Warum der japanische Finanzdienstleister SBI jetzt auf Solana setzt

Das Wichtigste in Kürze

  • Der japanische Finanzdienstleister SBI Holdings eröffnet eine Kooperation mit der Solana Foundation.
  • Gemeinsam wolle man die steigende internationale Nachfrage nach Stablecoins und RWAs bedienen. Beide Unternehmen beteiligen sich am Konglomerat SBI Solana Global, welches die neuen Konzepte umsetzt.
  • Japan soll sich innerhalb Asiens infolgedessen zum neuen Zentrum der Blockchain-Finanzwelt entwickeln.

Warum der japanische Finanzdienstleister SBI jetzt auf Solana setzt

Der japanische Finanzdienstleister SBI Holdings setzt fortan auf Solana – das gab das Unternehmen gestern in einer Pressemitteilung bekannt. Demnach habe man eine Partnerschaft geschlossen, um einen digitalen Finanzmarkt auf der Blockchain zu erschaffen.

“Unser repräsentativer Direktor, Vorstandsvorsitzender, Präsident und Geschäftsführer Yoshitaka Kitao und die Solana Foundation über ihre Präsidentin Lily Liu verkünden heute den Start einer strategischen Zusammenarbeit, um einen On-Chain-Finanzmarkt aus Japan zu errichten”, heißt es in der Bekanntmachung.

Ein bestehendes Konglomerat, das bislang unter dem Namen “SBI R3 Japan” firmierte, benennt man als Teil der neuen Strategie in “SBI Solana Global” um. Neben SBI Holdings und der Solana Foundation ist auch der Finanzdienstleister Sumitomo Mitsui Financial Group (SMFG) an dem Konglomerat beteiligt.

Von dem neuen Konzept erhofft man sich erhöhtes Wachstum. So schreibt man in der Pressemitteilung:

“Das Unternehmen wird eine neue Wachstumsstrategie verfolgen. Darüber hinaus stellt die Beteiligung von Solana an diesem gemeinsamen Vorhaben nicht nur in Japan, sondern auch auf dem globalen Markt für digitale Finanzdienstleistungen eine wegweisende Initiative dar.”

Weil Stablecoins und tokenisierte Echtweltanlagen (RWAs) starkes Wachstum verzeichnen, haben sich SBI und die Solana Stiftung zur Kooperation entschlossen. Gemeinsam könne man die rasch wachsende Nachfrage bedienen.

“Solana ist für seinen Durchsatz auf Weltniveau, geringe Transaktionsgebühren und eines der größten Ökosysteme der Industrie bekannt. Japan weist umfangreiche Finanzbestände auf, viele Marktteilnehmer und eine rechtliche Basis, die vielen weiteren Ländern voraus ist”, argumentiert das Konglomerat.

“Diese Kooperation ist entstanden, um diese Stärken mit Solanas globalem Netzwerk zu verbinden und um den japanischen Markt mit der weltweiten Liquidität zu verknüpfen. (…) Das Ziel ist es, Japan zu einem Kernmarkt für die On-Chain-Finanz in Asien zu entwickeln”, heißt es weiter.

Japanische Aktien steigen durch Solana-Kooperation

Die Kooperation mit Solana scheint unter Aktionären neue Euphorie zu entfachen. Die Aktien der beiden Finanzdienstleister SBI und Sumitomo Mitsui sind gestern spürbar gewachsen.

So konnte SBI um 0,64 Prozent auf 17,62 US-Dollar steigen. Im selben Zeitraum stieg SMFG um 0,85 Prozent auf 25,96 US-Dollar. Solana verzeichnete unterdessen Verluste in Höhe von 2,50 Prozent.

Das Konglomerat plant nun die Etablierung des japanischen Yen-Stablecoins JPSYC als Token auf der Solana-Blockchain. Herausgabe und Verbreitung des Tokens liegen in der Hand des Konglomerats.

Zudem gibt man RWAs wie Anleihen, Fonds, Immobilien und Schuldverschreibungen heraus. Ferner entwickelt man eine internationale Zahlungsinfrastruktur, die für die tokenisierten Anlagen zum Einsatz kommt.

Institutionellen Anlegern möchte man Dienstleistungen im Zusammenhang mit Blockchain-Aktivitäten bereitstellen. Letztlich soll die neu entstehende Zahlungsinfrastruktur auch der KI-Branche dienen.

Blockchainwelt berichtete jüngst wiederholt über einen wachsenden Krypto-Sektor in Japan. Nach einer politisch-regulatorischen Öffnung über die vergangenen Monate, zeigt sich die Industrie an den neuen Möglichkeiten interessiert.

Autor

Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

Facts Checked Fakten überprüft von Mathias Wagner
Auch interessant
Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert