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Bundesbank-Studie: Viele Deutsche stehen E-Euro aufgeschlossen gegenüber

Das Wichtigste in Kürze

  • Rund die Hälfte der Deutschen steht einem digitalen Euro auch ohne Zinsen positiv gegenüber.
  • In Krisenzeiten könnten viele Banken auf den digitalen Euro umstellen, was Bank Runs beschleunigen könnte.
  • Die Einführung eines digitalen Euro könnte durch Obergrenzen und zinsbezogene Maßnahmen reguliert werden, um die Finanzstabilität zu gewährleisten.

Die Deutsche Bundesbank führte in der Vergangenheit eine Studie zum Thema E-Euro bzw. digitaler Zentralbankwährung (CBDC) durch.

Diese umfassende Befragung hat ergeben, dass ein beträchtlicher Teil der Deutschen der Idee eines digitalen Euro aufgeschlossen gegenübersteht.

Die Studie, an der rund 6.000 Personen teilnahmen, deutet auf eine wachsende Akzeptanz digitaler Zentralbankwährungen (CBDCs) hin und könnte eine neue Ära für das europäische Finanzsystem einläuten.

Stimmungswandel und ökonomische Implikationen

Die Umfrage der Bundesbank ergab, dass fast die Hälfte der Befragten bereit ist, einen digitalen Euro in ihr Finanzportfolio aufzunehmen, auch wenn dieser keine Zinsen abwirft.

Diese Offenheit ist durchaus bemerkenswert, insbesondere in Deutschland, einem Land, das traditionell für seine starke Bargeldwirtschaft bekannt ist.

Sollte es dann noch Zinsen auf den E-Euro geben, so wie es aktuell beim herkömmlichen Euro der Fall ist, sprachen sich unglaubliche 86 % der Befragten offen für die Nutzung einer Digitalwährung aus.

Diese weit verbreitete Akzeptanz könnte zu erheblichen Veränderungen im Finanzverhalten führen.

Dabei könnte es zu einer potenziellen Verringerung der Bargeldbestände um durchschnittlich 14 % und einer Verringerung der Bankeinlagen um 27 % bei denjenigen kommen, die eine CBDC nutzen möchten.

Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer sorgfältigen Politikgestaltung, um die Auswirkungen auf den Bankensektor und die Finanzstabilität insgesamt in den Griff zu bekommen.

Bedenken hinsichtlich der Stabilität von Banken

Die Studie untersuchte auch Stressszenarien für den Bankensektor.

Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Befragten würden in Zeiten einer Finanzkrise erwägen, ihre Geschäftsbankeinlagen in einen digitalen Euro zu transferieren. Denn sie würden sich von der vermeintlichen Sicherheit einer zentralbankgestützten Währung angezogen fühlen.

Diese Tendenz deutet auf die Gefahr einer, wie die Bundesbank es nennt, „schnellen Disintermediation“ hin.

Dabei könnte es aufgrund der Verfügbarkeit einer sicheren digitalen Alternative schneller zu einem Bank Run kommen.

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Theoretische Beiträge und politische Überlegungen

Aus theoretischer Sicht leistet das Papier der Bundesbank einen wichtigen Beitrag, indem es ein strukturelles makroökonomisches Modell entwickelt, das die Dynamik zwischen CBDC, Bankenstabilität und wirtschaftlichem Wohlstand untersucht.

Das Modell prognostiziert, dass die Einführung eines digitalen Euro zwar die Finanzstabilität durch rasche Umschichtungen in den Einlagenbeständen beeinträchtigen könnte.

Allerdings könnten geeignete regulatorische Maßnahmen, wie die Festlegung von Einlagenobergrenzen oder die Bindung der Einlagenzinsen an Referenzzinssätze, diese Effekte abmildern und den gesamtwirtschaftliche Wohlstand erhöhen.

Der Weg in die Zukunft

Während die Idee eines digitalen Euro in der deutschen Öffentlichkeit an Popularität gewinnt, unterstreicht die Studie der Bundesbank die kritische Notwendigkeit eines durchdachten Rahmens für CBDCs.

Denn es gilt, sicherzustellen, dass die potenziellen Vorteile digitaler Währungen gegen die Risiken für die Finanzstabilität abgewogen werden.

Die Studie signalisiert einen entscheidenden Moment in der Entwicklung des Geldes, in dem digitale Währungen neben traditionellen Formen existieren und die wirtschaftliche Landschaft nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa und darüber hinaus neu gestalten könnten.

Dennoch steht nach wie vor die Überlegung der Kontrolle und potenzieller Übergriffigkeit bei der Einführung eines digitalen Euros im Raum.

Zwar wurde dies seitens der EU bisher dementiert, jedoch heißt es nicht, dass es trotzdem passiert, in welcher Form auch immer.

Denn technisch gesehen, ist der E-Euro-Geldhahn schnell zugedreht, sollte man nicht so handeln, wie von der EU oder dem jeweiligen Mitgliedsland gewünscht.

Bis es allerdings soweit ist, dass wir uns darüber Gedanken machen dürfen, muss zunächst der traditionelle Euro weiterhin Bestand haben und die Entwicklung der digitalen Variante weitere Fortschritte erzielen.

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Autor & Editor

Ich bin Krypto-Enthusiast seit 2017. Begonnen hat meine Krypto-Reise mit Airdrops verschiedenster Projekte. Seit 2020 bin ich Teil des Blockchainwelt.de Teams. Zu meinen Krypto-Steckenpferden gehören Krypto-News, Hardware Wallets sowie alles rund um das Thema Krypto-Kreditkarten.

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