Tennis: Australian Open veranstaltet Metaverse-Turnier in Decentraland

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Die Maßnahmen im Zusammenhang mit Corona gehen auch an den Australian Open nicht spurlos vorbei. Um die Kundenbindung zu verbessern, veranstalten die Australian Open das erste Tennis-Turnier im Metaverse.

Als digitaler Zuschauer bei den Australian Open

Die Australian Open sind eines der größten Tennisturniere. Novak Djokovic reiste nach Australien, um als Tennisspieler am Turnier teilzunehmen. Es entwickelte sich ein großes Drama sowohl um dessen Einreise nach Australien als auch um seine geplante Teilnahme.

Denn Djokovic verfügt nicht über die Corona-Impfung, die allen Zuschauern und Spielern des Turniers vorgeschrieben ist. Am Turnier konnte er bislang nicht teilnehmen. Schließlich wurde er sogar des Landes verwiesen.

Ähnlichen Problemen sehen sich womöglich auch Zuschauer ausgesetzt. Die Organisatoren der Australian Open kamen daher auf die Idee, sich dem Metaverse zu bedienen. Auch Personen, die sonst kein Interesse am Besuch der Veranstaltung haben, kommen so vielleicht auf den Geschmack.

Dadurch kann das erste Grand Slam Turnier jedes Jahres erstmalig in einem digitalen Abbild des originalen Melbourne Park angesehen werden.

Australian Open in Decentraland

Die Australian Open kooperieren mit Decentraland. Dort können Nutzer bereits durch Melbourne laufen und das Stadion betreten. In YouTube-Videos ist zu sehen, wie Spieler Tennisball-Kostüme tragen und auf dem Spielfeld Tennisbälle schlagen, die ihnen von Ballwurfmaschinen zugeschossen werden.

Letztlich sollen die originalen Spielzüge des aktuellen Turniers live im Stadion zu sehen sein. Auch auf historische Aufnahmen dürfen sich die Zuschauer freuen.

Verantwortlich für die Gestaltung und Umsetzung ist Ridley Plummer.

Wir wollen, dass die AO die am einfachsten zugängliche Veranstaltung für Sport und Unterhaltung ist. Wegen all der Schwierigkeiten, die Zuschauer haben, um nach Melbourne zu gelangen, haben wir unseren Start ins Metaverse beschleunigt.

So sagt Plummer. Vom 17. bis zum 30. Januar sollen Inhalte auf diese Weise im Metaverse abgebildet werden. Neben der Liveübertragung erwarten Zuschauer auch einige Überraschungen.

Die über 300 Kameras, welche das Turnier aus den verschiedensten Winkeln aufzeichnen, lassen sich so an unterschiedlichen Orten innerhalb des Stadions platzieren und nach Belieben von der Audienz betrachten.

Zudem möchte Plummer Legenden des Sports wie Mark Philippoussis und Todd Woodbridge ins Metaverse bringen. Selbstverständlich lassen sich mit all diesen Inhalten auch NFTs realisieren.

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Einige NFTs verkaufte die AO bereits. 6.776 künstlerisch verzierte Tennisbälle waren bereits wenige Minuten, nachdem sie öffentlich zu erwerben waren, ausverkauft. Um einen Ball zu minten, mussten Nutzer 0,067 Ethereum aufbringen. Das entspricht knapp 215 US-Dollar.

Sportveranstaltungen im Metaverse ein Riesengeschäft?

Das Metaverse macht Dinge möglich, die so vorher nicht sinnvoll erschienen. Dank der besonders realistischen Erfahrung, die man mit einer VR-Brille im Metaverse machen soll, wollen die Entwickler dem Nutzer eine detaillierte Darstellung bieten.

Schon vor dem Metaverse gab es 3D-Aufnahmen von Objekten, aber die Köpfe hinter dem Metaverse möchten Eindrücke noch viel immersiver vermitteln. Neben den besonders bekannten Projekten Decentraland und Sandbox, die beide auf der Ethereum-Blockchain laufen, gibt es auch das Projekt Pavia.

Pavia läuft über Cardano und während es noch lange nicht so weit entwickelt ist wie die beiden Ethereum-Konkurrenten, stellen seine Macher in einem Video eindringlich dar, was man in Zukunft alles vom Metaverse erwarten kann.

So wird in dem Einspieler gezeigt, wie der Nutzer ein Kleidungsstück digital begutachtet, es aber als physische Ware an die eigene Haustüre bestellt.

Die neueste Entwicklung, die von AO ausgeht, war vorab zu erwarten. Schon seit längerem gibt es in der Krypto-Szene die Vermutung, dass Sport-Events groß im Metaverse aufgezogen werden.

Statt dem echten Stadion besuchen Zuschauer im Metaverse so ein Stadion von ungeheurem Ausmaß, das folglich eine beliebig große Audienz beherbergt. Die Veranstalter könnten dafür Eintrittskarten verlangen und müssen weitaus weniger Leistung erbringen als in der physischen Welt.

Was im ersten Moment ganz witzig erscheint, könnte im Extremfall solche sozialen Begebenheiten zum Zerfall bringen. Das Metaverse sollte die reale Welt komplementieren, nicht ersetzen.

Übrigens lässt sich Decentraland auch ohne VR-Brille und eigenes Nutzerkonto betreten. Einen Einblick in die Australian Open kann man so leicht erhaschen.

Autor
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Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

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