Was ist Kadena Coin (KDA)?

Die Blockchain-Technologie ist in aller Munde. Während die Vorteile gerne aufgeführt werden, rücken die Nachteile und Schwachstellen gerne in den Hintergrund. Eine dieser Schwachstellen ist die lange Verarbeitungszeit der Blockchains.

Und genau da kommt das Unternehmen Kadena mit seinem KDA Coin ins Spiel. Wir verraten dir im Folgenden alles darüber, was diese Kryptowährung so besonders macht und welche Eigenschaften du von KDA unbedingt kennen solltest.

Was ist Kadena - Titelbild

Die wichtigsten Eigenschaften von KDA im Überblick

Kadena wurde im Jahre 2016 als Unternehmen gegründet und steht hinter dem gleichnamigen Blockchain-Projekt.

Gegründet wurde das Unternehmen von Stuart Popejoy und Will Martino, die beide bereits für die große US-Bank JPMorgan aktiv waren. Interessant zu wissen: Popejoy und Martino waren es auch, die die erste Blockchain von JPMorgan entwickelten.

Die Gründer von Kadena
Will Martino und Stuart Popejoy – Die Gründer von Kadena

Im Jahre 2019 erfolgte der Initial Coin Offering, sechs Jahre später gehört Kadena, gemessen an der Gesamtkapitalisierung, zu den 75 wertvollsten Kryptowährungen und kann eine Marktkapitalisierung von mehr als einer Milliarde Euro vorweisen.

Sicherlich eine Besonderheit des Projektes ist die Tatsache, dass Kadena ein ganzes Ökosystem umfasst. So besteht das Projekt mit Chainweb und Kuro aus gleich zwei Blockchains, die vor allem die Probleme in Sachen Geschwindigkeit, Kosten, Nachhaltigkeit und Skalierbarkeit der klassischen Blockchains lösen sollen.

Name Kadena
Kürzel KDA
Marketcap 1,05 Milliarden Euro
Rang 73
Gründung 2016
Gründer Stuart Popejoy, Will Martino
ICO 2019
Blockchain/Standard Kadena
Status Online
Website https://kadena.io
Whitepaper Ja, Whitepaper

* (Stand 6. März 2022)

Wie funktioniert KDA?

Die Funktionsweise von des Kadena Coins ist einfach, aber umfangreich. Es handelt sich hierbei um ein ganzes Ökosystem, welches unter anderem aus zwei unterschiedlichen Blockchains gebildet wird.

Mit Chainweb, einer Layer-1-Blockchain, können die Transaktionen durchgeführt werden. Mit Kuro, der Second-Layer-Blockchain, können Entwickler wiederum eigene Anwendungen entwickeln und veröffentlichen.

Welches Problem adressiert KDA?

Ethereum gilt heutzutage als leistungsstärkstes Blockchain-Projekt. Beliebt ist Ethereum vor alle, weil Entwickler hier sogenannte dezentralisierte Apps (dApps) entwickeln können.

Die Technologie von Ethereum ist allerdings noch nicht vollständig ausgereift. Ein Problem ist vor allem der Proof-of-Work-Mechanismus von Ethereum. Dieser ist für die Transaktionen zwar unerlässlich, bringt jedoch auch eine lange Verarbeitungszeit und dadurch hohe Kosten mit sich.

Genau dieses Problem adressiert KDA. Kadena möchte die Verarbeitungszeit der Blockchains deutlich verringern und damit für eine bessere Skalierbarkeit und geringere Transaktionskosten sorgen. Mit einer Blockzeit von nur rund 1,5 Sekunden ist Kadena überdurchschnittlich schnell.

Wie soll das Problem gelöst werden?

Kadena geht das Problem der Verarbeitung und der Kosten auf zwei unterschiedlichen Ebenen an. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Zum einen kommt die Layer-1-Blockchain Chainweb zum Einsatz.

Verwendet wird dabei der Proof-of-Work-Algorithmus, der bekanntlich viel Energie verlangt und nicht sonderlich zügig durchgeführt werden kann.

Allerdings teilt Kadena seinen Proof-of-Work in verschiedene Mining-Ketten auf. Diese können parallel an der Transaktion arbeiten und somit schneller eine größere Anzahl an Transaktionen verarbeiten. Sicherheit verspricht dabei eine doppelte Überprüfung der einzelnen Blöcke.

Die Layer-2-Blockchain bei Kadena trägt wiederum den Namen Kuro. Hierbei handelt es sich um eine private Blockchain, die zum Beispiel für das Erstellen von Verträgen geeignet ist.

