Gehalt in Bitcoin: UFC-Kämpfer erhält Bitcoin Gage

Bitcoin Münze und Euroscheine in einem Portemonnaie

Inzwischen liegt ein Gehalt in Bitcoin voll im Trend. Ein früherer UFC-Kämpfer lässt sich fortan in Bitcoin bezahlen, doch er ist nicht der erste Sportler mit dieser Idee.

Bitcoin findet Anklang bei Sport-Prominenz

Erst Ende November gab der American-Football-Spieler Odell Beckham Jr. bekannt, zukünftig sein komplettes Gehalt in Bitcoin zu erhalten. Wenige Wochen zuvor machte Aaron Rodgers eine ähnliche Mitteilung.

Aaron Rodgers ist ebenfalls ein American-Football-Spieler. Er bekommt jedoch nur einen Teil seines Gehalts in BTC ausgezahlt. Genau wie Beckham Jr. verhalf ihm offensichtlich ein Partner zu dieser Entscheidung.

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Der Partner ist CashApp. Die App, deren Aufgabe es ist, digitale Zahlungen leichter zu machen, legte ein rasantes Wachstum hin. In Zusammenarbeit mit Beckham Jr. und Rodgers verloste das US-Unternehmen jeweils eine Million US-Dollar in Bitcoin.

Es handelt sich also offensichtlich auch in beiden Fällen um eine geschickte Werbung des Zahlungsdienstleisters. Eine Teilnahme an den Gewinnspielen ist hierzulande nicht möglich. CashApp konzentriert sich bislang auf die USA, möchte künftig aber auch in Europa Fuß fassen.

Ausnahmetalent setzte Meilenstein

Der Vorreiter der Idee war wohl das Ausnahmetalent Trevor Lawrence. Er gilt als der erste American Footballer, der sich öffentlich dazu bekannte, Einkommen in Bitcoin zu erhalten. Seinen Vertragsbonus in Höhe von über 22 Millionen US-Dollar zu Beginn des Jahres nahm er in Bitcoin entgegen.

Auch Lawrence erwähnte dabei die Zusammenarbeit mit einem Szene-Unternehmen. Statt auf ein CashApp-Konto erreichte er sein Geld über Blockfolio. Die Krypto-Börse hat sich seitdem einen neuen Anstrich gegeben.

Dazu gehört auch der neue Name des Unternehmens, das sich von nun an FTX nennt. In unseren Exchange-Vergleich hat es FTX bisher jedoch nicht geschafft.

All diese Kooperationen machen jedoch auf ein Problem aufmerksam, vor dem Krypto-Enthusiasten seit jeher warnen: Die zunehmende Verwendung der Custodial Wallets.

Custodial Wallets sind beliebter

Damit Krypto seine volle Stärke ausspielen kann, muss der Anwender eine Non-Custodial-Wallet verwenden. Erst dann besitzt der Eigentümer der Kryptowährung auch wirklich die Verfügungsgewalt über den Coin.

Prominente, die sich ihr Gehalt etwa auf CashApp oder FTX auszahlen lassen, möchten offenbar die gesteigerte Eigenverantwortung vermeiden, die eine Non-Custodial-Wallet mitbringt. Unter all den Vorteilen, die der Bitcoin andernfalls hätte, bleibt so hauptsächlich ein besserer Werterhalt bestehen.

Andererseits sinkt auch die Macht über das eigene Geld. Sowohl CashApp als auch FTX lassen natürlich Auszahlungen auf andere Wallets zu, wodurch sich dieser Zustand ins Positive umkehren lässt.

Offenkundig ist allerdings, dass der Wille zu derlei kostspieligen PR-Aktionen bisher bei Betreibern der Non-Custodial-Wallets fehlte. Auch Hardware Wallets traten nicht ins Rampenlicht so großer Bühnen, gelten bei Enthusiasten gemeinhin jedoch als sicherste Variante.

UFC-Kämpfer in Bitcoin bezahlt: Macht er alles richtig?

Der frühere UFC-Kämpfer Kevin Lee lässt sich ebenfalls in Bitcoin bezahlen, wie er dem Nachrichtenmagazin der MMA-Legende BJ Penn verriet. Diese Möglichkeit sei für Kevin Lee eine sehr große Sache.

Am Ende des Tages geht es um Preisgeld und wir kämpfen nun mal um den größten Preis.

Verrät Lee. Weiter führt er fort:

Mich in Bitcoin zu bezahlen, ist großartig. Dadurch habe ich viel mehr finanzielle Freiheit und werde besser kämpfen.

Kevin Lee kämpft allerdings nicht länger in der UFC, sondern in der russischen Eagle FC. Eine Gage in Bitcoin sei mit der Kombination einer besseren Gewichtsklasse und des prominenten Unterstützers Khabib Nurmagomedov einfach unschlagbar.

Nach einem positiven Drogentest kündigte die UFC dem MMA-Kämpfer aus Detroit. Der Test schlug positiv auf Adderall an, einer sogenannten Smart Drug oder auch Hirndoping. Die Eagle FC ist bisher unbekannt und versucht daher, bekannte Sportler an sich zu binden.

Lee ist laut eigener Aussage seit einigen Jahren in Krypto investiert. Kein Werbevertrag mit einer dritten Partei kam zum Vorschein. Es lässt sich also vermuten, dass Lee diese Entscheidung einzig und allein aus freien Stücken traf.

Wie genau der Prozess der Bezahlung verläuft, wird dabei nicht erwähnt. Unter diesen Umständen kann man davon ausgehen, dass Lee einer der ersten Sportler ist, der sich seine eigenen Coins zusenden lassen, wie es vom Bitcoin-Erfinder einst gedacht war – so ganz mit eigenen Keys.

Autor
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Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

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