Facebook trifft bei Metaverse-Nutzern auf Abneigung

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Als Facebook im Oktober 2021 seine Umbenennung zu Meta bekannt gab, löste das im Krypto-Markt eine ungeheure Euphorie aus. Eine neue Umfrage belegt, dass Facebook als Anbieter des Metaverse äußerst unbeliebt ist und die Nutzer ihre Abneigung äußerten. Das hat ganz bestimmte Gründe.

Warum wurde Facebook zu Meta?

Der Krypto-Markt ist ein schnell wachsender Markt, der durch sein großes Potenzial immer mehr Unternehmen anzieht. Viele Firmen versuchen, sich strategisch zu positionieren. 2021 waren innerhalb der Krypto-Szene vor allem zwei Themen im Trend: NFTs und das Metaversum. Entsprechend interessant wirkten diese Themen auf Firmen.

Erst kürzlich ist bekannt geworden, dass Meta (das frühere Facebook) jetzt auch NFTs auf seinen Seiten implementieren möchte. Wir wissen schon seit Längerem, dass Meta Kryptowährungen implementieren und im Metaverse eine zentrale Rolle einnehmen will.

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Facebook versuchte auch, mit Diem eine eigene digitale Währung zu etablieren.

Doch warum ist das eigentlich so? Bereits im März 2014 erwarb Facebook mit Oculus einen Hersteller von VR-Brillen. Bislang ist dieses Geschäftsmodell jedoch nicht so eingeschlagen, wie man bei Facebook erwartet hatte.

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Das Metaverse, das man im Deutschen auch Metaversum nennt, bietet für Facebook allerdings eine neue Chance, um noch mehr Geld zu verdienen und Oculus stark am Markt zu etablieren. Das heutige Meta startet dafür aus einer komfortablen Lage. Die digitale Infrastruktur des Unternehmens erreicht mehrere Milliarden Menschen.

Im Wesentlichen unterscheidet sich das Metaverse von üblichen Videospielen durch seinen immersiven Charakter. Außerdem soll eine gesamte Welt abgebildet werden, statt nur ein stark begrenztes Areal. Eine VR-Brille dient der Immersion.

Facebook lässt Metaverse explodieren

Durch das Metaversum, so hofft Meta, wird dieses Publikum sogar noch wachsen. Schließlich ging Facebook sogar so weit, sich im Oktober 2021 den neuen Namen – Meta (oder Meta Platforms) – zu geben.

Der neue Name war auf der einen Seite naheliegend, da Facebook längst ein Firmenkonglomerat war, und sich nicht mehr allein auf sein gleichnamiges soziales Netzwerk fokussierte.

Allerdings sollte durch die neue Bezeichnung auf ein Geschäftsfeld hingedeutet werden, dass Meta eben das Metaversum als wesentlich ansieht. Im Krypto-Markt schlug diese Entscheidung ein wie eine Bombe und lenkte sehr viel Aufmerksamkeit auf das Thema.

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Vor allem The Sandbox und Decentraland wuchsen ab Oktober 2021 schlagartig. Die beiden Metaverse-Coins galten zum Zeitpunkt als die heißesten Projekte des Metaversums. Von Facebooks Entscheidung profitierten sie stark.

Meta Platforms mangelt es an Beliebtheit

Bekannte Web2-Plattformen wie Facebook erreichen mit der Krypto-Szene möglicherweise nicht ihre überzeugtesten Anhänger. Dezentralisierung und Freiheit spielen in der Szene eine wichtige Rolle. Facebook ist eine zentralisierte Plattform, die eher als Zensor gilt, denn als Freiheitsgarant. Vielleicht geht es sogar so weit, dass man Facebook als treibenden Grund zur Entstehung des Web3 nennen kann.

Dass diese These nicht weit hergeholt ist, beweist eine neue Metaverse-Umfrage mit 1.000 Teilnehmern aus den USA. Nach Daten der Advokate Group bevorzugen 87 Prozent der Befragten ein dezentralisiertes Metaversum, das unabhängig von großen Unternehmen der Technologie-Branche bleibt.

Ganze 77 Prozent äußerten sogar Sorge über den Eintritt von Meta Platforms in das Metaversum. Grund dafür sei der schlechte Umgang, den Facebook in der Vergangenheit mit Nutzerdaten an den Tag legte.

Ein Fünftel der Befragten erwartet, dass das Metaverse in den nächsten ein bis zwei Jahren den Geschmack der Massen trifft und einen Einzug in den Mainstream vollzieht. 49 Prozent sehen das etwas pessimistischer. Sie erwarten den Erfolg erst in drei bis sechs Jahren.

Was macht man im Metaverse?

Advokate fragte die Umfrageteilnehmer zudem, was sie antreibt, ihre Zeit im Metaversum zu verbringen. Der Hauptgrund sei der Spielspaß. Außerdem erfülle es einen Auftrag zur Sozialisierung. 55 Prozent der Befragten verbringen mehr als drei Stunden am Tag im Metaversum.

Besonders beliebt ist ein Metaversum dann, wenn es dem Nutzer ermöglicht, nach dem Prinzip Play-to-Earn Geld zu verdienen. 93 Prozent der Befragten gaben an, das Metaverse noch mehr zu nutzen, wenn es am Ende den Mindestlohn liefert.

Knapp zwei Drittel würden mehr als drei Stunden pro Tag im Metaversum verbringen, wenn sie dadurch „echtes Geld“ verdienen. Gemeint ist damit vermutlich Fiatgeld. 87 Prozent würden sogar ihre aktuelle Arbeitsstelle aufgeben, wenn sie durch das Metaversum gutes Geld verdienen könnten.

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Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

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