Sam Bankman-Fried plädiert auf nicht schuldig

Das Wichtigste in Kürze

  • SBF plädiert auf nicht schuldig in allen 8 Anklagepunkten
  • Antrag auf Schwärzung beteiligter Kautionsgeber wurde stattgegeben
  • Bankman-Fried sieht sich mit weiteren Anklagen konfrontiert

Was alle erwartet hatten: SBF ist sich keiner Schuld bewusst

Sam Bankman-Fried hatte sich am 3. Januar 2023 für nicht schuldig bekannt, als ihm vorgeworfen wurde, die Investoren seiner bankrotten Kryptowährungsbörse FTX betrogen zu haben.

Das US-Justizministerium hat Bankman-Fried vorgeworfen, Milliarden von Dollar an FTX-Kundengeldern verwendet zu haben, um seinen Hedgefonds Alameda Research zu unterstützen, Immobilien zu kaufen und Millionen von Dollar für politische Zwecke zu spenden.

Bankman-Fried bekannte sich in allen acht Anklagepunkten, darunter Überweisungsbetrug und Verschwörung zur Geldwäsche, für nicht schuldig.

Wirklich überraschend kommt das Pochen auf Unschuld allerdings nicht. Selbstredend versucht SBF seinen Kopf in irgendeiner Form aus der Schlinge zu ziehen.

Dennoch ist es fragwürdig, warum er plötzlich unschuldig sein soll, wenn sich doch seine Geschäftspartnerin und ehemalige Alameda Research CEO Caroline Ellison sowie FTX-Mitgründer Gary Wang bereits schuldig bekannt haben.

Eine ähnliche Sichtweise äußerte auch Peter Schiff, der ohnehin kaum ein gutes Haar am ganzen Krypto-Sektor lässt.

Anträge von SBF

Richter Kaplan gab auch Bankman-Frieds Antrag statt, die Namen der beiden Personen, die seine Kaution mitunterzeichnet haben, zu schwärzen.

Bankman-Fried stellte diesen Antrag aus Sorge um ihre Sicherheit, da seine Eltern in letzter Zeit belästigt und bedroht worden waren.

Er wurde in ihre Obhut übergeben, nachdem er gegen eine Kaution von 250 Millionen US-Dollar freigelassen worden war. In ihrer Obhut leugnete er jegliche Beteiligung an den jüngsten Überweisungen in Alameda.

Bankman-Fried wurde auf Kaution freigelassen, nachdem er nach seiner Verhaftung auf den Bahamas an die Vereinigten Staaten ausgeliefert worden war.

Dort hatte er nach dem Zusammenbruch von FTX, das ebenfalls auf der Insel ansässig war, weiter gelebt. Bankman-Fried drohen im Falle einer Verurteilung bis zu 115 Jahre Gefängnis.

Weitere Gerichtsverfahren warten auf Bankman-Fried

Selbst wenn es für Bankman-Fried gut ausgeht, muss er bei der Entflechtung seines Kryptoimperiums mit weiteren rechtlichen Herausforderungen rechnen.

So fordert eine von FTX-Kunden eingereichte Sammelklage, dass die verbleibenden digitalen Vermögenswerte, die mit Alameda und FTX verbunden sind, „ausschließlich für die Kunden bestimmt sind“.

Die Kläger der Sammelklage argumentieren:

Die Darlehen von FTX an Alameda Research stellten einen direkten Verstoß gegen die eigenen Kundenvereinbarungen und Geschäftsbedingungen von FTX sowie gegen das Gewohnheitsrecht und die Grundprinzipien der Ehrlichkeit und des fairen Handels dar.

In der Zwischenzeit hat sich ein Medien- und Rechtsstreit zwischen den neuen US-Eigentümern von FTX und den Aufsichtsbehörden auf den Bahamas zusammengebraut.

Der Streit dreht sich um den Zugang zu den internen Systemen von FTX, wie interne Slack-Nachrichten und die Buchhaltungssoftware QuickBooks.

Während der Insolvenzverwalter der Bahamas, Brian Simms, sagt, dass er die Daten benötigt, um seinen Teil des Unternehmens abwickeln zu können, sagt der neue FTX-Chef John Ray III., dass die Forderung „völlig überzogen“ ist.

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Ich bin Krypto-Enthusiast seit 2017. Begonnen hat meine Krypto-Reise mit Airdrops verschiedenster Projekte. Seit 2020 bin ich Teil des Blockchainwelt.de Teams. Zu meinen Krypto-Steckenpferden gehören Krypto-News, Hardware Wallets sowie alles rund um das Thema Krypto-Kreditkarten.

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