ENS Governance jetzt bei der Community

ENS Governance

ENS Governance an Community

Das Unternehmen ENS bietet seinen Kunden den am weitesten verbreiteten Standard für die Vergabe von Namen auf Blockchains. ENS steht für Ethereum Name Service und auch für das Web 3.0.

Das auf Ethereum basierende Open-Source-Protokoll für Domainnamen hat mit seiner heute veröffentlichen Ankündigung seine Community mehr als glücklich gemacht, denn es bedeutet nicht weniger als ein Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen Dezentralität.

Das Web 3.0 umfasst Technologien wie Kryptowährungen, dezentrale Börsen und DAO. Daher wird hierfür ein eigener Namensservice, wie ihn ENS zur Verfügung stellt, benötigt.

Die Kryptoadressen sind einprägsam und schnell identifizierbar. ENS bietet eine sichere Methode, die Ethereum-Adresse eines Benutzers in Textform zu übersetzen.

Die ENS Domains enden auf .eth und können die bei der Erstellung einer Ethereum-Wallet generierten Reihen aus Zahlung und Buchstaben ersetzen. Für die Registrierungsgebühr und die Transaktionsgebühr wird ETH benötigt.

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Delegierte von der Community gewählt

Das Unternehmen übergibt nun die ESN Governance durch die Schaffung einer DAO, einer dezentralen autonomen Organisation, und den $ENS Governance Token an die Community.

Die erste Aufgabe des neu geschaffenen ENS DAO besteht darin, von den Multisig-Schlüsselinhabern, also den neu zu ernennenden Delegierten, die Übernahme folgender Aufgaben einzufordern:

  • Kontrolle über die bestehenden Finanzen bei ENS
  • Verwaltung und Steuerung der gegenwärtigen sowie künftigen Finanzmittel
  • Überwachung des .eth-Registrarvertrags und damit die Kontrolle über die Preisgestaltung und die Registrierungsmechanismen

ENS DAO für Governance eingeführt

Man geht davon aus, dass sich die ENS Governance im Netzwerk mit der Zeit weiterentwickelt. Das Unternehmen nimmt an, so heißt es weiter in der Veröffentlichung, dass ein Delegiertenmodell, wie es jetzt eines bei ENS geben soll, eine gute Basis für die künftige Ausrichtung und Entwicklung des Netzwerkes ist.

Die DAO kann so die Interessen der Mitglieder vertreten, was auch bedeutet, dass diese nicht mehr jeden einzelnen Vorschlag persönlich prüfen und über ihn abstimmen müssen.

Leider gibt es bisher noch keine Details zum genauen Ablauf oder der Verteilung der $ENS Token. Auch nicht, wie viele davon geprägt werden. Bei einer DAO handelt es sich um ein ebenfalls Open-Source-betriebenes Blockchain-Protokoll, das einem Regelwerk unterliegt.

Diese Regeln werden von den gewählten Mitgliedern, den Delegierten, erstellt. Allerdings werden diese Prozesse als Code geschrieben und benötigen daher keinen Mittelsmann. Eine DAO kann als Managementmodell verstanden werden und kommt ohne hierarchisches System aus.

Die Regeln sind als Smart Contracts hinterlegt und verschlüsselt. Das Programm agiert autonom, benötigt aber Menschen im Hintergrund, um Aufgaben auszuführen, die es selbst nicht erledigen kann.

Den Verkauf der ENS Token finanziert die DAO, denn die Organisation gibt diese Token wiederum als Belohnung für bestimmte Aktivitäten an seine Mitglieder aus.

Durch die Investition in die ENS DAO erhalten die Token-Inhaber dann ein Wahlrecht und können so Einfluss auf die Arbeitsweise der DAO nehmen.

Da der Code einer DAO vollständig Open-Source ist, kann er von jedem eingesehen werden. Damit sind DAO vollständig transparent, unveränderbar und auch nicht bestechlich.

Über einen Konsens erfolgen die Entscheidungen, was mit den finanziellen Mitteln geschieht. Eventuell ist eine Einzahlung notwendig, um einen Vorschlag einzureichen, das ist aber im Falle von ENS noch völlig unklar.

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Token-Inhaber als Delegierte bevorzugt

Künftige Delegierte für die ENS Governance werden von der Community ernannt. Jedes Mitglied kann sich aber auch selbst als Delegierten vorschlagen.

Es sind aber vor allem die Token-Inhaber, die ENS ermutigen will, sich zu einem der führenden Persönlichkeiten innerhalb der Community zu entwickeln.

Delegierte können aber nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Gruppen werden, die sich dem Wachstum und der Langlebigkeit des ENS-Netzwerkes verschrieben haben.

