Celsius will Stablecoins verkaufen, um Liquidität zu schaffen

Celsius hat die Genehmigung beantragt, die von ihr gehaltenen Stablecoins auf dem Markt zu platzieren, um Liquidität zu schaffen.

Die beliebte Krypto-Lending-App hatte im vergangenen Juni Insolvenz angemeldet.

Celsius Network Logo

Stablecoins zu verkaufen von Celsius

Celsius Network hat beantragt, seine Stablecoins zu verkaufen. Dies geht aus einem Dokument hervor, das beim United States Bankruptcy Court Southern District Of New York eingereicht wurde.

Der Vorschlag soll laut Reuters-Berichten am 6. Oktober angehört werden.

Dem Antrag an das Konkursgericht zufolge besitzt Celsius 11 verschiedene Arten von Stablecoins im Gesamtwert von 23 Millionen US-Dollar.

Der Verkauf der Stablecoins würde nach Angaben von Celsius dazu dienen, Barmittel zu generieren, die zur Finanzierung der Schuldentilgung von Celsius beitragen könnten.

Einsatz eines unabhängigen Gutachters für Celsius

In den letzten Tagen hat der mit dem Fall befasste Richter des US-Konkursgerichts jedoch die Ernennung eines unabhängigen Prüfers genehmigt. Diese Person wird die Vermögenswerte des Unternehmens untersuchen.

Der Name der Person, die diese Aufgabe übernehmen wird, steht noch nicht fest. Er wird von dem Unternehmen Unterlagen anfordern können, um vor allem zu prüfen, wie transparent das Unternehmen gegenüber seinen Kunden war.

Die Insolvenz von Celsius

Celsius stellte am 13. Juni 2022 einen Insolvenzantrag nach Chapter 11 des US-Konkursrechts.

Auslöser für den Zusammenbruch von Celsius war vorrangig der Zusammenbruch des Kryptomarktes, der wiederum durch den Niedergang des UST-Stablecoins und des Terra-Token (LUNA) ausgelöst wurde.

Dieses Ereignis war ein Alptraum für den gesamten Kryptomarkt, sodass es zu einem starken Rückgang aller Kryptowährungen führte, angefangen bei Bitcoin.

Nicht nur Celsius, sondern auch andere Plattformen gerieten in daraufhin Schwierigkeiten, darunter Nuri.

Krypto-Börse Nuri ist insolvent

Einen Monat vor der Konkursanmeldung hatte Celsius die Auszahlungen eingestellt. Zu diesem Zeitpunkt hatte es 1,7 Millionen registrierte Nutzer und 300.000 aktive Nutzer mit Konten über 100 USD in 100 Ländern weltweit.

Der Erfolg von Celsius beruhte auf der Möglichkeit, eigene Kryptowährungen zu staken und dabei Zinsen zu verdienen, die teilweise bis zu 18 % betrugen.

Gleichzeitig konnten die Nutzer mit Kryptowährungen als Sicherheiten Kredite aufnehmen.

Der Zusammenbruch von Terra löste ein regelrechtes Erdbeben aus, und Celsius blieb keine andere Wahl, als den Konkurs anzumelden und damit ein Umstrukturierungsverfahren einzuleiten.

In der Erklärung behauptete Celsius, zwischen 1 und 10 Milliarden Dollar an Vermögenswerten zu haben, mit über 100.000 Gläubigern. Außerdem behauptete Celsius, über 167 Millionen Dollar an Bargeld zu verfügen.

Das neueste Update für die Community

In der Zwischenzeit warten die Celsius-Nutzer darauf, dass das Beschwerdeverfahren eröffnet wird.

Laut dem letzten Newsletter, der an die Abonnenten verschickt wurde, rechnet Celsius mit der baldigen Eröffnung des Beschwerdeverfahrens, obwohl es noch keinen Termin gibt.

Im selben Text heißt es, dass die nächsten Anhörungen für den 6. und 7. Oktober angesetzt sind. Letzteres wird von großer Bedeutung sein, da Celsius bei dieser Gelegenheit darum bitten wird, die Auszahlungen zumindest für einige Kunden wieder aufzunehmen.

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Autor & Editor

Mathias ist Krypto-Enthusiast seit 2017. Begonnen hat die Krypto-Reise mit Airdrops verschiedenster Projekte. Nach und nach tauchte Mathias immer tiefer in die Thematik rund um Kryptowährungen und die Blockchain ein. Er liebt es, über die verschiedenen Projekte zu recherchieren und zu schreiben. Dass BTC, ETH & Co. die Zukunft gehört, steht für ihn außer Frage. Absolutes Lieblingsprojekt: XYO

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