MOBI | Blockchain-Initiative führender Automobilunternehmen

Unter dem Namen MOBI hat sich ein Blockchain basiertes Konsortium zusammengefunden, dem sich ein großer Teil der weltweiten Automobilbranche angeschlossen hat. Die Teilnehmer der Mobility Open Blockchain Initiative verfolgen das Ziel, gemeinsam der Blockchain-Technologie im Mobilitätssektor zum Durchbruch zu verhelfen. Zu den mehr als 30 beteiligten Unternehmen gehören unter anderem General Motors, Ford und BMW.

 

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MOBI – Mobility Open Blockchain Initiative Logo @dlt.mobi

 

MOBI – Konzept und Überblick

Am Konsortium MOBI sind etwa 70 Prozent des weltweiten Automobilmarktes vertreten. Dies entspricht mehr als 30 Unternehmen aus den Zweigen Automobile, Zulieferer und Software. Wie der Arbeitskreis verlauten lässt, will MOBI durch übergeordnete Standards zum Durchbruch der Blockchain-Technologie in der Automobilindustrie beitragen. Wie aus der Presseerklärung hervorgeht, ist es ein Ziel der MOBI-Initiative, den Verkehr weltweit “sicherer, bezahlbarer und zugänglicher” zu machen. Die Initiative belegt erneut die hohen Erwartungen der Technologie-Unternehmen an die Blockchain-Technologie. Die Beteiligung einer hohen Anzahl verschiedener Unternehmen unterschiedlicher Branchen lässt auf zahlreiche künftige Anwendungsfälle schließen.

Zur Realisation des Konzepts ist vorgesehen, gemeinsame Standards zu entwickeln und für wechselseitige Kompatibilität in den Blockchain-Lösungen der Hersteller zu sorgen. Dies soll der unübersichtlichen Vielfalt der verschiedenen Systeme entgegenwirken und damit zu einfachen und weitreichend anwendbaren Lösungen beitragen. Bisher versuchen sich viele Automobilhersteller mit eigenen Ansätzen, jedoch mit nur punktuellem Erfolg.

 

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MOBI Partner @dlt.mobi

 

MOBI – Beteiligte, Kooperationen und Ziele

Bereits in der jüngeren Vergangenheit haben sich einige Automobilhersteller damit befasst, wie die Blockchain-Technologie im Mobilitätssektor nutzbar gemacht werden kann. Die Branchen-Riesen BMW, General Motors, Ford und Renault haben sich nun neben weiteren Unternehmen im Konsortium MOBI zusammengetan, um gemeinsam neue Konzepte für die Anwendung in der Automobilbranche zu erarbeiten.

Zu den konkreten Einsatzbereichen der Blockchain zählt etwa das Erfassen von Fahrzeugdaten sowie der Austausch der Daten zwischen Verkehrsteilnehmern. Auch ganze neue Mobilitätskonzepte sind in der Debatte. Zur Umsetzung kommen in diesem Konsortium neben den Automobilherstellern einige Experten aus der Blockchain-Szene zum Einsatz. CEO ist Chris Ballinger, der sich bereits im Forschungsinstitut des Unternehmens Toyota einen Namen gemacht hat. Zu den führenden Kräften im Vorstand der Initiative gehören der Ethereum-Mitgründer Joseph Lubin sowie der Direktor von Hyperledger, Brian Behlendorf. Die Vision Ballingers besteht darin, die Nutzung der Blockchain-Technologie “zum Vorteil von Unternehmen, Konsumenten und der Gesellschaft” voranzutreiben.

Zu den weiteren Unternehmen, die sich dem Konsortium angeschlossen haben, gehören unter anderem Accenture, Bosch, IBM, die IOTA Foundation und die ZF Friedrichshafen AG.

 

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IOTA und MOBI Partnerschaft @iota.org

 

Kooperation zwischen MOBI und IOTA

Für Schlagzeilen sorgte auch und insbesondere die angekündigte Kooperation der Mobility Open Blockchain Initiative mit IOTA. Die IOTA Foundation ist eine in Deutschland ansässige Krypto-Stiftung und erfolgt die Mission, neue Blockchain- bzw. Distributed-Ledger-Technologien (DLT) zu entwickeln und zu standardisieren. IOTA arbeitet bereits mit namhaften Unternehmen zusammen, darunter Bosch. IOTA hat sich insbesondere mit Technologien wie IOTA Tangle einen Namen gemacht, eine Form von DLT, die sich speziell auf das Internet-of-Things bezieht. Das Open-Source Protokoll ermöglicht und erleichtert die Machine-to-machine-Kommunikation (M2M). Der Datenaustausch erfolgt hierbei schnell und sicher. Ebenso sind Real-Time-Zahlungen in Kryptowährungen möglich, für die keine Gebühr anfällt.

Diese und andere Technologien sollen für die Umsetzung der Ziele der Mobility Open Blockchain Initiative nutzbar gemacht werden. Da IOTA anstrebt, eine Art Standard für das Internet der Dinge zu werden, ist die Kooperation aus Sicht der Foundation besonders interessant.