Vitalik Buterin äußert Sorge um Dekadenz in Krypto-Szene

Aasgeier sitzt auf Geld

Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin ist das Vorzeigegesicht der größten Smart Contract Plattform. Seit Ethereum am 30. Juli 2015 öffentlich ging, hat sich einiges verändert. Darunter gibt es mehrere Punkte, die Buterin so gar nicht erfreuen. Um eine zunehmende Dekadenz in der Krypto-Szene zeigt er sich besorgt.

Buterin äußert Kritik an Darstellungswahn durch NFTs

Kürzlich gelang es der Time mit Buterin höchstpersönlich zu sprechen, nachdem er die Veranstaltung ETHDenver besucht hatte.

In einem Gespräch über die Entwicklung seiner Erfindung äußerte er sich kritisch über mehrere Trends, die sich innerhalb des Ethereum-Ökosystems entwickelten.

Kryptowährungen selbst haben ein großes dystopisches Potenzial, wenn sie falsch eingesetzt werden.

So sagt Buterin. Gefährlich würde es immer, wenn übereifrige Investoren in eine Szene hereintreten. Außerdem mache er sich Sorgen über die noch immer hohen Transaktionsgebühren der Ethereum-Blockchain – die durch Ethereum 2.0 endgültig der Vergangenheit angehören sollen.

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In der Öffentlichkeit sorge vor allem ausufernde Dekadenz für eine schlechte Reputation von Kryptowährungen, die vornehmlich durch den Handel mit überteuerten NFTs ersichtlich werde.

In der Krypto-Szene habe sich ein Darstellungswahn entwickelt, der die Leute dazu treibt, Millionen für NFTs auszugeben.

Die Gefahr besteht darin, dass diese 3-Millionen-Dollar-Affen zu einer anderen Art von Glücksspiel werden.

Äußert Buterin und spielt damit eindeutig auf den Bored Ape Yacht Club und verwandte Kollektionen an, die neuerdings vermehrt für Schlagzeilen sorgen.

Bored Ape Yacht Club: Metaverse Otherside startet im April

Buterin hofft auf Wachstum politischer Bedeutsamkeit der Blockchain

Der Ethereum-Mitgründer selbst erhofft sich hingegen eine ganz andere Entwicklung für Ethereum. Statt als Basis für Statussymbole wie Bored Apes wünscht er sich vielzählige Experimente auf der Ethereum-Blockchain wie etwa Systeme zur Abwicklung von Wahlen, verbesserte Stadtplanung, ein universelles Grundeinkommen oder öffentliche Arbeitsprojekte.

Insgesamt sei vor allem ein bestimmter Kurs wichtig. Nämlich: Ein Gegengewicht zu der Machtzentralisierung großer Technologieunternehmen zu bilden und die Tyrannei autoritärer Regierungen zu verhindern.

Buterin selbst sei an Öffentlichkeitsarbeit weniger interessiert, erkannte aber die Not dazu, weil die Blockchain nicht inhärent gut und die Szene zunehmend der Gefahr ausgesetzt ist, wegen Gier zu verkommen.

Wenn wir unsere Stimme nicht erheben, werden nur die Dinge gebaut, die unmittelbar profitabel sind. Diese sind oft weit von dem entfernt, was tatsächlich das Beste für die Welt ist.

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Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

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