tage Zeitraum, in dem alle Token erschaffen werden.

Am Ende der 90 Tage beansprucht jeder Besitzer über seine Firefly Wallet die entsprechende Menge Token für seine MIOTA und bekommt diese kostenfrei und zur freien Verfügung in Firefly transferiert.

Für jeden MIOTA im Staking erhalten Besitzer 0,000004 ASMB, und zwar alle 10 Sekunden. Die genaue Höhe der Belohnung ist abhängig von der Höhe der eingesetzten Token im Staking und der Dauer des Staking. Es ist möglich, sowohl in Shimmer als auch in Assembly zu staken.

Besitzer müssen zunächst ihre MIOTA von den Krypto-Börsen holen und in Firefly aufbewahren. Doch das Staking geht erst mit der nächsten Version der Firefly Wallet, die jetzige hat noch nicht die notwendigen Funktionen für den Tausch der Token integriert.

Wer seine Token anschließend für eine bestimmte Zeit bindet, erhält als Belohnung neue Token. Dabei ist die maximale Zeit auf 90 Tage begrenzt.

Diese sind zunächst ohne Wert, denn erst, wenn beide Netzwerke gelauncht sind, entsteht durch das Staking die Sicherheit im Netzwerk und diese Sicherheit bietet dann den Wert der Token.

Das „Wegnehmen“ von MIOTA auf den DEXs führt zu einer Verknappung des Angebotes, weil der Token nicht mehr auf dem Markt verfügbar ist.

Die Nachfrage steigt dementsprechend, auch wegen der Updates von IOTA und damit wohl auch der Preis. Der konkrete Nutzen, der sich aus dem Anlegen für das Token für das Netzwerk ergibt, zeigt sich dann in seinem Kurs.

Die jetzt angekündigte 90-Tage-Periode für das Staking soll laut Webseite nicht die einzige bleiben und weitere folgen.

ASMB Token

Der ASMB Token ist das native Token des Assembly Netzwerks und ein wesentlicher Bestandteil des Betriebes, da es für das Staking, die Validierung und die Governance des Systems verwendet wird. Die Token entstehen durch Staking und die Belohnungen für das Staking sind ein Teil des Validierungsprozesses.

Zudem können IOTA-Token-Inhaber ihre IOTA-Token in einem speziellen Verfahren einsetzen, um neu geprägte ASMB-Token zu erhalten und gleichzeitig zur Sicherung des Basisprotokolls beizutragen.

Mit der Kontrolle der Inflation lassen sich die notwendigen Anreize schaffen, um die Kerninfrastruktur des Netzwerks zu unterstützen und das Wachstum der Staker und Validatoren sicherzustellen.

Mit dem ASMB-Token können Besitzer am Staking teilnehmen, indem sie ihre Token an einen Validator abgeben und diese dort geblockt sind. Während dieser Zeit können die Token nicht gehandelt werden.

Das Netzwerk basiert auf der Annahmen, dass diejenigen, die als Validator von der Community ausgewählt sind und viel ASMB als Sicherheitsleistung hinterlegen, Fair-Play betreiben und dem Netzwerk nicht schaden wollen. Außerdem erhalten Validatoren für Ihre Arbeit Belohnungen in Form zusätzlicher Token.

Der Wert der Token steigt und damit auch der Preis, denn das Ziel ist das dezentrale Ökosystem von IOTA 2.0. 70 % der ASMB-Token sollen für die Community von IOTA sein, wie zum Beispiel für die DAOs, die Governance, die Belohnung der Entwickler und für das Staking.

Bei 30 % der Token ist unklar, welche Verwendung sie haben. Es ist jedoch anzunehmen, dass diese für die Finanzierung von IOTA als Unternehmen und Ökosystem eingesetzt werden. Von den 70 % der Community Token werden 20 % über 2 Jahren an die Token-Inhaber ausgeschüttet.

Die jährliche Inflationsrate liegt bei ungefähr 8 % und soll jedes Jahr verringert werden.

Der konkrete Mehrwert für Nutzer liegt bei IOTA in der einmaligen Technologie, den greifbaren Entwicklungen, den wichtigen Partnerschaften und der aktiven Community.

Smart Contracts auf Assembly

In Assembly können Validatoren mit ASMB-Token Smart Contracts absichern. Bisher war es so, dass jeder Smart Contract eine eigene Sicherheit besitzen musste, jetzt kann die ASMB-Node aber ausgewählt werden. Besitzer von Token, die am Staking teilnehmen, erhalten ungefähr alle 10 Sekunden zusätzliche ASMB-Token als Belohnung.

Das Assembly Protokoll ermöglicht das Erstellen einer eigenen Smart Contract Chain mit der notwendigen Flexibilität und der Auswahl wichtiger Parameter. Die digitalen Verträge sind für verschiedene Virtuelle Maschinen (VM) geeignet.

Der jeweilige Entwickler kann die Anforderungen zur Validierung der Smart Contracts selbst definieren und sogar individuelle Gebühren- und Anreizstrukturen anpassen.

Mehrere unabhängige Validatoren verarbeiten die Smart Contracts, sodass weder der Ersteller noch der Benutzer diese manipulieren können. Wenn Ersteller die Ausführung eines Smart Contracts anfordern, berechnet das Netzwerk das Ergebnis und zeichnet es für immer auf.

Dadurch ist dieser Vorgang deutlich kostengünstiger und zuverlässiger als der Papiervertrag. Auf Assembly existiert eine Art offener Marktplatz für Smart Contracts und ihre Entwickler, Benutzer und Validatoren. Sie können dort jede Art von Vereinbarungen treffen.

Autor
Autorin

Stefanie Herrnberger ist als freiberufliche Referentin und Redakteurin tätig. Ihre langjährige berufliche Erfahrung im Bereich der Industrie 4.0, Digitalisierung und Blockchain bieten ihr den perfekten Background, um über Anwendungsfälle der Distributed-Ledger-Technologie in der globalen Industrie und Wirtschaft zu berichten.

Auch interessant
Immer aktuell in der Blockchainwelt.

Melden Sie sich zu unserem monatlichen Newsletter an. Garantiert kostenlos und ohne Spam!