Pantheon als Einstieg von Ethereum in das Hyperledger Konsortium

Ethereum könnte womöglich zur ersten öffentlichen Blockchain im Hyperledger Konsortium avancieren. Lediglich die Zustimmung des technischen Lenkungsausschusses ist notwendig, um das Pantheon-Projekt aufzunehmen. 

Projekt Pantheon von PEGASYS @Pegasys.tech
Projekt Pantheon von PEGASYS @Pegasys.tech

Pantheon vor der Bewilligung des Hyperledger Konsortiums 

Ethereum könnte zur ersten öffentlichen Blockchain mit einer Listung bei Hyperledger avancieren. Die Listung hängt dabei maßgeblich von der Entscheidung des technischen Lenkungsausschusses ab. Hierbei geht es im Speziellen um die Adaption des Pantheon-Projekts – dieses wird von ConsenSys unterstützt. 

Bei Pantheon handelt es sich eine Suite an Tools, die auf Ethereum basieren. Für die Entwicklung sind die Experten von PegaSys verantwortlich. Das Unternehmen umfasst mittlerweile 50 Mitarbeiter und gehört zu ConsenSys. Als technische Grundlage greifen die Entwickler auf den Ethereum-Client zurück. Hierbei spielt die Programmiersprache Java eine tragende Rolle, um Unternehmensanwendungen zu entwickeln und somit einen höheren Standard beim Datenschutz und der Berechtigungsverwaltung zu gewährleisten. Der Vorschlag zur Aufnahme des Projekts wurde am 8. August 2019 an Hyperledger weitergeleitet. Sollte der Lenkungsausschuss das Projekt akzeptieren, würde das Projekt aufgenommen werden. Dementsprechend erhielte Hyperledger auch Zugriff auf die Protokolle von Pantheon. Folglich könnte ein Einsatz bei Projekten wie IBM Hyperledger Fabric oder Intels Hyperledger Sawtooth erfolgen. Die Besonderheit ist, dass das Blockchain-Projekt von PegaSys auf einer öffentlichen Blockchain basiert. Außerdem entspricht die Aufnahme einer Veröffentlichung des kompletten Projektcodes auf der GitHub-Seite des Konsortiums. 

Hyperledger Konsortium forciert das weitere Wachstum  

Auch für Hyperledger bedeutet die Aufnahme des Blockchain-Projekts ein voranschreitendes Wachstum. Bereits zum aktuellen Zeitpunkt besteht das Konsortium aus zahlreichen global agierenden Unternehmen. Erst im vergangenen Monat trafen sich die potenziellen Aspiranten mit Mitgliedern aus Tokio. Dabei stand die Planung, Schulung und der Aufbau neuer Netzwerke im Fokus. Laut Brian Belendorf, der CEO des Unternehmens, dient der Mitgliedergipfel zur aktuellen Standortsbestimmung. Außerdem konnte Hyperledger sehen, welche positiven Auswirkungen die eigene Arbeit auf andere Unternehmen hatte. Folglich ergab sich auch die Möglichkeit, tiefer in die Geschäftsmodelle der Kooperationspartner einzusteigen. 

Die Aufnahme von Pantheon sorgt nun für mehr Tiefe und Breite in der gesamten Community. Diese sei auch notwendig, um für eine stärkere Akzeptanz der Open-Source-Enterprise-Blockchain zu sorgen. Dabei gilt der Zusammenschluss grundsätzlich als Befürworter offener Gemeinschaften. Eine größere Diversifizierung sei grundsätzlich erstrebenswert, um einen maximalen Mehrwert zu generieren. Außerdem seien Non-Profit-Organisationen und Open-Source-Projekte stets willkommen. Dementsprechend sei dieser Ansatz aber nur möglich, wenn sich Hyperledger weiterhin offen präsentiere. Zu Beginn kooperierte das Konsortium mit der Enterprise Ethereum Alliance, um einen Standard für Blockchains zu definieren.