Metaverse-ETF soll an den Markt gehen

Metaverse Coins

Erst kürzlich hat ProShares einen enormen Erfolg mit dem ersten Bitcoin-ETF gehabt. Nun kommen die US-Amerikaner mit einem neuen Plan um die Ecke. Ein Metaverse-ETF soll an den Markt gehen.

Bitcoin-ETF läutet Allzeithoch ein

Am 19. Oktober ging der erste Bitcoin-ETF namens BITO an den Markt, nachdem er die Zulassung US-amerikanischer Behörden bekommen hatte. Nur einen Tag später erreichte der Bitcoin sein bisheriges Allzeithoch von über 69.000 US-Dollar.

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ProShares möchte mit seinem ETF den Bitcoin nachbilden, gibt aber auch den Hinweis darüber, dass Unterschiede zum Preis des wirklichen Bitcoin entstehen können. Zudem fände keine direkte Investition in den Bitcoin statt.

In der EU ist ein Bitcoin-ETF nicht zulässig. Damit ein Fonds überhaupt bestehen kann, müssen mindestens fünf verschiedene Wertanlagen enthalten sein. Die Deutsche Börse vertreibt dazu das Äquivalent – die sogenannten ETNs.

Die Unterschiede zwischen diesen verschiedenen Formen sind in der Praxis gering bis inexistent. Investitionen in den Bitcoin-ETF sind auch für Deutsche über eine Auswahl bestimmter Broker wie eToro möglich.

ProShares fragt Metaverse-ETF an

Damit der Metaverse-ETF gehandelt werden darf, benötigt auch er eine behördliche Bestätigung. Der Fonds soll offiziell den Namen Metaverse Theme ETF tragen und Investitionen in öffentliche Unternehmen zugänglich machen, die im Metaverse agieren.

Die Mode-Giganten Adidas und Nike haben NFTs bereits für sich entdeckt und sind höchstwahrscheinlich auch am Metaverse interessiert. Das Metaverse bietet riesige Möglichkeiten zur Vermarktung.

Im Metaverse-ETF werden Adidas und Nike jedoch eher nicht abgebildet. Viel wahrscheinlicher wären Tech-Firmen wie Apple, Microsoft, Intel, Meta und Nvidia. Bekannte Szene-Projekte wie Decentraland und Sandbox finden keine Erwähnung.

Zur Orientierung soll die Auswahl der deutschen Solactive dienen. Im Solactive Metaverse Theme Index finden sich Firmen, die für das Metaverse durch Datenverarbeitung, digitale Infrastruktur, Gaming, Bezahlung oder VR-Brillen zuträglich sind.

Der erste Anbieter eines solchen ETFs wäre ProShares allerdings nicht. Roundhill verfügt bereits seit Juni über einen solchen Fonds, der ein Gesamtvermögen von über 900 Millionen US-Dollar verwaltet.

Zwei weitere ETFs bilden den Solactive Index an der Börse von Toronto nach.

Ist ein Bitcoin-ETF sinnvoll?

Ein Bitcoin lässt sich leichter erwerben und handhaben als ein Bitcoin-ETF. Wo steckt also der Vorteil des Fonds?

Investoren aus klassischen Bereichen, die keine Begeisterung für Kryptos empfinden, womöglich aber nicht auf die Gewinne des Bitcoins verzichten wollen, finden so einen Zugang. Kurzum: Ein Bitcoin-ETF spricht eine Zielgruppe wie Warren Buffett an. Für Krypto-Enthusiasten ist diese neue Form der Investition eher uninteressant.

Zudem ist es nicht nötig, die Kryptos selbst zu verwalten. Persönliche Sicherheitsrisiken werden somit ausgemerzt. Während eine Börse Arbeitszeiten hat, steht der Krypto-Markt niemals still. Wer also mit Bitcoin-ETFs handelt, sieht sich einem zeitlichen Nachteil ausgesetzt.

Außerdem kosten ETFs Verwaltungsgebühren. Ein ETF wird aktiv verwaltet und die zuständige Verwaltung will für ihre Dienstleistung bezahlt werden. Dadurch entstehen Kosten, die bei einer direkten Investition nicht anfallen.

Ein ETF wird im Gegensatz zu Kryptowährungen von Behörden reguliert. Wer Angst vor einem Vermögensverlust hat oder lieber staatlichen Organisationen als der eigenen Meinung vertraut, ist bei ETFs besser aufgehoben.

Ein zusätzliches Problem ergibt sich beim Metaverse-ETF. Da die wichtigen Unternehmen der Krypto-Szene nicht öffentlich gehandelt werden, muss ein solcher ETF auf Unternehmen wie Meta zurückgreifen.

Ob Börsenunternehmen jemals eine entscheidende Rolle im Metaverse spielen, ist schwer fraglich.

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Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

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