Kuro setzt dabei auf den Algorithmus Byzantine Fault Tolerance, der speziell auf eine schnelle Verarbeitung ausgerichtet ist.

Auf Kuro entwickeln die Entwickler mit der Programmiersprache Part verschiedene dApps und profitieren dabei von einer schnellen Verarbeitungszeit. Rund 500.000 Transaktionen können pro Sekunde im Kuro-Netzwerk verarbeitet werden.

Potenzial und Chancen von KDA

Das Potenzial von KDA ist nahezu nicht zu übersehen. Die Verarbeitungszeit ist bei vielen Blockchains ein echtes Problem und bringt zudem weitere Folgeprobleme wie gesteigerte Kosten und einen höheren Energiebedarf mit sich.

Kadena kann wiederum bringt eine enorme Geschwindigkeit in dieser Hinsicht mit sich und kann fast 500.000 Transaktionen pro Sekunde verarbeiten.

Das wiederum führt nahezu automatisch zu geringeren Transaktionsgebühren, wenn Nutzer ihre Transaktionen über das Netzwerk von Kadena durchführen.

Darüber hinaus bietet der Kadena Coin eine breite Unterstützung für Smart-Contracts und NFTs. Entwickler können somit Apps erstellen, mit denen sich eine dezentrale Finanzwirtschaft erreichen lässt.

Risiken und Herausforderungen

Nicht verschweigen wollen wir an dieser Stelle, dass auch viele Herausforderungen auf das Projekt warten. Je mehr Skalierbarkeit erreicht werden soll, desto schwerer wird es sein, dezentralisiert zu agieren.

Darüber hinaus würde dies auch die Kosten betreffen, die dann nicht mehr auf einem maximal geringen Niveau liegen können.

Nicht vergessen dürfen wir zudem die starken Wettbewerber mit teilweise deutlich mehr Ressourcen und höherer Marktkapitalisierung.

Einige Analysten kritisieren, dass sich KDA von diesen schon bald nicht mehr eindeutig abgrenzen können wird. Das könnte das gesamte Ökosystem des Projektes bedrohen.

KDA Token-Ökonomie

Insgesamt eine Milliarde KDA-Token werden erzeugt. Etwas weniger als 20 Prozent davon, rund 171 Millionen KDA, befinden sich derzeit im Umlauf.

Anzahl Coins Rund 171 Millionen KDA
Max. Coins 1 Milliarde KDA
Allokation Coins 70% Miner, 20% für das Projekt, 7% für Investoren, 3% für Mitarbeiter
Handelsvolumen 24,12 Mio. Euro
Marktdominanz 0,07 %
Distanz zum ATH 76,39%

* Stand 6. März 2022

Warum ist die Kryptowährung KDA etwas wert?

Der Wert der Kryptowährung KDA setzt sich aus unterschiedlichen Faktoren zusammen. Zum einen dient KDA als Zahlungsmittel für das Ökosystem von Kadena. Das bedeutet, dass Nutzer mit dieser Währung ihre Transaktionsgebühren innerhalb des Netzwerks bezahlen können.

Gleichzeitig ist es möglich, als Miner durch das Schürfen von KDA einen Verdienst zu schaffen. Das Mining von KDA ist gleichzeitig wichtig, um die Sicherheit des Netzwerks zu gewährleisten und die Transaktionen zu verifizieren.

Allokation zum ICO

Der ICO von Kadena fand im Jahre 2019 statt. Die Allokation des Tokens sieht dabei vor, dass insgesamt 70% aller Tokens von Minern erzeugt werden können.

20% aller Tokens sind für das Projekt reserviert und zum Beispiel für die Stabilisierung des Netzwerkes gedacht. 7% der Gesamt-Token sind für die Start-Investoren reserviert, weitere 3% erhalten die Mitarbeiter.

  • 70% für Miner
  • 20% für das Projekt
  • 7% für Investoren
  • 3% für Mitarbeiter

Technische Parameter von KDA

Rund um die technischen Parameter lassen sich bei Kadena mehrere Besonderheiten erkennen. Auf der einen Seite das doppelte Konsenus Protokoll. Für die Layer-1-Blockchain Chainweb wird der Proof-of-Work-Algorithmus verwendet.

