GM erhält Patent zur Blockchain-basierten Verwaltung von Fahrzeugdaten

Der amerikanische Automobilhersteller General Motors (GM) hat ein Patent zur Verwaltung der erhobenen Daten aus dem Bereich des autonomen Fahrens erhalten. Die Verwaltung soll mithilfe der Blockchain-Technologie abgebildet werden. Das entsprechende Patent wurde am 29. November 2018 vom US-amerikanischen Patent und Markenamt veröffentlicht.

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General Motors (GM) Pontiac

US-Automobilhersteller erhält Patent Blockchain-basierte Verarbeitung von Daten autonomer Fahrzeuge

Der amerikanische Automobilriese General Motors (GM) hat ein Patent für ein Blockchain-basiertes System zur Verwaltung von Daten aus autonomen Fahrzeugen erhalten. Das US Patent- und Markenamt hat das entsprechende Patent am 29. November 2018 veröffentlicht.

Das Patent wurde am 25. Mai 2017 beim Patentamt eingereicht und beschreibt ein System, welches auf eine Blockchain (Was ist Blockchain?) zurückgreift, um eine sichere und robuste Distribution von Daten zu ermöglichen. Zusätzlich soll das System einen Datenaustausch zwischen verschiedenen Fahrzeugen und anderen Entitäten – vor allem Kommunen, Behörden und öffentliche Einrichtungen – ermöglichen. Bereits die Technologie der autonomen Fahrzeuge erfordert ein hohes Maß an Integrität für temporäre Daten. Aus diesem Grund bietet sich die Hinzuziehung der Blockchain in besonderem Maße an. Aus dem Patent geht hervor, dass das System für vollautonome sowie semiautonome Fahrzeuge genutzt werden kann.

Des Weiteren wird im Rahmen des Patents hervorgehoben, dass die Blockchain die Grundlage für einen verteilten Konsens zur Verifizierung sämtlicher Transaktionen im Netzwerk darstellt. Somit kann ein entsprechendes Blockchain-System zum Informationsaustausch in verschiedenen Einsatzfeldern genutzt werden. Laut GM könnte ein solches System vor allem beim Teilen relevanter Livedaten, wichtiger Ressourcen und rechtlicher Rahmenbedingungen genutzt werden. Hierzu gehören beispielsweise Einsatzfelder wie die Navigation, die Bereitstellung aktueller Kraftstoff- und Stromkosten bei Tankstellen, die Überprüfung von Führerscheindaten oder von Lizenzen Taxis sowie Informationen zu Wartungsintervallen und Serviceleistungen.

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Autonomes Fahren stellt hohe Anforderung an Datenintegrität

Das autonome Fahren gilt neben den Mobilitätsdiensten und der Elektrifizierung als einer der Megatrends in der Automobilbranche. Da die Fahrzeuge einen Großteil der Rechenaufgaben innerhalb des Fahrzeugs durchführen, werden besonders hohe Anforderungen an die Datensicherheit gestellt. Ein Angriff auf die Daten sowie eine Manipulation dieser Daten kann fatale Folgen haben. Aus diesem Grund schickt sich die Distributed Ledger Technologie an, den Standard im Rahmen des autonomen Fahrens zu definieren. Experten fordern grundsätzlich, dass nur geprüfte, sichere und standortbasierte Daten an die Fahrzeuge kommuniziert werden.

Mithilfe des von GM vorgestellten Systems könnte die Dateninteraktion jedoch noch erweitert werden. So können auch Verkehrsdaten mit den Fahrzeugen geteilt und eine optimierte Verkehrsführung ermöglicht werden. Spezifisch geht GM auf eine Blockchain-basierte Cloud ein, welche auf Informationen der nationalen Verkehrsbehörden zugreifen kann. Des Weiteren könnten auch die Gewohnheitsdaten der Fahrzeugnutzer mithilfe eines Blockchain-Systems verarbeitet werden. Somit können die vernetzten Fahrzeuge auf diese Daten zurückgreifen und diese im Rahmen des allgemeinen Fahrtbetriebs nutzen.

Insgesamt legt GM einen klaren Fokus auf die relevanten Zukunftstechnologien. Im Sommer dieses Jahres ist GM zum neusten Mitglied der Mobility Open Blockchain Initiative (MOBI) geworden und ist Mitbewerbern wie Renault, Ford und BMW gefolgt. Dieses Joint Venture umfasst auch Unternehmen aus anderen Industriezweigen – bekannt sind vor allem Bosch IOTA und IBM. Auch der aktuell größte Automobilhersteller, Volkswagen, hat ein Konzept für autonome Fahrzeuge vorgestellt. Dieses Konzept basiert auf der Internet-of-Things-orientierten Tangle-Struktur, welche von IOTA bereitgestellt wird.