PoS auf Ethereum – SEC bewertet es als Wertpapier

Laut dem SEC-Vorsitzenden Gary Gensler könnten Kryptowährungen, die den PoS-Konsensalgorithmus verwenden, wie Ethereum, als Wertpapier betrachtet werden.

Das bedeutet, dass sie unter die Zuständigkeit der US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde fallen würden. Das hat auch Folgen für die Börsen.

Ethereum Logo schwebt im Himmel

Stellungnahmen von Gary Gensler

Das Wall Street Journal berichtete über eine Aussage des Leiters der SEC, Gary Gensler, der zwar Ethereum nicht explizit erwähnte, aber von Kryptowährungen auf Basis von Staking sprach.

Dies sind seine Worte:

Aus der Währungsperspektive […] ist dies ein weiteres Indiz dafür, dass das Anlegerpublikum auf der Grundlage des Howey-Tests Gewinne erwartet, die auf den Anstrengungen anderer beruhen.

Gary Gensler

Vorsitzender der SEC

Bislang galt Ethereum als Handelsgut, d. h. als ein Rohstoff, der mit Weizen oder Gold vergleichbar ist.

Aber jetzt, nachdem der Merge passiert ist und dem Übergang zu PoS, könnte Ethereum in jeder Hinsicht ein Wertpapier werden, d.h. mit einem bestehenden Vermögenswert verbunden sein.

Bereits gestern hatte Gary Gensler in einer Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats gesagt, dass seiner Ansicht nach die meisten Kryptowährungen Wertpapiere sind.


PoS, Ethereum und der Howey-Test

Der Howey-Test wird von der SEC verwendet, um festzustellen, ob etwas als Wertpapier angesehen werden kann oder nicht.

Dementsprechend ist der vierstufige Howey-Test anzuwenden, um festzustellen, ob ein „Investitionsvertrag“ vorliegt:

  • eine Investition von Geld,
  • in ein gemeinsames Unternehmen,
  • mit der Erwartung eines Gewinns und
  • aus den Bemühungen anderer.

Werden alle 4 Punkte mit Ja beantwortet, handelt es sich um ein Wertpapier. So könnte man Staking als eine Geldinvestition betrachten, von der man sich einen Gewinn durch eigene Anstrengung verspricht.

Kryptowährungen, Sicherheit oder Handelsgut?

Die Debatte geht eigentlich schon sehr lange zurück. Sind Kryptowährungen als Wertpapier oder als Handelsgut zu betrachten?

Der Unterschied in den USA ist entscheidend, denn wenn sie als Handelsware gelten würden, fielen sie unter die Zuständigkeit der CFTC, andernfalls müsste sich die SEC mit ihnen befassen.

Der Verlierer dieses regulatorischen Durcheinanders ist bisher Ripple. Dem Unternehmen wurde vorgeworfen, XRP als Wertpapier zu verkaufen, ohne über die erforderlichen Genehmigungen zu verfügen. Deshalb hat die SEC das Unternehmen im Dezember 2020 verklagt.

Das Urteil, das in den kommenden Monaten erwartet wird, könnte nicht nur Ripple aufatmen lassen, sondern auch die Natur von Kryptowährungen ein für alle Mal festlegen.

Ripple Urteil noch dieses Jahr möglich?

Krypto-Regulierung in den USA

In den Vereinigten Staaten arbeiten die Behörden auf der Grundlage der Durchführungsverordnung von Präsident Biden an der Regulierung von Kryptowährungen.

Gerade heute hat das Weiße Haus einen ersten Rahmen veröffentlicht, der das Ergebnis von sechs Monaten Diskussionen und Konsultationen ist.

Der Rahmen umfasst sechs Ziele:

  • Schutz von Verbrauchern und Investoren,
  • Förderung der Finanzstabilität,
  • Bekämpfung der illegalen Finanzierung,
  • die Führungsrolle der USA im globalen Finanzsystem und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit,
  • finanzielle Eingliederung,
  • verantwortungsvolle Innovation.

In der Praxis verbieten die Vereinigten Staaten mit dieser Verordnung keine Kryptowährungen, sondern wollen sie im Gegenteil nutzen, um ihre globale Vormachtstellung, insbesondere im Finanzbereich, zu bestätigen.

Dies geschieht durch die Förderung der technologischen Innovation, aber auch durch die Verfolgung der illegalen und betrügerischen Praktiken, die den Sektor bevölkern. Die Anstrengungen zur Bekämpfung illegaler Geschäfte werden verdoppelt.

Schließlich eröffnet der Rechtsrahmen die Möglichkeit, eine sogenannte CBDC (Central Bank Digital Currency) einzuführen.

In der offiziellen Pressemitteilung des Weißen Hauses heißt es, dass ein digitaler Dollar zahlreiche Vorteile bringen würde.

Deswegen wird eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Finanzministeriums eingesetzt, die die Auswirkungen der Verwendung des digitalen Dollars untersuchen soll.

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Autor & Editor

Mathias ist Krypto-Enthusiast seit 2017. Begonnen hat die Krypto-Reise mit Airdrops verschiedenster Projekte. Nach und nach tauchte Mathias immer tiefer in die Thematik rund um Kryptowährungen und die Blockchain ein. Er liebt es, über die verschiedenen Projekte zu recherchieren und zu schreiben. Dass BTC, ETH & Co. die Zukunft gehört, steht für ihn außer Frage. Absolutes Lieblingsprojekt: XYO

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