Venice AI wird zum Einhorn: Dieser Krypto-Unternehmer steckt dahinter

Das Wichtigste in Kürze

  • Venice AI wird durch eine Bewertung von Dragonfly Capital auf eine Milliarde US-Dollar geschätzt. Es handelt sich um eine KI-Plattform, die Endverbraucher vor Datenmissbrauch schützen möchte.
  • Der Dienst stellt die verschiedensten künstlichen Intelligenzen über einen zentralen Anlaufpunkt bereit. Aktuell stehen 288 verschiedene Sprachmodelle zur Verfügung.
  • Risikokapitalgeber übergaben dem Projekt 65 Millionen US-Dollar. Coinbase-Gründer Brian Armstrong lobte es auf X sogar persönlich. Der bekannte Krypto-Unternehmer Erik Voorhees ist eine Schlüsselfigur.

Venice AI wird durch Bewertung von Dragonfly zum Einhorn

Venice AI, eine KI-Plattform, die besonderen Wert auf Datenschutz für Endnutzer legt, wird zum Einhorn – das gab das Unternehmen jüngst in einer Pressemitteilung bekannt. Venice AI wird demnach auf einen Wert von einer Milliarde US-Dollar geschätzt.

Risikokapitalgeber Dragonfly Capital leitete eine Serie-A-Finanzierungsrunde, die 65 Millionen US-Dollar an Venice AI ausschüttete und in deren Folge die Bewertung erfolgte. Weitere Investoren wie Coinbase Ventures, F-Prime und North Island Ventures waren beteiligt.

Laut eigener Darstellung ist die Plattform bereits von großem Erfolg gekrönt. So seien 3,5 Millionen Nutzer registriert. Monatlich sollen 1,3 Billionen Token die Plattform durchlaufen. Die Token dienen der Bezahlung des Dienstes.

So verfügt jener über vier verschiedene Preiskategorien. Die Einstiegsvariante ist kostenlos nutzbar, schränkt die Verwendung der künstlichen Intelligenz jedoch stark ein.

Mit dem frischen Kapital möchte Venice AI seine Reichweite erhöhen. Es sei die erste finanzielle Aufwendung, die man durch Außenseiter erhalten habe. Bisher sei die Finanzierung vollständig aus eigener Tasche erfolgt.

Der Dienst stellt kein eigenes Sprachmodell zur Verfügung. Stattdessen bietet man den Kunden viele große künstliche Intelligenzen gebündelt. Aktuell sind 288 Modelle gelistet. Einige davon kommen ohne sonst obligatorische Zensur daher.

Dazu zählen unterschiedliche Angebote von Claude, Gemini oder Grok. Als Venice SD35 stellt man den Zugang zum bekannten Bildgenerator Stable Diffusion bereit. Eine Abwandlung von Mistral 24B trägt den Namen Venice Uncensored 1.2.

Über die Plattform lassen sich KIs der verschiedensten Kategorien finden. Von einfachen Chatbots über Bildgeneratoren bis hin zu Videogeneratoren. Die Modelle unterteilt man in verschiedene Privatsphärestufen. Auch die Preise pro Abfrage sind transparent ersichtlich.

Dieser Krypto-Unternehmer steckt hinter der künstlichen Intelligenz

Hinter Venice AI steckt kein Unbekannter. Der namhafte US-amerikanische Krypto-Unternehmer Erik Voorhees zählt zu den Gründern und agiert als Geschäftsführer.

Man veröffentlichte den Dienst vor zwei Jahren. Zuvor hatte sich Voorhees in der Krypto-Szene durch den Swapper ShapeShift einen Namen gemacht, der unter behördlichem Druck später zu einer DeFi-Plattform wurde.

Voorhees vertritt freiheitliche politische Ansichten, die sich in seinen Unternehmungen typischerweise widerspiegeln. So auch in Venice AI. Das Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens ist es, Endnutzer vor künstlichen Intelligenzen zu schützen.

KIs werten die Daten aus den Chats üblicherweise aus. Voorhees sieht darin eine Verletzung der dringend notwendigen Privatsphäre. Venice AI dient als schützende Ebene zwischen Endverbraucher und KI. So anonymisiert sie Nutzerdaten oder schließt ihre Verwertung sogar generell aus.

“Große KI-Anbieter speichern Nutzerdaten dauerhaft. Jede Eingabe wird protokolliert, analysiert und mit der Identität des Nutzers verknüpft. Diese Daten können verkauft, gehackt, im Rahmen gerichtlicher Verfahren angefordert oder an eine Behörde weitergegeben werden”, warnt Venice AI vor den Risiken der Datennutzung.

Durch die lokale Speicherung bleiben die Daten dem Nutzer verfügbar, ohne den Missbrauch durch Fremde zu riskieren.

“Intelligenz, die Lebensader des zivilisatorischen Fortschritts, entwickelt sich zu einer Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine. Venice hat es sich zur Aufgabe gemacht, sie vor Massenüberwachung und Zensur zu schützen”, erklärte Erik Voorhees.

Coinbase-Gründer Brian Armstrong bezeichnete die Plattform auf X als “wichtige Infrastruktur für die Freiheit”.

Autor

Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

Facts Checked Fakten überprüft von Mathias Wagner
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