Kryptowährungen für PayPal keine Alternative

Kryptowährungen für PayPal keine Alternative

PayPal kritisiert Kryptowährungen und setzt lieber auf die in Indien im Einsatz befindliche Lösung für Echtzeitüberweisungen mittels UPI-Schnittstelle. Sri Shivananda, bis 2016 bei PayPal, einem der ältesten Unternehmen der digitalen Zahlungsbranche, tätig und ein eBay-Veteran sprach am 09. März 2020 auf dem Global Business Summit der Economic Times (ET) über die Bedeutung der Krypto Branche und erklärte:

Kryptowährungen ähneln in vielen Fällen eher einem Spiel mit Vermögenswerten als einer Währung. Quelle

PayPal glaubt nicht an den Kryptomarkt

Während die Angst vor dem Coronavirus um sich schlägt und an den Märkten für Panik sorgt, geraten auch einige Aktionäre der Payment-Branche massiv unter Druck. Die Aktien von Wirecard und PayPal starteten diese Woche mit Verlusten von bis zu 8%. Grund für die panikartigen Verkäufe ist der Verlust an den globalen Märkten durch das Corona Virus. Auch beim niederländischen Rivalen Ayden sind es 7% weniger auf dem Kurschart.

Die Märkte reagieren aktiv auf die laufenden Entwicklungen und Nachrichten rund um die Welt, doch von den betroffenen Unternehmen selbst kommt dazu recht wenig. Doch die Auswirkungen auf das operative Geschäft waren bereits Ende Februar spürbar und so gab es von PayPal eine gesenkte Umsatzprognose für das laufende erste Quartal.

Nur taktische Kritik an Kryptowährungen

Doch jetzt kommt der negative Schlagabtausch und gerade die Unternehmen, die für digitale Beizahlprozesse stehen, üben sich in Kritik an Bitcoin & Co. Nur eine Verunsicherung der Anleger, in schwierigen Zeiten oder wirkt sich die Epidemie mit Corona wirklich auf den internationalen grenzüberschreitenden E-Commerce-Markt aus?

Auch Visa und Mastercard beteiligen sich an dem Negativtrend und senken aktuell ihre Prognosen. Die PayPal-Aktie nähert sich indes wieder der 90 Euro Marke an und bietet Anlegern die Möglichkeit satte Gewinne mitzunehmen.

Doch der Bitcoin-Kurs und die Märkte für Kryptowährungen allgemein verschnaufen gerade nach den herben Einstürzen der letzten Tage. Und auch Shivananda zeigt sich trotz Ausstieg aus dem Facebook Libra-Projekt offen für Veränderungen im Kryptomarkt. Wenn Verbraucher den Kryptowährungen stärker vertrauen, als dies bisher der Fall ist, wird sich der Markt von alleine regulieren und die Akzeptanz für Bitcoin und andere Kryptowährungen steigen.

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PayPal steigt bei Libra aus

Mit PayPal hat die Libra Association eines ihrer Gründungsmitglieder verloren. Der offizielle Grund wird mit dem fehlenden Zugang zu Finanzdienstleistungen für unterversorgte Bevölkerungsgruppen angegeben. PayPal will sich damit wieder verstärkt auf das eigene Geschäft konzentrieren. Allerdings sollen auch bei MasterCard und Visa Zweifel an dem Erfolg des Projektes von Facebook bestehen.

Die regulatorischen Bedenken könnten auch bei PayPal der wahre Grund für den Ausstieg sein und Anlass für die damit verbundenen kritischen Äußerungen des technischen Leiters von PayPal, Sri Shivananda, hinsichtlich Bitcoin und den Kryptowährungen.

Während alle gespannt auf die weiteren Entwicklungen der Kryptowährungen blicken und abwarten, wie sich der Bitcoin-Kurs bis zum nächsten Halving im Mai dieses Jahres entwickelt, zeigt sich PayPal vor allem von der jüngst in Indien eingeführten UPI-Lösung begeistert. Das Hauptgeschäft von PayPal liegt auf den Peer-to-Merchant Transaktionen.

Echtzeitüberweisungen mit UPI-Schnittstelle

Die UPI-basierten Peer-to-Per (P2P) Zahlungen durch das US-amerikanische Zahlungsunternehmen PayPal und die Einführung in Indien kam punktgenau mit der Genehmigung des National Payments Corporation of India (NPCI) für UPI-Zahlungen auf WhatsApp. Und das gehört ja bekanntlich zu Facebook.

Mit den Instand-Payment-Zahlungen in Echtzeit gehört Indien zu den wegweisenden Nationen. Während in Deutschland noch nicht mal die großen Banken flächendeckend Echtzeitüberweisungen anbieten, ist der Instant Payment Zahlungsverkehr für die Einwohner Indiens längst zum Standard geworden.

Europa könne von Indien lernen, so ein Experte. Die Unified Payments Interface UPI bietet eine appbasierte Infrastruktur für bankübergreifenden Geldtransfer via Smartphone in Sekundenschnelle. Über die UPI laufen derzeit weltweit rund 800 Millionen Transaktionen, 142 Banken sind angeschlossen und die Tendenz ist weiter steigend. Diese einheitliche Technologie können Kryptowährungen indes derzeit noch nicht bieten.

Offenbar verfolgt das Land das ehrgeizige Ziel Bargeld ganz abzuschaffen, denn viele Inder besitzen kein Bankkonto. Die üblichen Methoden zum Bezahlen sind per QR-Code, über eine NFC-Schnittstelle oder das Auslösen einer Zahlungsaufforderungen via „Request to Pay“. In Indien also schon in der Nutzung, in Europa arbeitet man derzeit noch an solchen Bezahlverfahren.

PayPal forciert eigene Vorstellungen

Nun scheint klar, warum sich der technische Leiter von PayPal gerade dieser Tage gegen die Nutzung von Kryptowährungen ausspricht. Sri Shivananda weiß genau, dass sein Unternehmen vor allem die digitalen Bezahlungen via UPI einsetzen will und hier könnte ein allzu positive Bild über Kryptowährungen an seiner Glaubhaftigkeit rütteln.

Am Ende also alles Taktik und unternehmerisches Kalkül von PayPal?

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