Wichtigste Krypto-Trends 2026: A16z offenbart Prioritäten

Das Wichtigste in Kürze
- Der bekannte Risikoinvestor Andreessen Horowitz offenbart seine wichtigsten Trends für das neue Jahr 2026.
- Dazu zählen die Verbreitung von Stablecoins und die Tokenisierung von Echtweltanlagen. Auf diese Weise dürften Kryptowährungen bisher unerschlossene Bereiche erobern.
- Zudem werde die steigende Nutzung der künstlichen Intelligenz die Verbreitung von Kryptowährungen beschleunigen und das Internet zum neuen Finanzsystem.
- Privacy Coins werden laut A16z zu den dominantesten Kryptowährungen des gesamten Marktes.
Wichtigste Krypto-Trends 2026: A16z offenbart Prioritäten
Was sind die wichtigsten Krypto-Trends im Jahr 2026? Wagniskapitalgeber Andreessen Horowitz (A16z) offenbarte seine Prioritäten kürzlich in einem Blogbeitrag.
Das Unternehmen nannte 17 Dinge, für deren Entwicklung es sich begeistert. Blockchainwelt fasst die wichtigsten Erkenntnisse des Risikoinvestors zusammen.
17 things we're excited about for crypto in 2026…
1. Better, more clever onramps/ offramps for stablecoins
2. Thinking about tokenization of real world assets, and stablecoins, in a more crypto-native way
3. Stablecoins unlock the bank ledger upgrade cycle — and new payment…
— a16z crypto (@a16zcrypto) December 31, 2025
Stablecoins könnten riesiges Potenzial freilegen
Laut Einschätzung des US-amerikanischen Risikoinvestors verfügen Stablecoins über immenses Potenzial in vielen Bereichen, das über die kommenden Monate freigelegt werden könnte.
“Stablecoins haben im vergangenen Jahr ein Transaktionsvolumen von 46 Billionen US-Dollar erreicht und stetig neue Allzeithochs aufgestellt. (…) Das entspricht dem zwanzigfachen Volumen PayPals und fast dem dreifachen Volumen von Visa.”
Die finanzielle Infrastruktur sei allerdings nur unzureichend ausgebaut. Klassische Zahlungsmittel und Stablecoins können demnach besser verknüpft werden.
Verbesserte On- und Off-Ramps würden die Verwendung der Token so weiter steigern. Stablecoins könnten dann vermehrt als Zahlungsmittel auftreten.
Generell könnten Stablecoins für eine Modernisierung der Zahlungstechnologie sorgen.
“Klassische Finanzbetriebe haben sie [2025] herzlich begrüßt. Stablecoins (…) erlauben Banken, Fintechs und Finanzinstitutionen die Erstellung neuer Produkte, um neue Kunden zu bedienen”, schreibt A16z. “Stablecoins bieten Institutionen so weiter Chancen zur Innovation.”
Echtweltanlagen kommen dank Tokenisierung auf die Blockchain
Die Tokenisierung von Echtweltanlagen ist ein weiterer Trend, der bereits im Jahr 2025 seine Anfänge nahm.
Etliche Finanzgiganten gaben in den Vereinigten Staaten von Amerika ihre Unterstützung für die Tokenisierung bekannt – darunter JPMorgan, BlackRock, State Street und Fidelity Investments.
Die Institutionen sehen in der Tokenisierung von Echtweltanlagen (kurz RWA) eine natürliche Modernisierung bestehender Finanzmärkte.
Während der Handel vieler Anlagen durch händische Abwicklungen und börsliche Öffnungszeiten eingeschränkt wird, versprechen tokenisierte Anlagen mehr Offenheit und bessere Zugänglichkeit.
Das Prinzip ist simpel: Werden Anlagen wie Anleihen, Aktien, Immobilien oder auch Kunstwerke tokenisiert, so kann ihr Handel rund um die Uhr laufen.
Der Markt hat dann mehr Freiheiten, die zu einem steigenden Handelsvolumen führen könnten.
Zudem sinken die Eintrittshürden, da sich eine Teilhaberschaft durch fraktionelle Token einfacher umsetzen lässt.
Die Kosten der Abwicklungsprozesse sinken, während ihre Geschwindigkeit und Sicherheit dank der Blockchain-Technologie zunehmen.