Sie sollen aber vornehmlich eine aktive Rolle in der ENS Governance einnehmen. Bewerbungen für neue Delegierte nimmt das Netzwerk über diesen Link entgegen.

Wichtiger Hinweis: Besitzer von Airdrops brauchen kein Delegiertenprofil einreichen, ebenso wenig wie Mitglieder, die nur an sich selbst delegieren möchten.

Was ENS genau beschlossen hat:

67 % aller Stimmen sind notwendig, um eine Regel festzulegen oder Veränderung vorzunehmen. Diese ⅔-Mehrheit bezieht sich auf die Token-Inhaber, die in der ersten Woche nach der Einführung der ENS Governance ihren Token beansprucht haben.

Die ENS Governance nimmt keine Änderungen vor, die die Rechte von Usern des ENS-Netzwerkes verletzen. Genauer gesagt ihre Rechte auf den eigenen Namen, die Fähigkeit diesen Namen zu verlängern, zu übertragen oder anderweitig zu verwenden.

Zulässig ist aber unter anderem eine Änderung der Länge der Registrierung sowie die Kosten für die Verlängerung der Namensregistrierung, sofern damit ein in der Satzung enthaltenes Unternehmensziel vereinbar ist. Die Änderungen erfolgen alle nach transparenten Kriterien.

Nicht zulässig ist hingegen eine Erhöhung oder Reduzierung der Kosten zur Erneuerung von bestehenden ENS-Namen.

Registrierungsgebühren sollen als Anreiz zur Registrierung, Erneuerung oder dem Ablauf von ENS-Namen dienen. So soll verhindert werden, dass sich spekulativ registrierte Namen häufen.

Als sekundäres Ziel der ENS DAO gibt das Unternehmen die Verbesserung und Fortführung der finanziellen Situation an. Die ENS-Gebühren dienen keinem anderen Zweck, als der DAO finanzielle Einnahmen zur Verfügung zu stellen. Daher ist es der DAO erlaubt, den Preis für die Namensregistrierung zu erhöhen, und so der übermäßigen spekulativen Registrierung entgegenzuwirken. Für die Inanspruchnahme der DNS-Domains innerhalb von ENS darf die ENS Governance jedoch keine Änderungen hinsichtlich einer Gebühr vornehmen.

Hat die DAO mehr finanzielle Mittel zur Verfügung, als sie selbst benötigt, kann sie diese nach eigenem Ermessen zur Finanzierung anderer öffentlicher Güter innerhalb des Web 3.0 verwenden. So kann sie etwa Zuschüsse für ein Projekt anbieten, dass nicht mit ENS oder Ethereum in direkter Verbindung steht, solange es die langfristige Entwicklung und den Fortbestand von ENS nicht beeinträchtigt sowie den Zielen der ENS nicht widerspricht.

ENS zielt darauf ab, sich so weit wie möglich in das Legacy DNS Namengebungsystem zu integrieren, ohne dabei die Dezentralität aufzugeben. Das schließt unter anderem ein, dass die ENS Governance einem Inhaber im DNS-System auf Anfrage die Kontrolle über eine Top-Level-Domain gewähren wird, aber keine neuen Top-Level-Domains erstellt.

Jede Änderung der Satzung bedarf einer ⅔-Mehrheit und mindestens 5 % aller teilnehmenden Token.

Wofür ist ein ENS Name gut?

Mit dem ENS-Namen brauchen User keine hexadezimalen Adressen mehr kopieren oder eintippen. Stattdessen wird mit ENS einem Freund Geld gesendet oder mit dem Smart Contract unter mycontract.eth interagiert.

ENS Governance
Quelle: www.launch.codetract.io

Durch die ENS-Domain können die Eigentümer auf beliebige Ressourcen zugreifen, Sub-Domains erstellen und diese nach Belieben zuweisen. Im Auktionsverfahren erfolgt die Vergabe neuer Domains unter der Top-Level-Domain „eth“, wie beispielsweise „yourname.eth“.

Dieser Auktionsprozess läuft auf der Ethereum-Blockchain und kann über die Registrierung bei ENS, einer Ether-Wallet oder einem Integrationsprozess durchgeführt werden. Eine tolle Übersicht der laufenden Auktionen und Prozesse bei ENS gibt es bei Codetract.

Autor
Autorin

Stefanie Herrnberger ist als freiberufliche Referentin und Redakteurin tätig. Ihre langjährige berufliche Erfahrung im Bereich der Industrie 4.0, Digitalisierung und Blockchain bieten ihr den perfekten Background, um über Anwendungsfälle der Distributed-Ledger-Technologie in der globalen Industrie und Wirtschaft zu berichten.

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