IOHK und Cardano bestätigen Datum für Alonzo Upgrade

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Cardanos Meilenstein rückt immer näher und nun wurde es erneut bestätigt. Die Alonzo Hard Fork findet am 12. September 2021 statt und wird eine neue Ära für Cardano einläuten. Mit diesem Upgrade haben Nutzer künftig die Möglichkeit, Smart Contracts über die Cardano Blockchain auszuführen. Doch das sahen nicht alle so.

Die Kritik an Cardano und der bevorstehenden Alonzo Hardfork wurde in den letzten Tagen und Wochen immer lauter. Spott und Hohn brachen über das Projekt hinter dem ADA Coin herein. Grund dafür waren Schwierigkeiten mit UTxOs, dApp-Fehler und Überlastungsproblemen nach dem Start des Cardano-Testnetzes. Das führte dazu, dass Nutzer in einer Vielzahl von Foren um Hilfe baten und sich beschwerten, letzteres vor allem auf Twitter.

IOHK und Cardano validieren Alonzo Hardfork

Eines der größten und am meisten erwarteten Ereignisse der letzten Monate war die Alonzo Hardfork. Dies ist der bevorstehende Meilenstein von Cardano. Er wird den Kryptoraum, so wie wir kennen, sehr wahrscheinlich stark verändern.

Dieser Schritt wird das dritte und letzte Ereignis initiieren, damit Cardano die Smart-Contract-Funktionen vollständig implementieren kann. Laut IOHK sind alle Beteiligten, einschließlich Börsen, Stake-Pool-Betreiber und Drittanbieter, nun bereit für Alonzo.

Darüber hinaus wird das Team hinter Cardano weitere Informationen über Plutus und sein Potenzial teilen, sobald das Unternehmen sich auf den Cardano Summit vorbereitet.

Nun wurde der Termin für die finale Integration des Alonzo Upgrades in das Mainnet für den 12. September 2021 nochmals bestätigt. Damit setzte Input Output Hong Kong, das Unternehmen hinter Cardano, ein starkes Signal gegen alle Kritiker, die in den letzten Tage und Monaten vermehrt über die vermeintliche Unfähigkeit des Projektes urteilten. Was war passiert?

Minswap stellt Testnet ein

Am 6. September 2021 bestätigte Minswap, eine dezentrale Kryptobörse auf Cardano, dass sie ihr Testnetz „vorübergehend“ abgeschaltet hat. Selbstverständlich blieb diese Aussage nicht unbemerkt in der Krypto-Community und die negativen Reaktionen darauf entluden sich in Form eines lang anhaltenden Shitstorms gegenüber Cardano.

Die Nutzer entluden ihren Unmut und ihre Emotionen gegen Charles Hoskinson auf Twitter. Der Cardano-Gründer wies jedoch schnell jede Verantwortung für Minswap zurück und bestritt sie.

Minswap, eine Multi-Pool DEX, war die erste dApp, die im öffentlichen Testnet von Cardano live ging. Während dieser Erprobungsphase haben sich viele Nutzer über Fehler beim Versuch, Token zu tauschen und Liquidität bereitzustellen, beschwert. Die mit der Gleichzeitigkeit verbundenen Fehler wurden von Minswap auch auf Twitter angesprochen.

Während Cardano Online-Trolls und Kritik nicht fremd sind, wurden die Schwierigkeiten von Minswap mit der Bewältigung von mehreren Nutzern zur am häufigsten zitierten Entschuldigung für seine Hater.

Viele haben behauptet, dass Cardanos Entscheidung, das Abrechnungsmodell für nicht verbrauchte Transaktionsausgaben (eUTxO) zu verwenden, der Grund für diesen Misserfolg war. Außerdem werden zukünftige DEX, die auf dem Netzwerk aufbauen wollen, mit ähnlichen Liquiditätsproblemen konfrontiert sein.