Insgesamt bietet die Abbildung von Echtweltanlagen auf der Blockchain also überwältigende Vorteile.
Seit Dezember 2025 wird die Tokenisierung auch von der wichtigen Clearingstelle DTCC unterstützt.
“Wir werden weitere Tokenisierung von Echtweltanlagen im neuen Jahr erleben”, fasst Guy Wuollet für A16z zusammen. “Die Herausforderungen liegen in der Regulierung und Standardisierung, aber an Lösungen wird bereits gearbeitet.”
Künstliche Intelligenz treibt Krypto an
Christian Crowley und Pyrs Carvolth sehen großes Potenzial im Aufstieg der künstlichen Intelligenz, die dann wiederum den Kryptomarkt antreiben könne. Kryptowährungen könnten dadurch einen ganz neuen Einsatzzweck erfahren. Im Vergleich zu klassischen Zahlungsmitteln könnten sie hier aufgrund ihrer Offenheit brillieren.
“In einer Welt, in der Systeme auf Basis von Absichten agieren, statt in Schrittanleitungen, (…) müssen Gelder so schnell fließen wie die Informationen selbst. Da kommen die Blockchain, Smart Contracts und neue Protokolle ins Spiel.”
Digitales Geld könne künftig ein grundlegender Baustein des Internets werden.
Andreessen Horowitz erwartet zunehmende Zahlungen über das Internet für Leistungen wie Daten, die Inanspruchnahme von APIs oder von Rechenleistung. Banken seien dafür zu langsam und zu abgeschottet. Deshalb können nur Kryptowährungen diese Rolle erfüllen.
“Sobald digitale Werte auf diese Weise bewegt werden können, hört der Geldfluss auf, als eigenständige Ebene zu existieren, und wird stattdessen Teil des Netzwerks.” Das Internet vollziehe dann eine beachtliche Entwicklung.
“Wenn das Geld zum Inhalt wird, den das Internet verschicken kann, dann unterstützt das Internet das Finanzsystem nicht nur, es wird zum Finanzsystem”, erklärt A16z.
Liz Harkavy von A16z erwartet die Entstehung eines komplett neuen Wirtschaftszweigs im Internet.
So könnte sich der zunehmende Einfluss künstlicher Intelligenzen stark auf Krypto auswirken, sofern diese ihre Datenquellen in Form von Krypto für die Übermittlung der Informationen bezahlen.
Privacy Coins dominieren den Kryptomarkt
Die Verschlüsselung sensibler Daten wird laut Angaben des Risikoinvestors immer wichtiger. Dies betrifft auch die Blockchain. Die meisten Krypto-Netzwerke legen ihre Transaktionsdaten bislang transparent offen.
Laut Einschätzung von A16z werde sich das in Zukunft ändern. Bereits 2025 zeichnete sich ein wachsender Trend zugunsten der Privatsphäre auf der Blockchain ab.
Privacy Coins wie Zcash und Monero werden immer gefragter. Zuweilen möchte auch Ethereum eine native Verschlüsselung einführen.
Die Analyse legt nahe, dass sich der Trend Richtung Privacy Coins so stark fortsetzen dürfte, dass jene zu den wichtigsten und dominantesten Kryptowährungen des gesamten Marktes heranwachsen.
“Weil die Vertraulichkeit ein essenzieller Teil für die meisten Echtweltanwendungen ist, dürfte eine Handvoll verschlüsselter Blockchains den Kryptomarkt dominieren”, schreibt Ali Yahya, Partner von A16z.
Wenn Nutzer die verschlüsselte Blockchain ihrer Wahl verlassen und Coins außerhalb senden, riskieren sie die Offenbarung sensibler Daten.
Deshalb sei der Netzwerkeffekt unter Privacy Coins besonders stark ausgeprägt, argumentiert Yahya.
Weil künstliche Intelligenzen Daten im Internet zunehmend verwerten, dürfte die Verschlüsselung auch im generellen Datenverkehr eine wachsende Rolle erfahren, argumentiert Adeniyi Abiodun von Mysten Labs.
“Die Privatsphäre wird deshalb zu einem Kerninhalt der digitalen Infrastruktur”, argumentiert Abiodun.

