Krypto-News der Woche 26. April 2024

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bitcoin schließt das Halving am 20. April erfolgreich ab. Gleichzeitig geht das neue Runes-Protokoll öffentlich und wird zum Kassenschlager.
  • Eine Schweizer Volksinitiative strebt die Etablierung des Bitcoin als verfassungsmäßige Reserve an. Die Zentralbank des Landes soll stattdessen weniger in Fiatwährungen und Staatsanleihen investieren.
  • Mt.Gox soll die Rückzahlung von Kryptowährungen an seine Gläubiger im Mai beginnen.
  • Der Kryptomarkt ist aktuell größtenteils ruhig. Hauptsächlich Memecoins erzielen massive Gewinne.

Bitcoin schließt Halving 2024 ab: So reagiert der Kurs

Das Bitcoin-Halving wurde am 20. April erfolgreich abgeschlossen. Die tägliche Generierung wurde somit auf 450 Stück halbiert. Pro Block erhalten Miner jetzt nur noch 3,125 BTC ausgezahlt.

Eine wirkliche Auswirkung des Ereignisses auf den Bitcoin-Kurs lässt sich bislang nicht erkennen.

BTC liegt im Wochentrend 1,52 Prozent im Minus, während im Tagestrend bereits ein leichtes Plus von 0,54 Prozent zu erkennen ist.

Einige Analysten sagten der größten Kryptowährung infolge des Halvings bereits Verluste voraus – so etwa Marktanalyst Arthur Hayes.

Hintergrund dieser Erwartung ist die Annahme, dass das Halving bereits im Vorfeld eingepreist war.

Abverkäufe und eine sinkende Euphorie würden den Marktwert von Bitcoin demnach hemmen.

Langfristig gehen viele Analysten von Kursgewinnen durch die abnehmende Entstehung neuer Bitcoin aus.

Viele Experten prophezeien, dass es bis zu den Kursgewinnen aber zunächst sechs bis zehn Monate dauern wird. Ein neues Bitcoin-Allzeithoch wäre demnach frühestens im Herbst zu erwarten.

Runes-Protokoll wird zum Kassenschlager

Zeitgleich zum Bitcoin-Halving wurde unter dem Namen Runes ein neues Protokoll des Bitcoin-Entwicklers Casey Rodarmor veröffentlicht. Das Projekt erlaubt Nutzern die Erstellung eigener Token auf der Bitcoin-Blockchain.

Rodarmor sorgte 2023 durch die Veröffentlichung von Bitcoin Ordinals bereits für einen ähnlichen Trend.

Genau wie die sogenannten Inscriptions sind auch Runes sehr umstritten. Kritiker halten sie für schädlich. So tragen sie aktuell zu steigenden Netzwerkgebühren bei und blähen die Blockchain auf.

Am 23. April belegten Runes bereits 81 Prozent aller Transaktionen auf der Bitcoin-Blockchain, wie Daten von Dune Analytics zeigen.

Programmierer Nikita Zhavoronkov glaubt, Runes würden die eigentliche Aufgabe des Bitcoin verfremden.

Laut Rodarmor ist es unwahrscheinlich, dass durch sein Protokoll Token mit einer tiefsinnigen Bedeutung entstehen. Vielmehr sei es für die Erstellung von Memecoins gedacht.

Schweizer Volksinitiative strebt Währungsreserve in Bitcoin an

Eine Schweizer Volksinitiative strebt eine Währungsreserve in Bitcoin an. Dafür will man die Verfassung der Eidgenossenschaft anpassen.

Bisher wird die als Zentralbank agierende Schweizerische Nationalbank (SNB) auf diese Weise lediglich dazu verpflichtet, Gold anzulegen.

Der Artikel 99 der Bundesverfassung soll schon bald um den Begriff „Bitcoin“ erweitert werden – zumindest, wenn es nach dem Willen der federführenden Krypto-Enthusiasten geht, die diese Volksinitiative anstoßen.

Bereits vor zwei Jahren hatte Luzius Meisser die SNB bei einer Aktionärsversammlung dazu aufgefordert, Bitcoin anzulegen.

Diese reagierte damals ablehnend. BTC, so hieß es, erfülle die Anforderungen nicht, die man an Währungsreserven stellt.