Für die Layer-2-Blockchain Kuro wiederum kommt Byzantine Fault Tolerance zum Einsatz. BFT ist für eine hohe Skalierbarkeit bekannt und maßgeblich für die schnelle Verarbeitung der Transaktionen auf der Layer-2-Blockchain verantwortlich. Schnell bedeutet, dass Blöcke innerhalb von 1,5 Sekunden erzeugt werden können.

Das ist überdurchschnittlich schnell und ermöglicht unter anderem die Verarbeitung von mehreren hunderttausend Transaktionen pro Sekunde. Mit Pact bietet Kadena auch eine eigene Programmiersprache an, mit der die Entwickler auf Kuro dezentralisierte Apps entwickeln können.

Konsenus Protokoll Proof of Work & Byzantine Fault Tolerance (BFT)
Konsenus Algorithmus Blake2S_256
Blockzeit 1,5 Sekunden
Programmiersprache Pact
Developer Guidelines Ja

Developer Tools

Gerade bei Entwicklern ist Kadena beliebt. Das liegt nicht zuletzt an den sogenannten Developer Tools. Hierbei handelt es sich um unterschiedliche Tools, mit denen die Entwickler ihre dApps und Projekte deutlich schneller realisieren können.

KDA Kooperationen

In der jüngeren Vergangenheit konnte Kadena vor allem durch eine Kooperation mit der Börse von CoinMetro überzeugen.

Diese hat dafür gesorgt, dass das Handelsvolumen noch einmal deutlich in die Höhe getrieben wurde. Derartige Kooperationen werden auch in Zukunft für Kadena von größter Bedeutung sein.

KDA Konkurrenz

Sicherlich der größte und bekannteste Konkurrent von Kadena ist Ethereum. Die Ethereum-Blockchain gilt als absolut leistungsstark und hat im Prinzip nur mit dem „Problem“ der vergleichsweise langen Verarbeitungszeit zu kämpfen.

Dass dieses Problem von Ethereum irgendwann gelöst werden kann, gilt als sicher. Gerade im Bereich der Smart-Contracts könnte Kadena deshalb noch stärker in den Hintergrund von Ethereum rücken als bisher schon.

Ebenfalls als Konkurrent ist das Projekt Solana zu bezeichnen. Es handelt sich hierbei um ein dezentralisiertes Finanzprojekt und Ökosystem, welches somit im gleichen Fahrwasser wie Kadena unterwegs ist.

Und das sogar in gleich mehrfacher Hinsicht. Solana wird vor allem wegen seiner Geschwindigkeit geschätzt und ermöglicht eine weitreichende Skalierbarkeit.

Schnelles Wachstum und eine schnelle Verarbeitung verspricht auch das Projekt von Avalanche. Aktuell können mehr als 4.500 Transaktionen pro Sekunde abgewickelt werden, die Tendenz ist steigend.

Avalanche setzt dabei auf unterschiedliche Knotenpunkte, an denen mehrere Transaktionen parallel bearbeitet werden können. Grund auf setzt Avalanche dabei auf das Proof-of-Stake-Verfahren.

Name Mcap Rang Marktdominanz
Ethereum (ETH) 285 Milliarden Euro 2 17,99 %
Solana (SOL) 25 Milliarden Euro 9 1,60 %
Avalanche (AVAX) 18 Milliarden Euro 10 1,14 %

Fazit

Kadena hat in den letzten Monaten eine Menge Aufmerksamkeit erzeugen können. Und das aus gutem Grund. Das Projekt ist hoch spannend zu verfolgen und bietet im Prinzip viele Lösungen auf „herkömmliche“ Probleme der Blockchains.

Der größte Vorteil von Kadena ist dabei die beeindruckende Geschwindigkeit, mit der die Transaktionen verarbeitet werden können. Eine derartige Eigenschaft ist in zahlreichen Branchen und Industrien von Bedeutung.

Kadena hat allerdings auch mit starken Konkurrenten zu kämpfen. Neben Ethereum gehören auch Solana und Avalanche zu den direkten Konkurrenten vom KDA, sodass dieser auf langfristige Sicht um seine Berechtigung wird kämpfen müssen.

Wer investieren möchte, sollte die Risiken und Chancen detailliert abwägen und erst nach genauem Blick auf die Informationslage einsteigen.

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Kirill beschäftigt sich bereits seit 2016 mit Kryptowährungen und sämtlichen Entwicklungen in diesem Segment. Er ist einer der Autoren des Bitcoin-Steuerguides, hat Rechtswissenschaften studiert und interessiert sich für den Einfluss von Kryptowährungen auf die Wirtschaft und Gesellschaft.

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