Bitcoin bricht ein: Darum könnte der Kurs bis 50.000 USD fallen

Das Wichtigste in Kürze
- Der Bitcoin-Kurs bricht weiter ein und sank heute Morgen auf ein Tief von rund 65.000 US-Dollar.
- Unklarheit über die Zukunft des Nahostkonflikts sorgt für Unsicherheit unter Anlegern, die den Kryptomarkt verlassen, um ihre Risiken zu minimieren. BTC schreibt im Wochentrend bereits Verluste von mehr als 11 Prozent.
- Kursanalyst Crypto Rover hält ein Tief von weniger als 50.000 US-Dollar in den nächsten drei Monaten für denkbar. Neben dem Irankrieg wirken sich demnach auch drei kommende IPOs auf BTC aus.
Bitcoin bricht ein: Warum BTC jetzt auf 65.000 US-Dollar sinkt
Aktuell bricht der Bitcoin spürbar ein. Im Wochentrend schreibt die größte Kryptowährung Verluste von 11,37 Prozent. Kurz vor sechs Uhr morgens erreichte der Bitcoin bei 65.400 US-Dollar laut CoinMarketCap ein neues regionales Tief.
Im Tagestrend liegt der Bitcoin-Kurs 3,30 Prozent im Minus. Zum Redaktionsschluss notiert BTC bei 67.110 US-Dollar. Seit Mai setzt sich somit ein deutlicher Niedergang des Bitcoin-Kurses fort. Anfang Mai hatte die Kryptowährung über 82.000 US-Dollar noch ein regionales Hoch erreicht.
Während sich Bitcoins Kursverluste fortsetzen, schreibt der Kryptomarkt derzeit bereits durchwachsene Zahlen. Zwar dominiert der Pessimismus den Markt, allerdings schreiben einige Kryptos bereits grüne Zahlen.
Projekte wie Humanity Protocol (H) oder Stellar (XLM) profitieren aktuell von bestimmten Entwicklungen in ihren eigenen Ökosystemen. Dadurch stieg H im Wochentrend um 113 Prozent, während XLM seinen Wert um 55 Prozent steigerte.

Bitcoins Kursentwicklung steht hingegen stellvertretend für die generelle Marktentwicklung. Weil die Konfliktparteien des Nahostkonflikts an der Herstellung des Friedens scheiterten, rutschte der Markt zunehmend in negative Gefilde ab.
Zunächst hatten die USA, Israel und der Iran Anfang April eine Waffenruhe geschlossen. Während des temporären Friedens sollte ein dauerhafter Friedensvertrag entstehen. Dieses Vorhaben scheiterte wiederholt und löste daher Unsicherheit am Kryptomarkt aus.
Am Montag hatte US-Präsident Donald Trump die Verhandlungen gegenüber NBC als überflüssiges Gerede kritisiert, das letztlich ohne Ergebnis bleibe. Die Herstellung des Status quo ante bellum gilt damit als unwahrscheinlich. Anleger minimieren ihre Risiken und verlassen den Kryptomarkt, wodurch die Preise fallen.
Laut CoinShares ist der Irankrieg derzeit der dominierende Faktor am Kryptomarkt, der sogar stark positive Entwicklungen wie den US-amerikanischen CLARITY Act überlagert.
Darum könnte der Bitcoin-Kurs bald bis 50.000 USD fallen
Kursanalyst Crypto Rover hält ein Bitcoin-Kursziel von bis zu 50.000 US-Dollar für möglich. Der Analyst erwartet, dass die größte Kryptowährung zeitnah weitere Verluste schreibt. Diese könnten Anleger als Möglichkeit für günstige Nachkäufe nutzen.
“Bitcoin liegt wieder unter 70.000 US-Dollar, und es wird erst noch schlimmer werden, bevor eine Besserung eintritt. 50.000 US-Dollar sind im Bereich des Möglichen. Vielleicht sogar noch weniger. Das ist die Gelegenheit für Schnäppchen. Die meisten Anleger werden später zurückblicken und sich wünschen, sie hätten sie genutzt”, schrieb Crypto Rover auf X.
Ein Tief von weniger als 50.000 US-Dollar wäre ein Extremfall. Sollte dieser eintreten, werde er sämtliche Ersparnisse in die Kryptowährung investieren, erklärt der Analyst.
“Alles zwischen 70.000 und 50.000 US-Dollar ist ein Schnäppchen. Je weiter der Bitcoin-Kurs fällt, desto mehr solltest du kaufen. Aber kaufe jeden Tag weiter”, empfiehlt er seinen Lesern.
Neben dem Irankrieg erkennt Crypto Rover einen weiteren Kursdrücker. Über die nächsten Monate möchten mit SpaceX, Anthropic und OpenAI drei der größten KI-Entwickler an die Börse gehen. Anleger könnten derzeit Liquidität mittels Krypto freilegen, um sich auf diese Börsengänge vorzubereiten.
Die Entwicklungen im Nahostkonflikt sind sehr wechselhaft und könnten rasch in ein Extrem schwappen. Die Kursentwicklungen der Kryptowährungen sind dadurch Gegenstand drastischer Volatilität.