Heute beklagt Meisser diese Entscheidung. Hätte die SNB wie gefordert pro Monat eine Milliarde CHF in Bitcoin investiert, wäre die Schweiz bereits um 30 Milliarden Franken reicher. Die Bestrebung um die Verfassungsänderung kommt aus Kreisen von Krypto-Enthusiasten.

Damit die Volksinitiative Erfolg hat, müssen zunächst 100.000 Bürger die Forderung innerhalb der nächsten 18 Monate unterschreiben. Wie wahrscheinlich ein Gelingen dieser Bestrebung ist, lässt sich bislang nicht abschätzen.

Die Schweiz könnte ihre Bedeutung als global wichtiger Krypto-Standort so weiter ausbauen. Die SNB soll durch ihr neues Investment gleichzeitig vermehrt auf Fiatwährungen und Staatsanleihen verzichten.

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Mt.Gox beginnt Rückzahlungen an Gläubiger

Überreste der einst von der Krypto-Börse Mt.Gox gehaltenen Kryptowährungen werden endlich an Gläubiger zurückgezahlt – das berichtete ein Gläubiger vor wenigen Tagen auf Reddit.

Die Rückzahlung soll demnach im Mai beginnen. Immer wieder wurde der Starttermin verschoben. Mt.Gox startete 2010 und war einst die größte Krypto-Börse des Marktes. Bis 2014 verlor das Unternehmen etwa 850.000 BTC.

Hinter dem mysteriösen Verschwinden steckte offenbar ein Insider, der die Krypto-Börse allmählich bestahl.

Später konnten 142.000 BTC wiederhergestellt werden. Durch den langwierigen Gerichtsprozess entstanden Abspaltungen des Bitcoin und so auch neue Kryptowährungen.

Zu den Überresten zählen so etwa auch eine identische Anzahl an Bitcoin Cash (BCH).

Überdies verwahren die japanischen Behörden 69 Milliarden Yen, die einen Gegenwert von 510 Millionen US-Dollar aufweisen. Seit Jahren schweben die verbleibenden Kryptowährungen wie ein Damoklesschwert über dem Kryptomarkt.

Aktuell liegt der Marktwert der verbliebenen Bitcoin bei rund 9,4 Milliarden US-Dollar.

Schwämmen diese Coins plötzlich den Markt, könnte der Bitcoin-Kurs stark einbrechen.

Da Gläubiger seit gut zehn Jahren auf die Rückzahlung ihrer Kryptowährungen warten, ist ein baldiger Abverkauf naheliegend. Ähnliche Befürchtungen herrschen im Umgang mit BCH.

Vor dem Kollaps der Krypto-Börse wurde BTC für wenige hundert US-Dollar gehandelt. Nutzer, die nun den Zugriff auf ihre Coins wiedererlangen, sind ungeachtet der neuerlichen Kursbewegungen also massiv im Plus.

Laut Informationen von K33 fanden in Japan bereits im Dezember 2023 Rückzahlungen in Form von Yen innerhalb Japans statt. Die verbleibenden Anlagen sollen bis zum 31. Oktober 2024 gesamtheitlich zurückgezahlt sein.

Kryptomarkt mehrheitlich ruhig, Memecoins explodieren

Der Kryptomarkt ist in den letzten Tagen mehrheitlich ruhig. Die meisten großen Kryptowährungen verzeichnen im Wochentrend keine nennenswerten Kursbewegungen.

Unter den Top-10 fällt BNB mit einem Plus von rund sieben Prozent auf.

Toncoin (TON) verliert im gleichen Zeitraum gut 16,75 Prozent und notiert dadurch nur noch bei 5,30 US-Dollar.

Zuvor hatte die Kryptowährung des Messengerdienstes Telegram aufgrund einiger Ankündigungen starke Gewinne eingefahren.

Wochensieger ist der Memecoin Bonk (BONK) mit einem Plus von rund 76 Prozent. Allein seit gestern legte der auf Solana lebende Token um 4,35 Prozent zu.

Auf dem zweiten Rang folgt mit Pepe (PEPE) ein weiterer Memecoin, der nun ganze 42 Prozent im Plus ist. Den dritten Rang der Wochensieger belegt Theta Fuel (TFUEL) mit +38 Prozent.

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Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

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