Gleichzeitigkeitsprobleme führen oft dazu, dass mehrere Benutzer nicht gleichzeitig mit dem Protokoll interagieren können. Dies ist wahrscheinlich auf das Fehlen einer „Cardano Virtual Machine“ zurückzuführen, ähnlich dem, was Ethereum einsetzt, da es die gleichzeitige Ausführung von Smart Contracts ermöglicht. Andere haben behauptet, dass Minswap nur eine Transaktion pro Block abwickeln konnte und somit brauchbar war.

Die Cardano Community wehrt sich und erhält Schützenhilfe

Viele Unterstützer von Cardano haben auf die harsche Kritik reagiert, darunter auch der Cardano-Gründer Charles Hoskinson, der diese Kommentare als Störgeräusche und FUD bezeichnete. In einem kürzlich veröffentlichten Video, in dem er diese Punkte anspricht, sagte er:

Das Problem unserer Branche ist, dass sie im Grunde sagt: Wenn ihr meine Sache nicht unterstützt oder ich keine Möglichkeit sehe, meine Sache zum Laufen zu bringen, dann ist das, was ihr konstruiert habt, absolut nutzlos, für immer nutzlos, und es ist nur ein Spielzeug. Und dann verwenden sie selbstgefällige Metriken, ohne überhaupt zu verstehen, was sie damit sagen.

Ein wenig Schützenhilfe erhielt Hoskinson noch von der dezentralen Handelsplattform SundaeSwap, die ebenfalls auf Cardano basiert. Sie veröffentlichten kürzlich Blog-Post, indem sie mit einigen weitverbreiteten Fehlannahmen zu diesem Thema aufräumte, wie unter anderem die Kritik an der „1 Transaktion pro Block“. Laut SundaeSwap ist es möglich, Hunderte von Transaktionen pro Block durchzuführen und dass die Zentralisierung eine der Möglichkeiten ist, das Problem zu lösen.

IOHK schlug außerdem vor, wie Nutzer weiterhin dApps im Netzwerk bauen und die Block-Limits erweitern können. Sie können ihren Service oder ihre Anwendung mit mehreren UTxOs gestalten und somit mehr Gleichzeitigkeit beziehungsweise Parallelität erzwingen. Das Unternehmen wird dazu zeitnah einen Blog-Post veröffentlichen, der näher dazu ins Detail geht und die Funktionalitäten erläuter.

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Fazit – Cardano lässt sich nicht beirren und belehrt seine Kritiker eines Besseren

Nur noch wenige Tage und die Alonzo Hardfork auf der Cardano Blockchain findet statt. Die damit verbundene Integration der Smart Contract Funktion wurde in jüngster Vergangenheit von der Kryptogemeinde stark herbeigesehnt. Doch die Testphase vor dem eigentlichen Upgrade verlief alles andere als reibungslos.

Wie sich allerdings herausstellte, lagen die Probleme nicht bei Cardano selbst. Vielmehr lag es an den Projekten selbst, die auf der Cardano Blockchain aufbauen wollten, obgleich die Community sehr schnell war und mit dem Finger auf Cardano zeigte.

Die dezentrale Handelsplattform Minswap etwa stellte den Betrieb ein, da es aufgrund des Gleichzeitigkeitsproblems zu größeren Schwierigkeiten während des Testbetriebs kam. Sie hatten nach eigener Aussage allerdings genügend Daten sammeln können, um weiter an den Grundlagen zu arbeiten. Sobald diese abgeschlossen sind, werde das Testnet wieder zugänglich gemacht.

Noch bevor das Alonzo Upgrade durchgeführt wurde, erreichte ADA, der native Token von Cardano ein neues Allzeithoch von 3,09 US-Dollar. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der Kurs bei 2,42 US-Dollar. Wir werden sehen, welchen Einfluss die finale Hardfork auf den Cardano Kurs haben wird und ob Charles Hoskinson und IOHK eines Besseren belehren.

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